Interview mit BYD: „Mit uns stellen sich Händler zukunftssicher auf“

Foto von Kai Schröder und Lutz Grütering von BYD
Kai Schröder, Director Network, BYD Deutschland und Lutz Grütering, Head of Network Development, BYD Deutschland erklären, wie sich Händler mit BYD zukunftssicher aufstellen.
© Foto: BYD

Kai Schröder ist als Director Network für den Aufbau des Handels- und Servicenetzes bei BYD verantwortlich. Zusammen mit Lutz Grütering, Head of Network Development, erklärt er, was BYD potenziellen Händlern bietet – und wie die Strategie bei der Netzentwicklung aussieht.

Herr Schröder, seit dem Investor Day im Mai 2025 wächst das Handels- und Servicenetz von BYD hierzulande rasant. Sie sind im Herbst eingestiegen – wie fällt Ihre Zwischenbilanz aus?
Kai Schröder: Sehr positiv. Der „China Speed“ gilt auch für unseren Netzausbau. Vor einem Jahr hatten wir weniger als 30 Standorte, Ende 2025 waren es rund 150 – ​und das ist erst der Anfang. Bis Mitte des Jahres peilen wir 200 Standorte an, bis zum Ende des Jahres 350. Ein solches Wachstum hat es im deutschen Automobilhandel noch nicht so oft gegeben. Damit sind wir unserem Ziel, ein relevanter Player im Markt zu werden, bereits ein gutes Stück nähergekommen – das spiegeln auch die Zulassungszahlen wider.

Herr Grütering, welche Rolle spielt der Handel für BYD?
Lutz Grütering: Eine entscheidende. Der Händler ist und bleibt der wichtigste Kontakt zum Kunden. Die Teams vor Ort kennen Bedürfnisse und regionale Besonderheiten am besten. Deshalb ist der Handel für uns klar das Rückgrat des Erfolgs.

Warum wählt ein Händler heute BYD?
Schröder: Weil BYD eine echte Zukunftsperspektive bietet. Wir sind weltweit führend in der Elektromobilität und wachsen dynamisch. Gleichzeitig setzen wir auf zwei starke Säulen: batterieelektrische Fahrzeuge und effiziente Plug-in-Hybride. Für den Handel bedeutet das ein breites Angebot mit hoher Relevanz im Markt – kombiniert mit einem attraktiven Margenmodell.
Grütering: Und die Marke zieht. Händler berichten von deutlich steigender Frequenz im Showroom. Viele sprechen von einer Aufbruchstimmung, wie man sie lange nicht erlebt hat. Das ist für den Handel ein echter Hebel.

Fotos des Autos von BYD dolphin surf
Marktführer im elektrischen A-Segment: der BYD Dolphin Surf. Verbrauchswerte: Energieverbrauch kombiniert: 16–15,5 kWh/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 0 g/km; CO2-Klasse: A
© Foto: BYD

Welche Partner passen zu BYD?
Schröder:
Unternehmerisch denkende Händler mit hoher Eigeninitiative. Wir setzen bewusst auf unternehmerische Freiheit und verzichten auf ein Agenturmodell. Unsere Partner entscheiden selbst, wie sie ihr Geschäft entwickeln – wir liefern den Rahmen und die Unterstützung. Gleichzeitig suchen wir ganz klar keine Händler, bei denen unsere Marke nur „Beiwerk“ oder das fünfte Rad am Wagen ist. Uns geht es um Partner, die sich mit Überzeugung engagieren, die Marke aktiv vorantreiben und mit Herzblut dabei sind. Unser Ziel sind langfristige, verlässliche Partnerschaften, in denen beide Seiten nachhaltig wachsen.

Wie hoch ist die Einstiegshürde?
Schröder: Wir ermöglichen einen vergleichsweise schlanken Einstieg, etwa über eine temporäre CI im ersten Jahr. Gleichzeitig unterstützen wir bei der Umsetzung der Corporate Identity mit einem attraktiven Support. Unter bestimmten Voraussetzungen bieten wir zudem einen Investitionsschutz über zehn Jahre. Das reduziert das Risiko deutlich.

Wo suchen Sie aktuell neue Partner?
Grütering: Ziel ist eine flächendeckende Präsenz. Deshalb suchen wir in Ballungszentren und im ländlichen Raum Partner – auch mit Blick auf die Serviceabdeckung. Gerade in ländlichen Regionen ist die Kundennähe ein entscheidender Vorteil. In Mecklenburg-Vorpommern, im Saarland, in Südbaden und dem Schwarzwald sehen wir Potenziale. Aber auch in vielen anderen Regionen gibt es erhebliches Wachstumspotenzial. Gerne können uns Interessenten auch direkt kontaktieren unter:
newdealer@byd.com


"Händler berichten von deutlich steigender Frequenz im Showroom. Viele sprechen von einer Aufbruchstimmung, wie man sie lange nicht erlebt hat."

Lutz Grütering,
Head of Network Development, BYD Deutschland


Wie unterstützt BYD im Marketing?
Schröder: Sehr intensiv. Unser Retail-Marketing-Team begleitet die Partner aktiv, gerade in der Startphase auch finanziell. Zusätzlich unterstützen wir operativ über unser Sales-Team. Ziel ist es, schnell Sichtbarkeit und Frequenz aufzubauen.

Wie schnell kann ein Händler starten?
Schröder: In Einzelfällen lagen zwischen Erstkontakt und Verkaufsstart weniger als drei Monate. Möglich machen das effizientes Onboarding und moderne Trainingskonzepte – inklusive KI-gestützter Schulungen.

Ein Blick auf die Premiummarke DENZA: Gilt hier eine andere Händlerstrategie?
Grütering: Die Marke DENZA ist anders positioniert als die Volumenmarke BYD, was sich auch in einer differenzierten Händlernetzstrategie widerspiegelt. Grundsätzlich begrüßen wir das Interesse bestehender BYD-Partner ausdrücklich und freuen uns auch über weitere Standortbewerbungen, die bisher kein BYD vertreten.
Schröder: Genau. Wir bieten unseren Partnern gezielt die Möglichkeit, sich auch im Premiumsegment innerhalb des BYD-Konzerns zu engagieren. Erfahrung im Premiumbereich ist dabei von Vorteil. Entscheidend ist für uns aber, dass der Partner über die richtige Mannschaft verfügt, die Marke versteht und sie mit der entsprechenden Haltung und Professionalität im Markt positionieren kann.


"Bis Mitte des Jahres peilen wir 200 Standorte an, bis zum Ende des Jahres 350. Ein solches Wachstum hat es im Automobilhandel noch nicht so oft gegeben."

Kai Schröder,
Director Network, BYD Deutschland



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