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Neue Studie: Digitale Defizite im Autohandel

Neue Studie
Digitale Defizite im Autohandel
Bei der Studienpräsentation auf der IAA (v.l.n.r.): Dirk Helmold, Hartmut Abeln (beide TÜV Nord), Dr. Benedikt Maier (IfA) und Ralph M. Meunzel (AUTOHAUS)
© Foto: Juliane Schleicher/AUTOHAUS

Eine gemeinsame Studie von AUTOHAUS, TÜV Nord und dem Institut für Automobilwirtschaft will Kfz-Betrieben konkrete Hilfestellung bei der Digitalisierung im Handel und Service bieten.

Deutsche Autohändler haben erheblichen Nachholdbedarf bei der digitalen Reife. Das geht aus einer gemeinsamen Studie von TÜV Nord, AUTOHAUS und dem Institut für Automobilwirtschaft (IfA) hervor, die am Freitag auf der Automesse IAA vorgestellt. "Die Kunden fordern mehr digitale Medien ein als der Automobilhandel aktuell anbietet. Diese Situation gilt für die Sales- und Aftersales-Bereiche gleichermaßen", sagte Studienautor Dr. Benedikt Maier in Frankfurt.

Nach Ansicht des Branchenexperten ist es aber nicht zielführend, wenn sich die Betriebe ihr Heil in einem überstürzten und unkoordinierten Aufbau jeglicher Online-Präsenzen suchen. "Vielmehr gilt es, das Online-Angebot strukturiert und systemisch sowie an Nutzenkalkülen der Angebots- und Nachfrageseite entlang auszubauen."

Mit Hilfe des "Online Media Strategy Checks" liefert die vorliegende Studie gleich ein Orientierungstool zum strukturierten Auf- und Ausbau der digitalen Kundenkontaktpunkte mit. Der modellierte Entscheidungsbaum berücksichtigt dabei relevante Aspekte wie die Intensität der Kundennachfrage, die Komplexität des Aufbaus und der Pflege sowie den Einfluss auf die Kaufentscheidung. Ebenso fließt die Verbreitung einzelner Bausteine in der Branche – und somit auch deren Differenzierungspotenzial – in die Strukturen der gebildeten Gruppen ein.

Die Digitalstudie von TÜV Nord und AUTOHAUS erscheint zum dritten Mal.
© Foto: Juliane Schleicher/AUTOHAUS

Performance-Test inklusive

Der innerhalb des Strategy Checks enthaltene Performance Test ist je eingesetztem Medium zu durchlaufen. Er soll dazu beitragen, eine hohe Qualität der angebotenen digitalen Medien abzusichern.

"Die Front derjenigen, die nur im Autohaus kaufen, bröckelt", betonte Hartmut Abeln, Vorsitzender der Geschäftsführung von TÜV Nord Mobilität, im Rahmen der Studienpräsentation. Der Kunde sei zunehmend im Netz zu finden. "Die Menschen sind in ihrem Konsumverhalten auch durch das Internet bequemer geworden. Klar ist, das wird das Autohaus nicht obsolet machen. Damit steigen aber die Anforderungen", so Abeln weiter.

AUTOHAUS-Chefredakteur Ralph M. Meunzel erklärte: "Der Vertrieb der Zukunft läuft über verschiedene Kanäle, und man ist als Kfz-Unternehmer gut beraten, möglichst viele zu bespielen." In der dritten Auflage der Digitalisierungsstudie stelle man die Bedürfnisse der Käufer in den Mittelpunkt. Dazu wurden über 1.000 Kundinnen und Kunden zu ihren Präferenzen beim Neu- und Gebrauchtwagenkauf und im Aftersales befragt. Meunzel: "Auf Basis der umfangreichen Angaben wurden Perspektiven entwickelt und werden Handlungsempfehlungen für die Digitalisierung in Vertrieb und Service gegeben."

Die Studie "Digitalisierung an der Kundenschnittstelle im Automobilhandel und Service – Was Kunden fordern und was Händler bieten" von TÜV Nord, AUTOHAUS und dem IfA ist in Kürze für 49 Euro (zzgl. MwSt. und Versandkosten) im Springer Automotive Shop bestellbar (Bestellnummer 225024). Weitere Informationen erhalten Interessenten unter Tel. 089/20 30 43-1500. (AH)

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