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22.09.2020

Interview mit Liqui Moly

Mit Vollgas durch die Krise

Interview mit Liqui Moly
Mit Vollgas durch die Krise
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„Weiter Vollgas geben“ lautet das Liqui-Moly-Motto auch in der Corona-Pandemie.
© Foto: Liqui Moly

Liqui Moly setzt auch mitten in der Corona-Pandemie auf antizyklische Strategien und punktet mit entschlossenem Handeln sowie einer umfangreichen Marketingoffensive.

Die aktuellen Umstände sind bekanntermaßen widrig: Der weltweite Kampf gegen Covid-19 hat eine globale Wirtschaftskrise ausgelöst, Lockdowns, Homeoffice und abgesagte Urlaubsreisen lassen den Treibstoffbedarf beträchtlich zurückgehen. Kfz-Werkstätten blieben wochenlang geschlossen, darüber hinaus ist die persönliche Betreuung der Kunden durch Außendienste 2020 deutlich schwieriger als normalerweise. Umso beachtlicher, dass die Motoröl- und Additivexperten von Liqui Moly der Pandemie mit schwäbischer Beharrlichkeit trotzen.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg der Umsatz um 2,9 Prozent. Doch damit nicht genug. Statt staatliche Hilfen in Anspruch zu nehmen, vermeldet Ulm Neueinstellungen und Sonderzahlungen sowie einen Ausbau der Produktion, ist medial präsent wie nie zuvor. Wie das mittelständische Unternehmen mit seinen rund 1.000 Mitarbeitern dies geschultert hat, erläutert AUTOHAUS ein Triumvirat, das den Erfolg seit knapp 30 Jahren gemeinsam verkörpert: die Geschäftsführer Ernst Prost, Günter Hiermaier und Marketingleiter Peter Baumann.

Führen Liqui Moly seit fast 30 Jahren gemeinsam zum Erfolg, auch während der Coroan-Krise: die beiden Liqui Moly Geschäftführer Günter Hiermaier und Ernst Prost mit Marketingleiter Peter Baumann.
© Foto: Presse + PR Pfauntsch

Herr Prost, Ihr Unternehmen schreibt trotz der aktuellen Krisensituation weiterhin schwarze Zahlen. Wo liegen die Gründe für diesen Erfolg?
Prost: Zunächst einmal sind unsere Produkte systemrelevant. Auch wenn das Verkehrsaufkommen durch die Corona-Maßnahmen monatelang deutlich zurückgegangen ist, sind Logistik, Landwirtschaft, Werkstätten, Rettungsdienste oder Industrie weiterhin auf Schmierstoffe angewiesen. In diesem Bewusstsein haben wir unsere Produktion hochgefahren, interne Abläufe umstrukturiert und in mehreren Schichten voll besetzt gearbeitet. Bei Liqui Moly gibt es keine Kurzarbeit, an den Mitarbeitern wird nicht gespart! Um das Wachstum stemmen zu können, wurden ganz im Gegenteil 36 neue Mitunternehmer eingestellt. Unsere Mannschaft hat diesen Kurs von Anfang an geschlossen unterstützt und sich damit die Corona-Zulage in Höhe von 1.500 Euro mehr als verdient. Ich bin wirklich stolz auf dieses Team, das gemeinsam die Extrameile gegangen ist! Trotz einer kleinen Umsatzdelle in den Monaten Juli und August – auch dadurch bedingt, dass im Vergleichszeitraum des Vorjahres die Urlaubszeit 2019 Rekordergebnisse eingefahren hat – sind wir voll auf Kurs und optimistisch.

