Die Pläne der EU-Kommission und nationaler Regierungen zur Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes von Autos würden zu hohen Kostensteigerungen für deutsche Premium-Hersteller führen. Dies ist das Ergebnis einer Analyse des Center Automotive Research (CAR) in Gelsenkirchen. Kämen die EU-Auflagen inklusive Strafsteuer sowie nationale Steuern wie in Frankreich zum Tragen, müssten BMW, Audi, Mercedes und Porsche mit Preiserhöhungen von 4.000 Euro im Schnitt kalkulieren. "Deutsche Premium-Hersteller werden durch dieses neue Doppelt-Besteuerungssystem gezwungen sein, sehr intensiv in Klein- und Kompaktfahrzeuge, die deutlich weniger profitabel sind, zu investieren", heißt es in der Studie. Dies werde die Gewinne schmälern. Da das Europageschäft bis zu zwei Drittel ausmache, werde die Umsatzrendite der deutschen Autobauer im Schnitt um mindestens ein Prozent nach unten gehen. Die Bundesregierung hat bereits angekündigt, gegen die geplante französische Strafsteuer für Fahrzeuge mit hohem Kohlendioxid-Ausstoß vorgehen zu wollen. (dpa)
Studie: CO2-Abgaben verteuern deutsche Premiummodelle
EU-Auflagen und nationale Strafsteuern belasten Umsatzrendite der Autobauer um mindestens ein Prozentpunkt