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AUTOHAUS SteuerLuchs: Wissenswertes zum Jahresabschluss (2)

Barbara Lux-Krönig

Die neue Fachreihe zum Themengebiet Steuern von AUTOHAUS Online und Wirtschaftsprüferin Barbara Lux-Krönig von der Kanzlei Rath, Anders, Dr. Wanner & Partner. Zweiter Beitrag: Abschreibungen auf Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG)


Datum:
03.03.2010
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Abschreibungen auf Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG)

Zu diesem Thema staunt der Fachmann und der Laie wundert sich, was dem Gesetzgeber hierzu jedes Jahr Neues einfällt. GWG sind bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind. Ein Drucker für einen PC im Büro gilt daher nicht als GWG, weil er nicht selbstständig nutzbar ist, sondern für den Betrieb einen PC benötigt. Dabei gilt es zu beachten, dass Kombigeräte, die einen Kopierer und Drucker beinhalten und dadurch eine PC-unabhängige Kopierfunktion haben, als GWG angesetzt werden können.

Bis zum 31. Dezember 2007 durften Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten ohne Umsatzsteuer bis 410 Euro (GWG) sofort als Aufwand verbucht werden. Vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2009 sank diese Grenze für GWG auf 150 Euro. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten ohne Umsatzsteuer über 150 bis 1.000 Euro mussten in einen so genannte Sammelposten gebucht werden und über fünf Jahre abgeschrieben werden. Für jedes Jahr ist ein gesonderter Sammelposten zu bilden.

Ab 1. Januar 2010 gibt es nun drei Möglichkeiten für GWG:

=> Sofortabschreibung bis 150 Euro; Sammelposten über 150 bis 1.000 Euro und Abschreibung auf fünf Jahre (wie auch 2008 und 2009) oder
=> Sofortabschreibung bis 410 Euro Anschaffungskosten ohne Umsatzsteuer (das hatten wir schon einmal bis 2007) oder
=> Aktivierung und Abschreibung auf die Nutzungsdauer Entscheidet sich der Unternehmer für den Sammelposten, muss er dies jedes Jahr einheitlich für alle Gegenstände tun. Das Wahlrecht Sofortabschreibung oder Aktivierung kann er jedoch für jeden Gegenstand einzeln ausüben.

Fazit: Wenn die Nutzungsdauer mehr als fünf Jahre beträgt, ist der Sammelposten von Vorteil. Ein Schreibtisch, der 990 Euro ohne Umsatzsteuer gekostet hat, ist nun anstatt über 13 Jahre lt. den amtlichen Tabellen, mit dem Sammelposten in nur fünf Jahren abzuschreiben. Durch die Neuregelung ab 2010 fällt auf der anderen Seite der Nachteil wieder weg, dass eine Sofortabschreibung von Gegenständen zwischen 150 und 410 Euro nicht mehr möglich war. Nachteilig bleibt aber, dass es bei Bildung des Sammelpostens nicht gestattet ist, bei Verkauf eines Gegenstandes diesen aus dem Sammelposten herauszunehmen. Auch hier entsteht die Qual der Wahl: Eigenkapitalquote oder Steuerbelastung? Dies alles gilt aber nur für ihr Unternehmen. Bei Überschusseinkünften (z.B. Vermietung) gilt nach wie vor die Regelung aus der Zeit bis 2007.

Das sind die nächsten Artikel des AUTOHAUS SteuerLuchs:
Jahresabschluss (3): Bewertung Vorräte: Fahrzeuge
Jahresabschluss (4): Bewertung Vorräte: Ersatzteile
Jahresabschluss (5): Eigenkapitalquote
Jahresabschluss (6): Rückstellungen im Autohaus
Jahresabschluss (7): Leasingrückstellung: Handels- versus Steuerrecht
Jahresabschluss (8): Windowdressing

Brauchen auch Sie einen Steuer-Tipp? Dann schicken Sie Barbara Lux-Krönig von der Kanzlei Rath, Anders, Dr. Wanner & Partner einfach eine E-Mail: mailto:lux@raw-partner.de

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