Teilmärkte: Mehr Händlerzulassungen im November

10.12.2012 08:30 Uhr
Der Zulassungsdruck der Autohändler stieg im November.
© Foto: Imago/Sebastian Geisler

Im November gingen 51.090 neue Pkw auf das Konto der Autohändler – ein Zuwachs von drei Prozent. Die Privatkunden und die Fuhrparks hielten sich dagegen deutlich zurück.

Der Zulassungsdruck der Autohändler steigt weiter: Im November brachte der Teilmarkt "Fahrzeughandel" 51.090 neue Pkw auf die Straße – ein Zuwachs von drei Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Oktober waren es noch 49.036 Fahrzeuge. Die Eigenzulassungen der Autohersteller gingen dagegen leicht auf 26.946 Einheiten zurück (minus 0,6 Prozent). Das geht aus aktuellen Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) hervor.

Der Privatmarkt war im vorletzten Monat des Jahres wieder einmal rückläufig. Nach der Statistik gingen 93.846 Pkw-Neuzulassungen auf das Konto der Endverbraucher (minus 6,4 Prozent). Laut dem Datendienstleister Dataforce gilt selbiges für den relevanten Flottenmarkt: Im Vergleich mit dem November 2011 wurden 8,6 Prozent weniger Autos in deutschen Fuhrparks angemeldet. Insgesamt waren es 61.473 Fahrzeuge. Ein Plus steuerten indes die Autovermieter bei. 26.491 Rentals bedeuteten einen Zuwachs um 6,6 Prozent.

Wie berichtet, schrumpfte der deutsche Automarkt im November 2012 um 3,5 Prozent auf ein Gesamtvolumen von 259.846 Pkw. Der Anteil der gewerblichen Neuzulassungen war mit 63,9 Prozent recht hoch. (rp)

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KOMMENTARE

K.Pütter

10.12.2012 - 13:13 Uhr

Es ist schon erstaunlich,dass hierzu und zu den Beiträgen "Droge TZ" und "Taktische Zulassung - sehr bedenklich" keine Kommentare zu lesen sind.Die Arbeit der Aussendienstler kommt mir vor als wären es Drückerkollonnen. Die Händler werden geknebelt und mit Abnahmeprämien geködert, die sie aber an Kunden weitergeben müssen, da sonst keine Verkäufe getätigt werden können, von vernünftigen Margen ganz zu schweigen. Wäre es nicht besser, wenn die Hersteller vernünftige Preise vorgeben würden? Aber bei den teilweise "Pfeifen", die da das Sagen haben, kann man nichts anderes erwarten. Ich hatte das Glück noch im Aussendienst eines Importeurs tätig gewesen zu sein, wo das Credo des CEO lautete: wir müssen die Händler als unsere Kunden sehen und auch so behandeln.


Michael Kühn

10.12.2012 - 17:05 Uhr

@ K. Pütter, - den Vergleich mit Drückerkolonnen hatte ich auch schon angestellt. Es ist zwar einige Jahre her, wo ich diese These aufstellte, aber ich bin verblüfft, dass nicht mehr Herrschaften, diese Sichtweise teilten... Und Ihre Aussage: die Händler sind Kunden ist durchaus richtig, denn sie bezahlen für die gelieferte Ware, unabhängig vom echten Verkaufserfolg, von Partnerschaft zwischen Händler u. Hersteller kann ich seit langer Zeit nicht mehr sprechen. Bösartig formuliert: "Für die Hersteller sind die Händler nur ein -sicheres Grundrauschen. " (Würden die Hersteller z. B. neue Modelle usw. auf Kommission zur Verfügung stellen, u. die TZ-Einstandskostem selber tragen, hätten wir sicher eine ganz andere Zulassungsstatistik...


Ralf Reichenbach

10.12.2012 - 19:35 Uhr

Eines ist sicher: Auch der Laie weiß jeden Monat haargenau, welches Modell den allerersten Platz der Zulassungsstatistik belegt: "Das Nichtverkaufte"


heinz reitzel

11.12.2012 - 07:47 Uhr

Die Aussagen des Herrn Pütter treffen Haargenau zu .Die "Pfeifen" der Ausdruck ist noch schmeichelnd .Auch die Importeure sind nicht besser .Die Händler wurde alle erpresst .Aber wie das Leben so spielt sieht man sich immer zweimal .


Karl Adam

11.12.2012 - 11:21 Uhr

Auch sicherlich lukratives Geschäft für Behörden und Ämter, denn die verdienen im Grunde ja an jeder Zulassung doppelt, einmal bei Erstzulassung, dann bei Umschreibung auf Endhalter...Nicht zu Verachten mittlerweile die Kosten für den logistischen Aufwand und Material (Kennzeichen), sowie die anteilig anfallende KFZ Steuer...Und in den Köpfen der Kunden etabliert sich eine neue Erwartungshaltung:"Haben Sie den auch mit Tageszulassung?"


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