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27.05.2016 | 3.140 Aufrufe
Mitgliederversammlungm des BRV
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Messe REIFEN in Essen
© Foto: Prof. Hannes Brachat
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Die Reifen-Messe Köln 2018
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Die Reifen-Messe Frankfurt 2018
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Peter Hülzer bei seinem Rechenschaftsbericht. Hier mit dem kompletten BRV-Vorstand: Rolf Körbler (2.v.r), H. Helm, Nikolaus Ehrler, Marc Johann, Hans-Jürgen Drechsler, Markus Tiemann, Norbert Lange, Goran Zubanovic, Hermann Lorenz und Roland Richter. Hülzer zum Geschäftsverlauf 2015: "Besser als befürchtet. Wir brauchen zwischen Produzent und Distributeur einen permanenten Dialog. Dem steht seit einiger Zeit eine Begrifflichkeit entgegen, die sich Compliance nennt."
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Stückzahlentwicklung im Reifengeschäft
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Das Reifenjahr 2015 in Zahlen
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Ein Blick in die Mitgliederversammlung
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Wolfgang Thomale, Leiter Marketing und Vertrieb Continental. Thomale: "Es sind heute viele Stellschrauben, an denen zu drehen ist. Ich wünschte mir mehr Zeit für Strategie, um die Anforderungen an den Handels- und Service-Betrieb nach vorne zu bringen. Ich wünschte mir mehr Personalentwicklung, um die Produktkomplexität bewältigen zu können." Ob allerdings Thomales Aussage zutrifft: "Der Markt regelt die Entwicklung der Distributionskanäle", muss man in Frage stellen. Man denke an die Wirkweise der 450 Vergölstpartner, sprich werkseigenen Conti-Niederlassungen oder über das Preisgebaren im Internetvertrieb der Reifen. Dort werden Reifen zu Preisen offeriert, die unterhalb der Einkaufspreise der Reifenhändler liegt. Ob man das einfach den Markt regeln lässt? Oder anders, wer sind die Personen, die hier die Stellschrauben bedienen?
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Andreas Penkert, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb Pirelli. Pirelli ist seit 2015 eine Tochter von Chem China. Penkert: "Wir setzen auf homologisierte Reifen, als Wertversprechen. Wir sind aber offensichtlich nicht in der Lage, die Wertigkeit unseres Produktes dem Kunden rüberzubringen. Der Reifen wird gerade in Zukunft eine ganz gewichtige Rolle in Fragen rund um CO2 spielen. Auch beim autonomen Fahren. Die Preislandschaft im Reifengeschäft hat inzwischen Börsencharakter." Penkert erläuterte auch das Programm von Driver Fleet Solution sowie das Pirellinetzwerk Driver 360-Grad-Retail-Konzept.
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Jürgen Titz, Group Managing Director und Vorsitzender der Geschäftsführung von Goodyear-Dunlop. Goodyear ist seit Januar 2016 Platinpartner von Bayern München. Titz: "Die CO2-Reduktion begünstigt rollwiderstandsoptimierte Reifen. Es wird einerseits die Konzentration zunehmen. Es werden sich aber außerdem neue Marktteilnehmer im Markt etablieren. Wir setzen auf eine qualitativ hochwertige Vermarktung in gelebter Partnerschaft."
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Anish Taneja, Direktor Vertrieb, Michelin. Taneja: "Erfolgreich sind strategische Partnerschaften. Wir sollten nicht schauen, was in fünf Jahren ist. Jetzt muss der Handel funktionieren. Der Kunde hat kein Vertrauen in unsere Betriebe. Das strategische Umdenken setzt Ehrlichkeit und Vertrauen voraus. Wir müssen uns wirklich auf den Kunden fokussieren und fragen, warum kommt der Endverbraucher zu uns? Und dazu gehört, dass wir die Werte unserer Leistung in den Fokus stellen. Der Reifenhandel ist unser wichtigster Distributionskanal und wir wollen mit einem qualifizierten Handel zusammenarbeiten. Suchen sie den direkten Dialog mit uns, mit mir."