Wie sieht es im internationalen Geschäft aus, Herr Hiermaier?
Hiermaier:
Während wir hierzulande den Umsatz im ersten Halbjahr um gut fünf Prozent steigern konnten, mit hohen Wachstumsraten in den Kernbereichen Motoren- und Getriebeöle von 17,8 Prozent respektive 16 Prozent , liegen wir weltweit bei rund einem Prozent Plus. Einige wichtige Märkte, vor allem China, Russland, aber auch die USA, wurden besonders hart von der Pandemie getroffen, was sich auch auf unser Geschäft auswirkt – genau wie Kunden, die ihrerseits zahlungsunfähig werden. Dadurch, dass wir global in 150 Ländern vertreten sind und ein Sortiment von 4.000 Artikeln im Portfolio haben, ist Liqui Moly nicht nur besonders breit aufgestellt. Die große Risikostreuung macht uns als Unternehmen widerstandsfähig. Deswegen haben wir in Australien und Frankreich neue Niederlassungen gegründet, aus eigener Kraft mit eigenem Personal.

„Unsere Kunden und Partner können auch in der Krise auf uns bauen.
Wenn es sein muss, sind wir rund um die Uhr für Sie da.“
Ernst Prost, Geschäftsführer Liqui Moly

Herr Baumann, 2020 ist die Marke Liqui Moly am Markt so präsent wie vielleicht nie zuvor, ist neben TV-Werbung jetzt auch im Rundfunk sowie Sportsponsoring extrem aktiv. Warum wurden die entsprechenden Budgets hochgefahren?
Baumann: Diese ganz bewusste Entscheidung ist einer der Schlüssel für den aktuellen Erfolg. Die Kundennähe, für die wir als Liqui Moly bekannt sind, war eine ganze Zeit nur bedingt möglich – auch wenn unsere Außendienste den Kontakt natürlich per Telefon, E-Mail oder Videokonferenzen gehalten haben, so gut es ging. Während in Deutschland unser 120 Mann starker Außendienst wieder voll aktiv ist, ist das in anderen Märkten noch nicht möglich. Als Gegenmaßnahme haben wir zusätzlich zum normalen Budget weitere 18 Millionen Euro in ein ganzes Bündel von Marketingaktivitäten investieren können, ohne unsere Rücklagen angreifen zu müssen. Davon profitieren unsere Vertriebspartner und Werkstätten enorm. Darüber hinaus sind wir auch auf den digitalen Kanälen aktiv vertreten und nutzen dafür die Netzwerke von Google, Youtube, Facebook und Instagram. Ziel dieser Werbeoffensive in über 100 Ländern ist das Erreichen von einer Milliarde Kontakten – wie bereits 2018 erfolgreich umgesetzt. Unsere Liqui Moly Kunden können sich zudem aktiv in die Online-Kampagne einklinken und die Wirkung einer größeren Markenbekanntheit gezielt weiter erhöhen. Wir zeigen ganz bewusst gemeinsam Flagge auf der ganzen Welt für Öle und Additive made in Germany. Die Planungen und Vertragsgespräche für kommendes Jahr laufen bereits und in Sachen Neuabschlüsse sind wir gut unterwegs.

„Die Marktpräsenz in 150 Ländern und unser breites Produktsortiment machen Liqui Moly als Unternehmen widerstandsfähig.“
Günter Hiermaier, Geschäftsführung Liqui Moly

