Markt: MAN erwartet auch 2012 gute Wachstumschancen

13.10.2011 08:00 Uhr
Georg Pachta-Reyhofen
Laut MAN-Chef Georg Pachta-Reyhofen wird die Nachfrage auf den europäischen Kernmärkten hoch bleiben.
© Foto: Uwe Lein/ ddp

Laut Unternehmenschef Georg Pachta-Reyhofen wird die Nachfrage auf den europäischen Kernmärkten hoch bleiben. Auch bei Wartung und Service sieht er Wachstumspotenzial.

Der Lastwagenhersteller MAN rechnet sich auch für das nächste Jahr gute Wachstumschancen aus. Die Nachfrage auf den europäischen Kernmärkten werde hoch bleiben, sagte Unternehmenschef Georg Pachta-Reyhofen bei einer Präsentation anlässlich einer Investorenkonferenz am Mittwoch. Allerdings hatte der Konzern zuletzt wegen leicht rückläufiger Bestellzahlen einzelne Schichten in europäischen Werken abgesagt. Die größte Wachstumsdynamik für das Geschäft mit Lkw und Bussen erwartet MAN 2012 in Indien und Russland.

Auch bei Wartung und Service sieht Pachta-Reyhofen Wachstumspotenzial. Verstärkter Druck könnte dagegen von Umweltauflagen ausgehen sowie durch steigende Ausgaben über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs, zu denen unter anderem auch Spritkosten gerechnet werden. In Südamerika erwartet MAN im ersten Quartal zwar einen leichten Rückgang, langfristig sehen die Münchner auf dem Kontinent aber weiter große Wachstumschancen.

Das MAN-Management bekräftigte vor den Investoren zudem die Ziele für das laufende Jahr. Demnach soll der Konzernumsatz um 10 bis 15 Prozent steigen, ausgehend von 14,7 Milliarden Euro im Vorjahr. MAN will die Zahlen zum dritten Quartal am 2. November vorlegen. Die Lastwagenindustrie war im Zuge der vergangenen Wirtschaftskrise 2009 tief abgestürzt und befindet sich noch auf Erholungskurs. Größere Schwankungen bei Nachfrage und Produktion sind in der frühzyklischen Branche üblicher als etwa bei Pkw.

Das vergrößert in der Branche die Furcht, die Turbulenzen an den Finanzmärkten könnten auf die Realwirtschaft übergreifen. So berichtete die schwedische VW-Tochter Scania zu Wochenbeginn, dass die Kunden bei Neuanschaffungen zögerten. Daimler sieht dagegen noch keine Eintrübung. Die Werke seien ausgelastet. Zum geplanten engeren Zusammenrücken von MAN und Scania gab es keine weiteren Details. Nach Erteilung aller Genehmigungen wird VW knapp 60 Prozent an MAN halten. (dpa)

MEISTGELESEN


STELLENANGEBOTE


Assistenz der Aftersales-Leitung(m/w/d) - BMW & MINI

Oldenburg (Oldb);Westerstede;Wiefelstede;Wilhelmshaven;Jever

KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Auto News für die Automobilbranche: AUTOHAUS ist eine unabhängige Abo-Fachzeitschrift für die Automobilbranche und ein tagesaktuelles B2B-Online-Portal. AUTOHAUS bietet Auto News, Wirtschaftsnachrichten, Kommentare, Bilder und Videos zu Automodellen, Automarken und Autoherstellern, Automobilhandel und Werkstätten sowie Branchendienstleistern für die gesamte Automobilbranche. Neben den Auto News gibt es auch Interviews, Hintergrundberichte, Marktdaten und Zulassungszahlen, Analysen, Management-Informationen sowie Beiträge aus den Themenbereichen Steuern, Finanzen und Recht. AUTOHAUS bietet Auto News für die Automobilbranche.