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In der Moderation mit den eben vorgestellten Hersteller-Vertretern nahm AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat die Fragen aus dem Plenum entgegen. Dabei spielte das Thema Compliance an die Adresse von Michelin eine besondere Rolle. Brachats Anmerkung, wonach die überzogene Wahrnehmung der Compliance den Verdacht nähre, dass die Hersteller hier gezielte Mauern aufbauten, um sich nicht transparent äußern zu müssen, wurde von Anish Taneja abgewiesen. Eine weitere Frage widmete sich Euromaster, der Tochter von Michelin, sprich den eigenen Niederlassungen, die 2014 25 Millionen Euro Verlust schrieben. Taneja bestand hier auf einer compliancemäßigen Abgrenzung, nachdem diese Betriebseinheiten völlig getrennt sind und nichts miteinander zu tun haben. Brachat: "Die Erfahrung in der Automobilbranche ist allerdings eine andere. Und es muss seine Gründe haben, weshalb Mercedes-Benz sich von werkseigenen Niederlassungen trennt."
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Prof. Bernd Raffelhüschen sprach über die Themen "Flüchtlingskrise, Demografie, soziale Sicherung". Raffelhüschen erläuterte dabei die Überalterung der Gesellschaft und meinte: "Sie hier im Raume, sie bleiben alle fünf Jahre länger. Und sie alle wollen länger bleiben, aber die anderen sollen das bezahlen. Drei von vier von ihnen werden ein Pflegefall. Man nennt das den Hestereffekt. (...) Wir waren in Deutschland schon immer ein Einwanderungsland. Im Schnitt 200.000 Menschen pro Jahr. Alte haben wir allerdings genug. Wir brauchen junge. Der Durchschnittszuwanderer ist 30 Jahre alt. Im vergangenen Jahr ist die Zuwanderung völlig unkontrolliert verlaufen. Und diese Art der Zuwanderung war Armutszuwanderung. Diese Menschen kommen auch deswegen. Jeder von ihnen kostet etwa 400.000 bis 450.000 Euro." Abschließend gab Raffelhüschen hinsichtlich der privaten Altersvorsorge eine spezielle Empfehlung: Lege nicht alle Eier in einen Korb!
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Neofitos Arathymos, Geschäftsführer Technik beim ZDK referierte sehr anschaulich über das Thema: "Wer bekommt Zugriff auf das Auto?"
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Gerd Heinemann Geschäftsführer der BBE Köln stellte in einem Workshop die BRV/BBE Task Force vor. Der BRV unterstützt seine Mitglieder mit einem Geschäftsmodell, wie der einzelne Betrieb sich strategisch für die Zukunft ausrichten kann. Dies geschieht im Zusammenwirken mit der BBE. Dort werden konzeptionelle Schritte erarbeitet, von Mobile Fitting, Außendienstwirkung via Gewerbekunden, temporäre Stores, Konzentration auf Pkw- oder Lkw-Reifen, Wandlungen im Reifenhotel und weiteren Optionen. In all den Überlegungen spielen die Wandlungen im Reifengeschäft selbst. Ganzjahresreifen – eine besondere Rolle.
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Es gibt für einen Journalisten die wunderbare Situation von Schnappschüssen. Da sitzt er nun. Der Mann, Peter Hülzer, geschäftsführender Vorsitzender des BRV kurz vor Beginn der Mitgliederversammlung. Er hat mit seinem Team eine inhaltsschwere Mitgliederversammlung vorbereitet. Seine Rede, sprich sein Bericht, eine Perle an Tiefgang und diese sprachlich wie inhaltlich rhetorisch einmalig aufbereitet. Man fühlt sich bei der Veranstaltung an den biblischen Kampf von David gegen Goliath erinnert. Nun heißt er Peter und nicht David. Aber Petrus war biblisch von noch gewichtigerer Dimension. Er darf sich freuen. Auch in dieser einsamen Pose, am Schaltpult der Versammlung. Es ist ihm einmal mehr eine runde Veranstaltung gelungen. Möge er noch lange den "verbandspolitischen Karren" im Interesse der Branche ziehen!
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