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Führungswechsel: Opel bekommt neuen Chef

Führungswechsel
Opel bekommt neuen Chef
Karl-Friedrich Stracke
Mit Karl-Friedrich Stracke rückt ein Technikexperte an die Opel-Spitze.
© Foto: Opel

Nick Reilly macht an der Spitze des Rüsselsheimer Autobauers überraschend Platz für Karl-Friedrich Stracke und wechselt in den Aufsichtsrat. Der Brite soll auch GM Europe weiter führen.

Überraschender Führungswechsel bei Opel: Der bisherige Chefentwickler der Opel-Mutter General Motors (GM), Karl-Friedrich Stracke, wird zum 1. April Vorstandsvorsitzender der Adam Opel AG. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag in Rüsselsheim mit. Der Nordhesse löst damit mitten in der tiefgreifenden Opel-Sanierung den Briten Nick Reilly ab, der an die Spitze des Opel-Aufsichtsrates wechseln soll.

Reilly (61) wird gleichzeitig weiter das GM-Europageschäft mit den Marken Opel/Vauxhall, Chevrolet und Cadillac leiten. Damit hat Opel praktisch wieder eine Art Doppelspitze. Stracke (54) muss an den neuen Chefaufseher Reilly berichten – und ist zum Erfolg verdammt. Denn Opel muss endlich zurück in die Gewinnzone. Das Management in Detroit hat das mehrfach klar eingefordert: Während der US-Autokonzern wieder Milliarden verdient, steckt die deutsche Tochter in den roten Zahlen fest.

Die Personalrochade wurde von GM-Chef Dan Akerson beschlossen. Er begründete den Schritt am Donnerstag so: "Der europäische Markt und unser Geschäft in Europa sind äußerst wichtig für GM. Diese Personalentscheidung bringt uns die beste Führungsmannschaft in einer Zeit, in der das Unternehmen auf Wachstum und Profitabilität ausgerichtet ist." Der Aufsichtsrat muss dem Wechsel noch zustimmen. Der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Walter Borst soll dem Gremium weiter angehören.

Das Führungskonstrukt erinnert an frühere Zeiten, als GM eine Europazentrale in der Schweiz hatte und Opel nur eine Marke von GM Europe (GME) war. Damals war der heutige Tata-Manager Carl-Peter Forster GM-Europa-Chef und saß dem Opel-Aufsichtsrat vor – so wie nun Reilly. Der Brite versprach aber in einer kurzfristig einberufenen Telefonkonferenz: "Ich habe nicht vor, zur alten bürokratischen Struktur von GME zurückzukehren." Zudem war Opel damals nicht mehr als eine deutsche Marke im Konzernverbund. Heute ist das Unternehmen eine Aktiengesellschaft, zu der sämtliche Produktionsstätten in Europa gehören.

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