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Rückversicherer: Munich Re steigert Gewinn 2009

Rückversicherer
Munich Re steigert Gewinn 2009
Nikolaus von Bomhard
© Foto: Munich Re

Im Vergleich zum Vorjahr steigerte die Munich Re ihren Gewinn um fast zwei Drittel. Das Gesamtergebnis der Gruppe für 2009 liegt bei 2,56 Milliarden Euro. Für 2010 erwartet der weltgrößte Rückversicherer erneut einen Gewinn von mehr als zwei Milliarden Euro.

Die Munich Re verdiente im vergangenen Jahr 2,56 Milliarden Euro (2008: 1,58 Milliarden Euro). "Wir haben das Geschäftsjahr 2009 erfolgreich abgeschlossen. Trotz des schwierigen Umfelds haben wir unser langfristiges Renditeziel erreicht", sagte Vorstandsvorsitzender Nikolaus von Bomhard bei der Vorlage der Bilanz am Mittwoch. Für 2010 erwartet die Gruppe einen Gewinn von mehr als zwei Milliarden Euro. Man gehe davon aus, dass dieses Ziel trotz Belastungen aus dem Erdbeben in Chile und dem Sturm "Xynthia" erreichbar sei. Positive Entwicklung bei der Erstversicherung Das operative Ergebnis der Erstversicherung (u. a. Ergo) habe für 2009 insgesamt 926 Millionen Euro betragen, davon seien 417 Millionen Euro auf das vierte Quartal entfallen. Die Schaden-Kosten-Quote im Segment Schaden- und Unfallversicherung lag im vergangenen Jahr bei 93 Prozent. Die gesamten Beitragseinnahmen über alle Sparten hätten ein Plus von 5,3 Prozent betragen. In der Schaden- und Unfallversicherung (inkl. Rechtsschutz) wuchsen die Beiträge um 1 Prozent auf 5,2 (5,1) Milliarden Euro. Auch in den Segmenten Gesundheit und der Lebensversicherung hätten die Beitragseinnahmen deutlich zugenommen. Besseres Rundum-Angebot für Kunden Der Erstversicherer Ergo habe in Deutschland seine Markenstrategie neu ausgerichtet, um noch stärker auf die Bedürfnisse ihrer Kunden einzugehen. Zudem konzentrierte man die Marketingaktivitäten auf wenige Marken. Dringender Handlungsbedarf hatte sich aufgrund der Insolvenz von Arcandor mit Karstadt und Quelle für die Marke KarstadtQuelle Versicherungen ergeben. In Zukunft werden Lebens- sowie Schaden- und Unfallversicherungen auch in Deutschland unter der Marke Ergo angeboten. Die KarstadtQuelle Versicherungen wurden bereits in Ergo Direkt Versicherungen umbenannt. "Für unsere Erstversicherungsgruppe ist dabei die Einführung der Marke Ergo im deutschen Markt die größte Herausforderung und Chance", hob von Bomhard hervor. "Mit der geänderten Markenstrategie schlagen wir ein neues Kapitel in der Geschichte der Ergo auf", betonte auch Ergo-Vorstandsvorsitzender Torsten Oletzky. Anfang 2010 bereits mit schweren Schadenereignissen Die Schaden-Kosten-Quote für 2009 liegt laut der Jahresbilanz bei 95,3 Prozent. Für dieses Jahr rechnet Munich Re in der Schaden- und Unfallrückversicherung mit einer Schaden-Kosten-Quote von rund 97 Prozent. Da es schon Ende Februar 2010 mit dem Erdbeben in Chile und dem Europa-Sturm "Xynthia" sehr schwere Schadenereignisse gegeben habe, werde das Ziel zu erreichen sein, wenn die Großschäden im weiteren Jahresverlauf unter den Erwartungen blieben. Das schwere Erdbeben vor der Küste Chiles vom 27. Februar und der Wintersturm "Xynthia" in Westeuropa bedeuten nach ersten vorläufigen Schätzungen für die Gruppe Munich Re eine Bruttoschadenbelastung von rund 500 Millionen Euro, bis zu 100 Millionen Euro entfallen dabei auf "Xynthia" (wir berichteten). (sn)