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HB ohne Filter vom 30. Januar 2015

Prof. Hannes Brachat
AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat
© Foto: AUTOHAUS

Die Themen: Eigene Autohaus-App, Autonom-gläserne Autowelt, Elektronische Preisauszeichnung, US-Gebrauchtwagenbörse Carvana.com

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Heute: Die eigene Autohaus-App, Vom Lenkrad befreit – die autonom-gläserne Autowelt, Die letzten 30 Meter sind gelöst: Elektronische Preisauszeichnung, Carvana.com – ein Regelbrecher im Gebrauchtwagengeschäft.

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Die eigene Autohaus-App

App steht für "application" und bedeutet für die virtuelle Welt eine Anwendung, die auf Smartphones oder Tablet-PCs genutzt werden kann. Über 20 Automobilhersteller bieten eigene Apps an. Deren Inhalt: Konfiguratoren, edle Magazine, Traumwagen suchen, Gebrauchtwagensuche, Parkplatzassistent u.a. Mercedes-Benz und Volkswagen haben eigene Service-Apps. Bei MB sind darauf folgende Rubriken zu finden: Praktische Helfer (Unterwegs, Rund ums Fahrzeug, Händlersuche), Hilfe im Schadenfall, Servicetermin, Probefahrt. Der Kunde kann dazu seine Daten eingeben, Versicherung u.a. Optisch und im Bedienungskomfort sind die Service-Apps von Mercedes und Volkswagen sehr ansprechend gemacht. 

Sinnvolle Informationsfelder für eine Autohaus-App wären:

  • Unfall und Pannenservice
  • Serviceterminvereinbarung
  • Mietwagen bestellen
  • Fahrzeugsuche (Neu- und Gebrauchtwagen)
  • Informationen zum Leistungsangebot
  • Öl-, Reifen- und Räderhilfe
  • Teile- und Zubehörangebot
  • Rufnummer zum sofortigen Händleranruf
  • Clever Repair
  • 24-Stunden-Notruf
  • Parkassistent
  • Bußgeldrechner
  • Händlersuche
  • Konfigurator
  • Connected Drive
  • Versicherungsdaten

Die Fahrzeugvernetzung wird kommen. Damit wird diese virtuelle Informationswelt selbstverständlich werden. Nur, es kann und sollte nicht jeder Händler hier selbständig in die Entwicklung einsteigen. Das ist, wenn man es professionell machen möchte viel zu aufwendig. Warum wird seitens der Hersteller/Importeure kein markenkonformes Grundmuster vorgelegt, das die einzelnen Händler dann mit eigenen Informationen individualisiert erstellen können? Das sollte der virtuelle Lösungsweg sein. Gute Apps zeigen Beispiel das Autohaus Wolfsburg, VW Rinderknecht oder BMW Kathan.

© Foto: Hersteller

Apps diverser Automobilhersteller

Vom Lenkrad befreit – die autonom-gläserne Autowelt

Da kündigt Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, ein Bayer, CSU-ler, die A 9 Hof - München als Teststrecke für das selbstfahrende Auto an. Prompt zieht gleich Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Nils Schmid, ein SPD-ler mit der A 81 Stuttgart-Bodensee nach. Hier Audi und BMW, dort Daimler, Porsche, Bosch & Co. Audi-Chef Stadler jubelt schon über das Endergebnis: "Tested on German Autobahn". Die erste Pionierfahrt, es sei klargestellt, in autonomer Fahrart legte Daimler-Chef Dieter Zetsche im August 2013 mit der S-Klasse "Intelligent Drive" auf der über 100-Kilometer-Strecke von Mannheim nach Pforzheim vor. Als Überland- und Stadtverkehrsweg – ohne Autobahn –, so wie 1888 Bertha Benz mit dem ersten Motorwagen unterwegs war. Ohne Frage wird der Verkehr über das autonome Fahren sicherer und umweltfreundlicher. Verkehrsströme lassen sich so besser steuern. Der digitale Verkehr wird aber nicht unfallfrei verlaufen. Welche Software stürzt nicht mal ab oder zeigt nicht auch einmal einen Fehler.

Unabhängig davon: Wir haben in Deutschland aktuell 43,8 Millionen Pkw ohne autonome Steuerung auf der Straße. Wer hat nun beim autonomen Fahren den Unfall zu verantworten? Die Automobilhersteller werden das Risiko den Versicherern zuschieben. Diese werden auf den Unfalldatenspeicher zurückgreifen, um nachzuweisen, ob ein Produktfehler vorliegt. Die Verkehrsrichter werden goldene Zeiten erleben. Und die Datenschützer werden hörbar aufschreien. Das Ganze wird allerdings noch einige Zeit dauern. Wird die Zahl der autonomen Fahrzeuge, die selbständig durch die Gegend fahren, zunehmen, wird mancher auf ein eigenes Fahrzeug verzichten. Es wird weniger Fahrzeugbesitzer geben. Die "Autonomen" werden dann jeweils dort eingesetzt, wo Bedarf besteht. Die Daten, die hinter allem stecken, kommen einer Totalüberwachung gleich. Wer aber diese heute schon ausschließen möchte, sollte dringlich sein Handy zu Hause lassen!

