Nachrichten für Autohändler

+++ Immer. Aktuell. Informiert. +++ Mit dem kostenlosen AUTOHAUS Newsletter +++

Nachrichten


HASHTAG


#AUTOHAUS Podcast

MEDIATHEK





MEISTGELESEN



KOMMENTARE
vor 1 Tagen, 16 Stunden und 34 Minuten schrieb Reinhold Stoehr:
18,4 Jahre Lebensdauer und „einfaches Kühlsystem“ – zwei Aussagen, die man genauer betrachten sollte Die Aussage, Elektroautos würden im Durchschnitt 18,4 Jahre alt, klingt zunächst beeindruckend. Allerdings stellt sich die Frage, was diese Zahl tatsächlich aussagt und auf welcher Datengrundlage sie beruht. Die häufig zitierte Zahl von 18,4 Jahren stammt aus einer britischen Studie, die rund 300 Millionen Daten aus Hauptuntersuchungen ausgewertet und daraus die Lebensdauer verschiedener Antriebsarten statistisch abgeschätzt hat. Die Studie selbst weist darauf hin, dass die Langlebigkeit von Elektrofahrzeugen bisher vergleichsweise wenig untersucht ist. Die 18,4 Jahre sind daher nicht einfach das Ergebnis einer 18,4 Jahre langen Beobachtung einer heutigen Generation von Elektrofahrzeugen. Vielmehr handelt es sich um eine statistische Prognose auf Basis vorhandener Fahrzeug- und Prüfdaten. Und genau hier sollte man kritisch nachfragen: Wie belastbar ist eine Aussage über eine durchschnittliche Lebensdauer von 18,4 Jahren bei einer Antriebstechnologie, deren heutige Generation erst seit relativ wenigen Jahren in größerem Umfang auf dem Markt ist? Man kann daraus durchaus ableiten, dass moderne Elektrofahrzeuge eine erfreulich hohe Zuverlässigkeit erreichen können. Man sollte daraus aber nicht den Eindruck erwecken, die tatsächliche Lebensdauer heutiger Elektrofahrzeuge sei bereits empirisch über 18 Jahre nachgewiesen. Auch beim Thermomanagement lohnt sich ein genauerer Blick Noch problematischer finde ich die Aussage, Elektroautos hätten kein aufwändiges Kühlsystem. Das Gegenteil ist der Fall. Ein Elektrofahrzeug hat zwar keinen klassischen Verbrennungsmotor mit seinem großen Motorkühlkreislauf. Dafür müssen heute mehrere thermisch sehr unterschiedliche Systeme miteinander koordiniert werden: die Hochvoltbatterie, der Elektromotor, die Leistungselektronik und der Innenraum. Die Batterie muss je nach Betriebszustand sowohl gekühlt als auch beheizt werden. Gleichzeitig müssen Elektromotor und Leistungselektronik in ihrem optimalen Temperaturbereich gehalten werden. Bei modernen Fahrzeugen kommt zusätzlich die Wärmepumpe hinzu. Dadurch werden Kältemittelkreislauf und Kühlmittelkreisläufe miteinander gekoppelt. Je nach Betriebszustand können Wärmequellen und Wärmesenken unterschiedlich miteinander verbunden werden. Wärmetauscher, Pumpen, Ventile, Expansionsventile und Steuerungen müssen dabei zusammenspielen. Fachliteratur beschreibt deshalb ausdrücklich die hohe Komplexität des Thermomanagements moderner Elektrofahrzeuge. Das ist technisch durchaus anspruchsvoll. Und genau deshalb stellt sich bei einem 10, 12 oder 15 Jahre alten Fahrzeug eine ganz andere Frage als nur die nach dem Verschleiß von Elektromotor und Batterie: Wie zuverlässig und reparaturfreundlich ist dieses komplexe Thermomanagementsystem nach vielen Jahren? Denn nicht nur der Elektromotor oder die Batterie können ausfallen. Auch Pumpen, Ventile, Sensoren, Wärmetauscher, Kältemittelkreislauf, elektrische Stellglieder oder die Steuerung können zum Problem werden. Je stärker die einzelnen Systeme miteinander vernetzt sind, desto größer können bei einem Fehler auch die Diagnose- und Reparaturanforderungen werden. Deshalb halte ich es für zu einfach, die Langlebigkeit eines Elektroautos allein mit der geringeren Zahl mechanisch bewegter Teile zu begründen. Ein Elektroauto hat sicherlich Vorteile hinsichtlich Verschleiß und Wartung bestimmter Komponenten. Daraus folgt aber nicht automatisch, dass das gesamte Fahrzeug über seine Lebensdauer einfacher oder kostengünstiger zu reparieren sein muss. Eine statistisch prognostizierte Lebensdauer von 18,4 Jahren ist deshalb interessant – aber noch lange kein Beweis dafür, dass heutige Elektrofahrzeuge tatsächlich 18,4 Jahre problemlos und wirtschaftlich betrieben werden können. Genau das wird sich erst zeigen, wenn diese Fahrzeuge tatsächlich 15, 18 oder 20 Jahre im realen Straßenbetrieb hinter sich haben. Also bitte, dieser Artikel ist für den…..

HASHTAG


#Gebrauchtwagen

Akademie


HASHTAG


#AUTOHAUS akademie



NEUESTE FIRMEN-EINTRÄGE



HASHTAG


#AUTOHAUS next

STELLENANGEBOTE


Assistenz der Aftersales-Leitung(m/w/d) - BMW & MINI

Oldenburg (Oldb);Westerstede;Wiefelstede;Wilhelmshaven;Jever

HASHTAG


#KI

HASHTAG


#AUTOHAUS Pulsschlag

SHOP-Angebote

Die Hauptuntersuchung

Die Hauptuntersuchung

Softcover
792 Seiten, 26. Auflage 2024
BESTELL-NR.: 28001
59,50 €
Die Quirin-Formel

Die Quirin-Formel

Hardcover
532 Seiten
BESTELL-NR.: 074
89,00 €
Der Kfz-Meister

Der Kfz-Meister

Softcover
436 Seiten, 1. Auflage 2021
BESTELL-NR.: 209
69,00 €

NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Auto News für die Automobilbranche: AUTOHAUS ist eine unabhängige Abo-Fachzeitschrift für die Automobilbranche und ein tagesaktuelles B2B-Online-Portal. AUTOHAUS bietet Auto News, Wirtschaftsnachrichten, Kommentare, Bilder und Videos zu Automodellen, Automarken und Autoherstellern, Automobilhandel und Werkstätten sowie Branchendienstleistern für die gesamte Automobilbranche. Neben den Auto News gibt es auch Interviews, Hintergrundberichte, Marktdaten und Zulassungszahlen, Analysen, Management-Informationen sowie Beiträge aus den Themenbereichen Steuern, Finanzen und Recht. AUTOHAUS bietet Auto News für die Automobilbranche.