LiquiMoly_SozialeVerantwortung.jpg

Starkes Zeichen sozialer Verantwortung
Dass Unterstützung in der Corona-Krise sich nicht auf das Spenden oder Herstellen von Desinfektionsmitteln oder Schutzbekleidung beschränken muss, beweist ein Hilfspaket der anderen Art: Mit der im April gestarteten Aktion „Millionen für Blaulichter“ unterstützt Liqui Moly weltweit Feuerwehren, Krankentransporte und Pflegedienste, Technisches Hilfswerk und andere Einsatzkräfte mit Motoröl und weiteren Gratisprodukten aus der breiten Palette der Ulmer. Ansturm und Dankbarkeit waren so groß, dass das Budget mehrfach aufgestockt wurde, erläutert Geschäftsführer Ernst Prost: „Die Krise ist auch aktuell noch nicht vorbei und die Helfer in der ersten Reihe brauchen jede Unterstützung. Aus einer Million wie ursprünglich geplant, sind so inzwischen fünf geworden – ich bringe es nicht übers Herz, die Aktion einfach zu beenden.“ Mit der großzügigen Hilfe unterstreicht Liqui Moly die Systemrelevanz der eigenen Produkte: „Ohne Motoröl gelangen die Hilfsdienste erst gar nicht zum Einsatzort. Auf diese Weise können wir unseren Beitrag leisten und soziale Verantwortung übernehmen. Eine Krise wie die Corona-Pandemie können wir nur alle gemeinsam bewältigen“, bringt es der Liqui Moly-Chef auf den Punkt. Bis das Hilfsbudget erschöpft ist, werden fast 20.000 Pakete in alle Welt verschickt worden sein – Lieferung frei Haus ist dabei Ehrensache, so Ernst Prost: „Die Übernahme der Versandkosten ist für uns ebenso selbstverständlich wie der Verzicht auf Spendenbescheinigungen. Es geht uns nicht darum, unsere Steuerlast durch Sonderausgaben zu senken.“ Alle Einsatzkräfte, Vereine und Pflegedienste können weiterhin online auf www.liqui-moly.de Unterstützung anfordern.

Was versprechen Sie sich mittelfristig von diesen Aktivitäten?
Prost: Unsere antizyklische Unternehmensstrategie hat sich in der Finanzkrise 2008/2009 schon einmal bewährt. Wer die Chancen nutzen möchte, die in jeder Krise liegen, muss gezielt investieren. Glücklicherweise sind wir durch die harte Arbeit der letzten Jahre und den Fleiß unserer Mannschaft dazu in der Lage – während andere schwächeln und Stellen abbauen. Corona hat schonungslos Versäumnisse aufgezeigt und ich war erschrocken, dass einigen Firmen bereits nach vier Wochen die finanzielle Luft komplett ausging. Unsere Eigenkapitalquote liegt bei 85 Prozent, wir zahlen keinen Cent an Zinsen bei irgendwelchen Banken ab und das bewährt sich im Moment natürlich. In den Jahren nach der letzten globalen Schwächephase konnte Liqui Moly sich als Marktführer etablieren, hat Vertrieb, Umsatz und Marktanteile ausgebaut. Für die kommende Zeit hoffen wir auf einen ähnlichen Effekt und setzen ganz bewusst positive Zeichen in einer schwierigen Zeit. Wir sind den großen Aufgaben gewachsen und wollen den stetigen Wachstumskurs der vergangenen Jahre weiter fortsetzen – auch wenn uns Corona voraussichtlich noch länger begleiten wird und Prognosen deswegen schwierig sind.

„Wir zeigen ganz bewusst Flagge für Öle und Additive made in Germany – eine weltweite Marketingoffensive, die offensichtlich ankommt.“
Peter Baumann, Marketingleiter Liqui Moly

Welche konkreten Maßnahmen waren in Ihren Werken in Ulm und Saarlouis notwendig?
Hiermaier: Wir haben den Büromitarbeitern freigestellt, ob sie vor Ort oder von zu Hause aus arbeiten möchten. Das Homeoffice hat sich so gut bewährt, dass es zum Teil immer noch genutzt wird. Die Mitarbeiter in Produktion und Versand, die körperlich anwesend sein müssen, galt und gilt es natürlich besonders zu schützen. Ein durchs Gesundheitsamt erzwungenes Herunterfahren der Produktion wäre auch für Liqui Moly der absolute worst case. Um dies zu vermeiden, haben wir umfangreiche Konzepte entwickelt, Sozialräume, Duschen und Kantinen geschlossen. Durch eine zeitliche Entzerrung des Produktionsbetriebs konnten wir zudem verhindern, dass sich Mitarbeiter verschiedener Schichten unnötig begegnen. Für Urlaubsrückkehrer wurden Tests auf Firmenkosten organisiert, bevor die Mitunternehmer wieder an ihre Arbeitsplätze zurückgekehrt sind. So hatten wir bisher nur einen positiven Fall im Außendienst, glücklicherweise mit mildem Verlauf. Diese Maßnahmen bleiben so lange in Kraft, wie es notwendig ist.

