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AUTOHAUS SteuerLuchs: Steuerliche Einordnung eines BHKW

AUTOHAUS SteuerLuchs
Steuerliche Einordnung eines BHKW
Barbara Lux-Krönig
AUTOHAUS-Steuerexpertin Barbara Lux-Krönig
© Foto: Martina Klein

Die obers­ten Finanzbehörden des Bundes und der Länder haben beschlossen, dass Blockheizkraft­werke, deren eigentlicher Zweck in der Gebäude- und Wasserbeheizung liegt, steuerlich an­ders als bisher zu behandeln sind.

Zurück aus dem Urlaub, begrüßen wir Sie mit einem heißen steuerlichen Thema. Die obers­ten Finanzbehörden des Bundes und der Länder haben beschlossen, dass Blockheizkraft­werke, deren eigentlicher Zweck in der Gebäude- und Wasserbeheizung liegt, steuerlich an­ders als bisher zu behandeln sind. 

Bisherige Regelung:

Blockheizkraftwerke wurden bisher steuerlich als ein selbständiges bewegliches Wirtschafts­gut behandelt. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer lag bei 10 Jahren, das bedeutet, dass Blockheizkraftwerk konnte über zehn Jahre abgeschrieben werden. Zudem war es mög­lich den Investitionsabzugsbetrag und die Investitionszulage in Anspruch zu nehmen.

Neue Regelung:

Die Verwaltung vertritt nun die Auffassung, dass ein Blockheizkraftwerk wie ein wesentlicher Bestandteil eines Gebäudes zu behandeln ist. Für Gebäude beträgt die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer grundsätzlich 50 Jahre. Diese Umqualifizierung bringt für die Steuerpflichti­gen den Nachteil, dass das Blockheizkraftwerk nun über 50 Jahre abgeschrieben werden muss, obwohl dessen durchschnittliche Lebensdauer deutlich kürzer ist.

Der einzige Lichtblick liegt darin, dass, wenn das Blockheizkraftwerk nach einigen Jahren ausgetauscht werden muss, der anfallende Erhaltungsaufwand dann sofort in voller Höhe steuerlich absetzbar ist.

Für alle alten Blockheizkraftwerke ändert sich nichts, diese werden weiterhin als ein selb­ständiges bewegliches Wirtschaftsgut behandelt. Haben Sie sich in 2015 ein Blockheizkraftwerk angeschafft, oder verbindlich bestellt, so ha­ben Sie ein Wahlrecht zwischen der alten Klassifizierung und der neuen Verwaltungsauffas­sung. Für alle Blockheizkraftwerke, die ab dem 1. Januar 2016 angeschafft werden, gilt die Ei­nordnung als wesentlicher Gebäudebestandteil. 

Hinweis:

Ausgenommen von der neuen Verwaltungsauffassung sind die Fälle, in denen das Block­heizkraftwerk unmittelbar dem Gewerbe dient und als Betriebsvorrichtung behandelt wird.

Unsere Regierung ruft den Klimaschutz und die Energiewende als eines der wichtigsten Projekte aus, schaut man sich aber die tatsächlichen Handlungen, wie die Streichung der Solarförderung oder eben die steuerlich unattraktive Behandlung von Blockheizkraftwerken an, so fällt einem nur ein Wort ein: Scheinheiligkeit.


Brauchen Sie einen Steuer-Tipp? Bei Fragen oder An­regungen stehen Barbara Muggenthaler (muggenthaler@raw-partner.de) und Maximilian Appelt (appelt@raw-partner.de) bereit.


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