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Kommentare () Kommentare (0) 10.01.2019

Brexit-Sorgen

Rolls-Royce zieht Produktionspause vor

Brexit-Sorgen
Rolls-Royce zieht Produktionspause vor
Als Reaktion auf den bevorstehenden Brexit schließt das Rolls-Royce-Werk in Goodwood bereits in den ersten beiden Aprilwochen.
© Foto: Rolls-Royce
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Der britische Luxusauto-Hersteller wird seine jährliche Produktionspause früher als geplant einlegen, um auf einen chaotischen Brexit vorbereitet zu sein.

Rolls Royce wappnet sich für einen chaotischen Brexit und zieht seine jährliche Produktionspause vor. Das Werk in Goodwood in der Grafschaft West Sussex schließe statt normalerweise im Sommer dieses Jahr in den ersten beiden Aprilwochen, erklärte Rolls-Royce-Chef Torsten Müller-Ötvös nach Angaben der britischen Nachrichtenagentur PA am Donnerstag. Auch die "Wirtschaftswoche" hatte darüber berichtet.

Für den 29. März ist Großbritanniens Austritt aus der EU geplant. Kommt vorher kein ordnendes Abkommen zustande, fürchten Unternehmen Chaos auf den Märkten und in der Folge wirtschaftliche Schäden.

Müller-Ötvös rief die Regierung in London auf, einen "harten" Brexit zu verhindern: Jede Störung in der Logistik würde sich auf die Produktion auswirken. Die Produktionspause direkt im Brexit-Anschluss gebe den Herstellern die Chance, auf die Folgen des möglicherweise holprigen Austritts reagieren zu können, so Müller-Ötvös. Des weiteren rüste sich das Unternehmen mit erweiterter Lagerfläche, IT-Investitionen und aufgestockten Ersatzteil-Vorräten für alle Eventualitäten. Müller-Ötvös schloss gleichsam aus, dass Rolls-Royce auswandert: "Wir sind Großbritannien verpflichtet. Rolls-Royce ist Teil dessen, was ich als 'Kronjuwelen' der britischen Industrie bezeichnen würde."

Rolls-Royce ist eine BMW-Tochter - der Münchner Autobauer hat früheren Angaben zufolge rund 8.000 Beschäftigte im Vereinigten Königreich. Die Luxusmarke Rolls-Royce, die 2018 eine neue Version ihres Spitzenmodells "Phantom" auf den Markt brachte, hat am Donnerstag einen Anstieg von 22 Prozent beim Verkauf im Vergleich zum Vorjahr vermeldet. Größter Markt für die Fahrzeuge bleiben die USA. (dpa)

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