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Dezember-Bilanz: Händlerzulassungen steigen um über 51 Prozent

89.469 Pkw-Neuzulassungen gingen im Dezember auf das Konto von Endkunden.
© Foto: ddp / Joerg Koch

Laut Dataforce haben die Pkw-Anmeldungen von Firmenkunden, Autohändlern und Vermietern den Automarkt im Dezember kräftig angeschoben. Die drei Segmente lagen auch auf Jahressicht deutlich im Plus.


Datum:
11.01.2011
3 Kommentare

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Die Zulassungen von Firmenkunden, Autohändlern und Vermietern haben den deutschen Automarkt im Dezember kräftig angeschoben. Wie der Marktbeobachter Dataforce am Montag in Frankfurt mitteilte, legte der Bereich "Flotte" im Berichtsmonat um 29,5 Prozent auf 59.415 Einheiten zu. Die Zahl der Händlerzulassungen stieg sogar um mehr als die Hälfte (51,7 Prozent) auf 47.079. Auf das Konto der Autovermieter gingen 19.157 Anmeldungen (plus 17,9 Prozent). Mit 15.251 Zulassungen agierten die Hersteller auf Vorjahresniveau.

Im Privatmarkt verringerten sich die Verluste laut Dataforce auf minus 16,3 Prozent oder 89.469 Fahrzeuge. Dies sei auf die auslaufende Umweltprämie in den letzten Monaten 2009 zurückzuführen, hieß es. Wie berichtet, kamen im Dezember 230.371 Pkw neu auf Deutschlands Straßen – 6,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Insgesamt schrumpfte der Automarkt im Jahr nach der Abwrackprämie um 23,4 Prozent auf 2.916.260 Einheiten.

Die Jahresbetrachtung der Segmente macht eine allmähliche Normalisierung der Marktstruktur deutlich. Im Relevanten Flottenmarkt wurden den Angaben zufolge 614.776 Fahrzeuge neu zugelassen, was einer Steigerung von 14,3 Prozent gegenüber 2009 entspricht. Somit wurde 2010 beim Verhältnis der gewerblichen zu den privaten Zulassungen der normale Vor-Umweltprämien-Stand von 57 zu 43 Prozent erreicht.

Flottenmarkt verfehlt 2008er-Niveau

Trotz des deutlichen Zuwachses der Neuzulassungen 2010 verfehlte der Flottenmarkt den Wert aus dem Normaljahr 2008 um 11,2 Prozent. Ungeachtet der gesamtwirtschaftlich positiven Aussichten werde auch 2011 noch nicht ganz dieses Niveau erzielt, prognostizierte Dataforce.

Anders sieht es bei den Privatkunden aus: An Endkunden gingen im zurückliegenden Jahr knapp 1,244 Millionen Neuwagen. Das bedeutet zwar fast eine Halbierung gegenüber dem überhöhten 2009er-Ergebnis, der Vergleich zu 2008 zeigt aber immerhin ein Plus von etwa 3.000 Einheiten.

Abgesehen von der privaten Nachfrage legten 2010 alle anderen Marktsegmente zu. Vor allem die Händler drehten mit 552.961 Anmeldungen kräftig an der Zulassungsschraube (plus 29,6 Prozent). Bei den Rentals gingen 288.159 Einheiten in die Jahresstatistik ein (plus 16,7 Prozent), beim Fahrzeugbau 216.394 (plus 3,7 Prozent). (rp)

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KOMMENTARE


Schröder Torsten

12.01.2011 - 08:44 Uhr

Bei den vielen Händlerneuzulassungen ist nun die Frage offen wieviel Zwangszulassungen aufgrund der Euro 5 Regelung für die im Händlernetz befindlichen Euro-Neuwagen (welche keine Ausnahmeregelung seitens der Hersteller bekommen haben) dabei waren....


K. Wempe

12.01.2011 - 10:43 Uhr

Trau keiner Statistik die du nicht selber gefälscht hast. Wie ärgerlich die "taktischen" Zulassungen auch immer sein mögen. Grundsätzlich spiegeln die Zulassungszahlen nicht den aktuellen Markt wieder. Mit unerhört hohen Nachlässen wird das Flottengeschäft forciert, gerade im Premiumbereich. Der Mitarbeiter der die Wahl hat greift natürlich gerne zum Audi, BMW oder Mercedes. Und der Privatmann kauft die gebrauchten Premiumfahrzeuge, die den "normalen" Marken dann fehlen. Liebe Autohaus Redaktion! Eure Hausaufgabe (nicht nur) für mich: Druckt doch mal eine Statistik die nur die rein privaten Käufe wiederspiegelt. Ich bin mir sicher, dass dort weniger die o. g. Fabrikate inkl. VW erscheinen, aber umso mehr OPEL, Ford und sogar Fiat und Renault weiter vorne zu finden sind. Denn eines hat die Motorpresse in Union mit den Herstellern geschafft, man braucht nur die Titelblätter anzuschauen. Sie haben den Premiumtrend erfunden und uns "Sterbliche" zu Spaltmaßfanatikern gemacht. Leute, die im Autohaus Service arbeiten wissen sicherlich was ich meine. Für die Zukunft wünsche ich mir mehr "back to the roots", so dass den Zulassungs-Kosmetikern ein bisschen Wind aus den Segeln genommen wird.


Karl Schuler

12.01.2011 - 12:19 Uhr

Das Statement des VDA vom 2. Dezember 2010: "Der Herstellerverband prognostiziert für 2011 3,1 Millionen Neuzulassungen in Deutschland und sieht die deutsche Autoindustrie bei Export und Inlandsproduktion im Aufwärtstrend."


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