Die letzten 30 Meter sind gelöst! Elektronische Preisauszeichnung

Heute startete die AUTOHAUS akademie (www.autohaus.de/akademie) zum 23. Mal die AUTOHAUS-Perspektiven. Erster Veranstaltungsort 2015: Hamburg. Das Forum findet in Folge in zehn weiteren Städten statt. Absoluter Renner dabei ist das elektronische Preisschild. Stefan Rockenschaub, selbst Verkaufsleiter in einem Autohaus, hat den "AutoPreisManager" erfunden und stellt ihn auf den Perspektiven praktisch vor. Softwaresysteme, die die Gebrauchtwagendaten in ein Preisauszeichnungsschild umwandeln und ausdrucken, sind heute Standard. Die letzten 30 Meter aber zum Auto, um das Preisauszeichnungsschild aufzuhängen, diese sind bislang nur "per pedes" zu bewältigen.

Mit dem elektronischen Preisschild können über Funk jegliche Preisänderungen innerhalb von Sekunden vorgenommen werden. So sind Preisanpassungen nach oben wie nach unten flexibel möglich. AutoPreisManager kombiniert beispielsweise im eigenen Autohaus die elektronische Preisauszeichnung mit der Prospektbox von Rohr-Optimierung. Die herausnehmbaren Flyer aus formstabilen Karton bieten als Werbeträger einen hohen Erinnerungswert an das Autohaus. Der Flyer kann an Freunde und Bekannte weitergereicht werden kann. Andere Formen sind gleichermaßen flexibel gestaltbar. Weitere Details unter www.AutoPreisManager.com oder auf den AUTOHAUS-Perspektiven. Das Forum für Praxis-Impulse für den Alltag im Autohaus! 

© Foto: Prof. Hannes Brachat

Elektronisches Preis-Management, Ausstellungsstand auf den AUTOHAUS Perspektiven

© Foto: Prof. Hannes Brachat

Carvana – Regelbrecher im Gebrauchtwagengeschäft

Im Rahmen von AUTOHAUS-Perspektiven 2015 stellt Jörg von Steinäcker, Vorstand des Berater-Netzwerks InnovationPoint, einige Innovationen und deren Auswirkungen auf das Automobilgewerbe dar. Dazu gehört z.B. die amerikanische Gebrauchtwagenbörse www.carvana.com. Virtueller Gebrauchtwagenvertrieb. Physisch sind die Fahrzeuge bei carvana nicht vorhanden. Die einzelnen Gebrauchtwagen erfahren ausschließlich eine auffällige Präsentation im Netz. Ein perfekter Internetauftritt ist selbstredend. Die Beratung erfolgt ausschließlich online oder telefonisch. Der Käufer kann sein Fahrzeug im "Garagenautomaten" abholen oder erhält das Fahrzeug vor seine Haustür geliefert. Der Kunde kann damit siebe Tage Probe fahren und erhält sogar eine kostenlose Rückgabegarantie. Nachstehende Abbildung zeigt die Werbung, wie der Kunde 2.000 Dollar gegenüber einem Händlerkauf sparen kann. Das Beispiel carvana zeigt: Wir werden im Vertrieb weitere Absatzkanäle virtueller Art bekommen.

© Foto: Carvana.com

Spruch der Woche:

"Kurz vor dem Ziel sind die Hürden am höchsten." (Norbert Stoffel)

Mit meinen besten Grüßen und Wünschen

Ihr

Prof. Hannes Brachat
Herausgeber AUTOHAUS
www.brachat.de

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KOMMENTARE


Anderson

02.02.2015 - 11:46 Uhr

Zu Ihrem Kommentar "Vom Lenkrad befreit – die autonom-gläserne Autowelt":Ich glaube nicht, dass die Hersteller die Daten dem Versicherer "zuschieben", ganz im Gegenteil - es wird ein harter Kampf um Daten. Sollte der Versicherer nämlich feststellen, dass ein Produktfehler oder ein sonstiges Versäumnis des Herstellers vorliegt, hat der Hersteller ein echtes Problem. Weiterhin hat der Hersteller Interesse daran, die Daten exklusiv zu bekommen, um z. B. Reparaturaufträge, Mobilitätslösungen, Anschlussgeschäft ins "eigene Netz" zu schleusen.


Anderson

02.02.2015 - 11:58 Uhr

Die letzten 30 Meter sind gelöst! Das wurde auch Zeit: Endlich muss der Verkäufer nicht mehr für jeden Kunden sichtbar im Verkaufsraum oder, noch schlimmer, direkt am Fahrzeug den Preis ändern. Wenn die Interessenten doch wenigstens ab und Zu abstauben (alternativ im Winter den Schnee von den Autos draußen entfernen) würden, wäre die Erde ein besserer Ort!


Derek Finke

03.02.2015 - 13:14 Uhr

Ich denke, eine Autohaus-App macht nur dann Sinn, wenn diese dem geneigten Kunden einen Mehrwert gegenüber anderen Medien schafft. Das kann Komfort sein oder Zeitgewinn. Von Betzemeier abgesehen erfüllt wohl kaum eine App diese Kriterien, da es sich in aller Regel um proprietäre Angebote handelt, die nicht oder nur sehr eingeschränkt mit anderen Systemen kommunizieren. Wenn die vom Kunden ausgelösten Optionen, z. B. eine Mietwagenbuchung, im Autohaus nur als E-Mail ankommen und nicht direkt in das eigene Mietwagenbuchungssystem einlaufen, dann bedeutet das nur zusätzliche Arbeit. Schon heute erfüllen die meisten Autohäuser nicht einmal Mindeststandards bei der eigenen Darstellung ihrer Leistungen und Angebote im Internet. Wenn jetzt die nächste Sau durch's Dorf getrieben wird, hat davon keiner etwas. Siehe auch: http://bit.ly/16e7PZX


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