Herr Prost, Herr Baumann, Herr Hiermaier, vielen Dank für dieses Gespräch.

LiquiMoly_ErnstProst.jpg

Unternehmer mit Herz
Bereits zum zweiten Mal wurde Ernst Prost vom Fachhandel als bester Automarkt-Manager ausgezeichnet. Neben Führungsqualitäten ist der Liqui Moly-Chef für sein großes soziales Engagement bekannt. Die Gründe für Platz 1 in der Leserbefragung des Mittelstandsmagazins Markt intern sprechen eine deutliche Sprache: „Ernst Prost und sein Team pflegen seit Jahren eine sehr partnerschaftliche Partnerschaft mit den Händlern“, zudem überzeuge der Liqui Moly-Chef als „leidenschaftlicher und wortstarker Repräsentant der Autobranche.“ Nicht zuletzt hat auch das „vorbildliche Bekenntnis zum Produktionsstandort Deutschland“ den Ausschlag gegeben, dass der erfahrene Manager sich unter 50 Verantwortlichen bei Fahrzeugherstellern, Zulieferern, Versicherungen und Banken durchsetzen konnte. Im Gespräch mit AUTOHAUS zeigt sich Prost entsprechend stolz auf das Erreichte: „Diese Auszeichnung ist eine Zusatzmotivation für mich persönlich und meine ganze Mannschaft.“

Verdientes Lob in widrigen Zeiten
Beeindruckend ist die Kontinuität, mit der sich Ernst Prost unter den Spitzenkräften des Kfz-Mittelstandes hält: Seit 2010 erreichte er stets die Top 6, landete 2019 auf Rang 2 und schaffte es aktuell nach 2012 bereits zum zweiten Mal ganz nach oben aufs Treppchen: „Vor allem die dauerhaften Erfolge und die nachhaltigen Ergebnisse von Liqui Moly sind für mich wie Nahrung. Vor allem in diesen enorm harten Zeiten, in denen wir seit Wochen und Monaten gegen die großen Probleme durch ein kleines Virus kämpfen.“ Ein Ende der wirtschaftlichen Durststrecke sieht Prost noch in weiter Ferne: „Die Situation wird auch im zweiten Halbjahr 2020 und leider wohl auch darüber hinaus angespannt bleiben.“

Engagierte Stiftungsarbeit
Genauso ist sich der erfahrene Unternehmer bewusst, dass die Corona-Pandemie vor allem sozial Schwache und unverschuldet in Not geratene Menschen vor riesige Probleme stellt: „Es ist menschlich, sich hin und wieder über Kleinigkeiten aufzuregen, ob geschäftlich oder privat. Wer aber über den ­eigenen Tellerrand hinausblickt, wird sehr schnell geerdet und lernt, den eigenen Erfolg demütig und dankbar zu schätzen.“ Seit zehn Jahren engagiert sich Ernst Prost deshalb gemeinsam mit Lebensgefährtin Kerstin Thiele mit drei Stiftungen gegen menschliches Elend auf der ganzen Welt – inzwischen „ein echter Full-Time-Job“.

Jeder Einzelfall ist wichtig
Die Schwerpunkte der Stiftungsarbeit liegen in Deutschland und Afrika. „Das Gefühl, anderen Menschen nach Schicksalsschlägen helfen zu können, ist buchstäblich nicht in Gold aufzuwiegen. Egal, ob man widrige Umstände mit einer Sachspende wie Schlafsäcken für Obdachlose oder einem Treppenlift für behinderte Kinder erleichtert, durch Notoperationen Leben rettet oder in der Hospizarbeit Kindern das Sterben erleichtert“, beschreibt der Liqui Moly-Geschäftsführer seinen inneren Antrieb und fasst zusammen: „Geld zu erwirtschaften ist aller Ehren wert. Noch viel schöner ist es allerdings, mit den Erträgen Sinn zu stiften und etwas zum Gemeinwohl beizutragen.“

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