Im Gespräch mit TÜV SÜD Auto Service

Hier sind die Profis

„Hier prüft TÜV SÜD“: Diese begehrte Plakette dient Kunden als Qualitätskriterium für die Werkstatt. Service­betriebe wissen: Die Kooperation mit einer bekannten Marke stärkt das Geschäft rund um die HU. Ein Interview mit Jürgen Wolz, Leiter Operations TÜV SÜD Auto Service GmbH.

Herr Wolz, wenn ein Auto klassisch „zum TÜV“ muss, landet es nicht selten bei TÜV SÜD und seinen Partnerwerkstätten. Was macht die Kooperation aus Werkstätten und TÜV SÜD in Sachen HU so erfolgreich?

Jürgen Wolz: TÜV SÜD hat sich sowohl im Bewusstsein von Kunden als auch von Autohäusern und Werkstätten als starke Marke etabliert. TÜV SÜD steht für ein leistungsfähiges Netzwerk von mehr als 3.500 Prüfingenieuren und Sachverständigen. Wer in seiner Werkstatt die Plakette „Hier prüft TÜV SÜD“ befestigen darf, signalisiert damit Zuverlässigkeit, Qualität und Know-how. Unsere starke Marke fördert daher auch das Geschäft unserer Werkstattpartner.

Warum ist es generell für Werkstätten wichtig, Kunden eine HU im eigenen Hause anzubieten?

Jürgen Wolz: Zum einen, weil Kunden das erwarten. Aktive Hinweise auf anstehende Hauptuntersuchungen sehen Autobesitzer als das wichtigste aktive Angebot von Werkstätten überhaupt*. HU-Mailings gehören inzwischen zum regulären Kanon des Servicemarketings. Das gut aufeinander abgestimmte Zusammenspiel zwischen Werkstatt und TÜV SÜD ist entscheidend. Die Werkstatt erinnert, der Kunde kommt zum vereinbarten HU-Termin und eröffnet der Werkstatt nicht nur die Möglichkeit, das Fahrzeug vorab zu checken – sie kann auch über die im Rahmen der HU erforderlichen Reparaturen weitere Services generieren. Hier wird sichergestellt, dass die spätere amtliche Prüfung auch Erfolg hat, ein entscheidender Punkt für die Zufriedenheit der Kunden. Und auch das zeigen Statistiken: Mehr als die Hälfte aller Hauptuntersuchungen werden in Verbindung mit Reparatur- und Wartungsarbeiten durchgeführt**. Es ist wichtig, dass Kunden diese Arbeiten gleich bei der Werkstatt ihres Vertrauens durchführen lassen können. So bekommen sie einen Rund-um-Service aus einer Hand – und so stärkt die HU mit TÜV SÜD als Partner Kundenbindung, Kundenzufriedenheit und Werkstattauslastung.

Jürgen Wolz

„Es ist wichtig, dass Kunden die erforderlichen Arbeiten gleich bei der Werkstatt ihres Vertrauens durchführen lassen können. So bekommen sie einen Rund-um-Service aus einer Hand.“

Jürgen Wolz, Leiter Operations

TÜV SÜD Auto Service GmbH

Was ist nötig, damit TÜV SÜD eine HU in einer Werkstatt durchführen kann?

Jürgen Wolz: Der Betrieb muss die erforderlichen Voraussetzungen schaffen, um als Prüfstützpunkt anerkannt werden zu können. Unter anderem müssen zum Beispiel der Bremsprüfstand und das Scheinwerfereinstell-Prüfsystem den aktuellen Richtlinien entsprechen. Gleiches gilt für die Prüfmittel, die die Werkstatt bei von ihr durchgeführten Prüfungen einsetzt, zum Beispiel für die AU. Wir beraten Werkstätten gerne, was sie konkret tun müssen, damit TÜV SÜD dort prüfen kann. Das sind Investitionen, die sich meiner Erfahrung nach schnell bezahlt machen. 67 Prozent der Kunden gaben gegenüber der DAT an**, eine HU lieber in einer Werkstatt durchführen lassen zu wollen. Auf diesen Kundenwunsch müssen die Betriebe vorbereitet sein, um nicht eine Abwanderung zu Mitbewerbern zu riskieren.

Jürgen Wolz

„Mit dem ‚gefährlichen Mangel‘ als Zwischenstufe zwischen ‚erheblichem Mangel‘ und ‚verkehrsunsicher‘ weiß der Halter von der Wichtigkeit, bekommt aber die Möglichkeit, den Mangel in einer Werkstatt beheben zu lassen.“

Jürgen Wolz, Leiter Operations

TÜV SÜD Auto Service GmbH

Welche Mängel werden im Rahmen der HU aktuell am häufigsten beanstandet?

Jürgen Wolz: Unser Klassiker sind Mängel in der Lichtanlage. Mit zunehmendem Alter der Fahrzeuge verzeichnen wir Ölverluste an Motor und Antriebseinheit, abgenutzte Bremsscheiben sowie Mängel bei Federung und Dämpfung. Unserem TÜV Report 2019 können Sie entnehmen, dass die Quote der erheblichen Mängel leicht zugenommen hat, um 1,3 Punkte auf 21,2 Prozent. Der Anstieg ist auch Ergebnis des gestiegenen Fahrzeug-Durchschnittsalters auf aktuell 9,4 Jahre. Zudem sorgen die technologischen Neuerungen und die detailliertere Draufsicht dafür, dass Mängel noch treffsicherer zugeordnet und dokumentiert werden, denn die HU wird stets an die technologische Entwicklung angepasst. Mit dem „gefährlichen Mangel“ als Zwischenstufe zwischen „erheblicher Mangel“ und „verkehrsunsicher“ weiß der Halter von der Wichtigkeit, bekommt aber die Möglichkeit, den Mangel in einer Werkstatt beheben zu lassen. Beispiele dafür sind Reifen mit unterschrittener Profiltiefe oder defekte Leuchten. Außerdem wurden die Endrohrmessung wieder eingeführt, die dabei geltenden Grenzwerte abgesenkt und es stehen nun auch elektronische Komponenten, Software-Updates und das Rettungssystem eCall im Prüfkatalog.

*Quelle: puls Marktforschung GmbH, Autohaus Panel / ACI Trendmonitor Okt. 2007

** Quelle: DAT-Report 2019, Seite 57

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