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Conti-Betriebsrat: Antriebs-Abspaltung nicht zulasten der Belegschaft

Die Abspaltung der Antriebssparte bei Continental dürfe nicht zum Verlust von Arbeitsplätzen führen, mahnt der Konzernbetriebsrat.
© Foto: Continental

Die Umbaupläne des Technologieunternehmens umfassen auch die Abspaltung der Antriebssparte. Dabei dürfe es nicht zum Verlust von Arbeitsplätzen kommen, mahnte der Konzernbetriebsrat.


Datum:
10.03.2020
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Der Betriebsrat von Continental hat Management und Aufsichtsrat davor gewarnt, die Abspaltung der Antriebssparte zulasten der Belegschaft durchzudrücken. "Als Folge des Spin-off darf es nicht zum Verlust von Arbeitsplätzen kommen", heißt es in einem Brief von Konzernbetriebsratschef Hasan Allak und dessen Stellvertreter Lorenz Pfau vom Dienstag, der der dpa vorliegt.

Darin schreiben die beiden obersten Mitarbeitervertreter weiter, dass nach der geplanten Ausgliederung des Geschäftsbereichs in das neue Unternehmen Vitesco Technologies zudem die finanzielle Basis von Conti wie auch von Vitesco "tragfähig und belastbar" sein müsse. An Vorstand und Kontrolleure gerichtet forderten die Betriebsräte: "Sichern Sie Beschäftigung und Zukunftsfähigkeit beider Unternehmen!"

Es sei wichtig, nun Vertrauen zu schaffen. Dann könne der Umbau von Continental und der Aufbau von Vitesco gelingen. Der Zulieferkonzern aus Hannover verbuchte 2019 unterm Strich einen Milliardenverlust und stellt sich angesichts des Umbruchs in der Autobranche derzeit in Richtung Sensorik, Elektronik sowie Software auf. Dabei könnte es neben der Schaffung neuer Jobs auch zu einem Personalabbau in klassischen Bereichen wie Hydraulik und Verbrenner-Technik kommen.

Betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen

Gewerkschafter sehen Umfang und Tempo des Umbaus kritisch - vor allem, weil bereits auch einige Werkschließungen angekündigt wurden. Betriebsratschef Allak verlangt, dass mögliche betriebsbedingte Kündigungen kein Thema sind. Vorstandschef Elmar Degenhart will diese vermeiden, aber "im Extremfall" bisher auch nicht ausschließen, falls Maßnahmen wie Weiterbildung oder Vermittlung in alternative Jobs ohne Erfolg sind.

Eine Analyse der Umbaupläne durch eine Beratungsfirma habe gezeigt, dass es Folgen für "Personalstrukturen und Beschäftigung" bei Conti und Vitesco geben werde, schreiben Allak und Pfau. Außerdem werde Continental "finanziell zusätzliche Lasten tragen", zu denen es beim zunächst angepeilten Teilbörsengang von Vitesco nicht gekommen wäre. (dpa)

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