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Auto-Thron: Toyota nur noch hauchdünn vor VW

Absatzstärkster Autobauer: Zwischen Toyota und VW wird es immer enger.
© Foto: vege - Fotolia/Toyota/Volkswagen/GM/AHO-Montage

Toyota und Volkswagen liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel "Größter Autobauer der Welt". Die Wolfsburger kommen dem japanischen Rivalen immer näher – zumindest bei den Stückzahlen.


Datum:
30.07.2014
6 Kommentare

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So eng war es wohl noch nie: Nur noch rund 30.000 Fahrzeuge trennen die beiden weltgrößten Autobauer Toyota und Volkswagen voneinander. Beide Hersteller haben zur Jahresmitte die Marke von fünf Millionen Fahrzeugen geknackt. Toyota liegt mit 5,097 Millionen Stück hauchdünn in Front, wie die Japaner am Mittwoch mitteilten.

Volkswagen war ohne die Nutzfahrzeug-Töchter MAN und Scania auf 4,97 Millionen Neuwagen gekommen – inklusive Lastwagen und Bussen liegen die Wolfsburger nun bei 5,066 Millionen Fahrzeugen. Die US-amerikanische Opel-Mutter General Motors (GM) rangiert mit 4,92 Millionen Autos auf Rang drei.

Die beiden Branchenführer haben sich die magische Marke von zehn Millionen verkauften Autos als Ziel für 2014 gesetzt. So viele Neuwagen hat bislang noch kein Hersteller in einem Kalenderjahr auf die Straße gebracht. Umstritten ist allerdings, was die schiere Masse und der inoffizielle Titel des weltgrößten Autobauers wert sind. VW-Chef Martin Winterkorn nannte das Ziel der Marktführerschaft im März "sehr wichtig" für den Konzern. Es sei "ein ganz wesentlicher Motivationsfaktor" für die Belegschaft.

Das klang bei Toyotas Europa-Chef Didier Leroy im Frühjahr anders. Man werde "keine verrückten Dinge machen", um die Position als Nummer eins beim Volumen zu verteidigen. Wenn Toyota nicht in der Lage sei, nachhaltig zu wachsen, dann werde man eher auf zusätzliches Wachstum verzichten. Entscheidender ist für die Industrieriesen schließlich, dass sie ordentlich Geld verdienen – das weiß auch Volkswagen ganz genau. Allerdings ist Toyota den Wolfsburgern in diesem Punkt derzeit voraus.

Was macht Toyota mit seinem Geld?

Während Winterkorn bei der Bilanzvorlage für das zweite Quartal am Donnerstag ein rund fünf Milliarden Euro schweres Sparprogramm offiziell verkünden könnte, fragten Analysten bei Toyota zuletzt, was die Japaner mit ihrem vielen Geld anstellen sollen. Nicht zuletzt durch den schwächeren Yen hatte der Konzern Rekordgewinne eingefahren und damit eine Umsatzrendite erzielt, die in Deutschland derzeit nur Oberklassehersteller erreichen. VW hat für das Jahr 2018 ähnlich ehrgeizige Ziele – als größter und gleichzeitig rentabelster Hersteller wäre der Titel "Branchenprimus" mit Sicherheit eine ganze Menge mehr wert. (dpa)

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KOMMENTARE


Detlef Rüdel

30.07.2014 - 21:36 Uhr

Gute Frage, diese liegt bei rund 10% und die Kriegskasse ist prall bis oben gefüllt. Nicht auszudenken, wenn VW das Ziel von 8,0% Umsatzrendite in der Kernmarke VW Schaft. Aber bis 2018 ist noch etwas Zeit.


Dieter Olk

30.07.2014 - 22:31 Uhr

Dsa, was H. Winterkorn anmerkt (mehr MA-Motivation) ist schierer Unsinn. Es kommt, wie Toyota das sagt, auf ein gesundes Wachstum und auf eine gute Rentabilität an. Ob da andere Manager mal "die Schule" neu besuchen sollten? Leider ist es oft in der Wirtschaft wie in der Politik. Da werden Dingen einfach herbeigeredet; ständig wiederholt und ... manchmal glauben die Manager dann sogar noch selbst an diese Botschaften.


Michael Kühn

31.07.2014 - 11:22 Uhr

VW sollte sich von Toyota einmal erklären lassen, wie man z.B. erfolgreich zur "Nr. 1 " wird und sich nicht nur vom "Amibazillus" leiten läßt... - wer heute noch an "grenzenloses" Wachstum glaubt und die Kosten hierfür zunächst ignoriert, setzt dann eben später auf Einsparungen in anderen Bereichen... und das sage ich als "Ferdi-Piech Fan", der mit allergrößtem Respekt die Entwicklung von VW höchst anerkennend verfolgte.Des Weiteren, schließe ich mich Dieter Olks´s Aussage an: "... Leider ist es oft in der Wirtschaft usw. ..."


Manuel Kramp

31.07.2014 - 12:38 Uhr

Ich habe größten Respekt vor der Leistung, die von den oberen Manager des Konzerns die letzten Jahre erbracht wurden. Aber wie weit soll dies noch gehen? Immer größere Rabatt Schlachten und immer größere Händler Bestände,damit die Riesen Stückzahlen überhaupt noch vermarktet werden können!?Ich arbeite selbst im VW Gebrauchtwagen Verkauf,und das mit sehr großem Erfolg( über 400 GW an Einzelkunden seit Jahren), sehe der weiteren Entwicklung aber sehr skeptisch entgegen, da der Ertrag immer weniger und die Stückzahlen immer mehr werden sollen. Dieses ungesunde und nicht Renditeträchtige Wachstum bringt letzten Endes weder dem Konzern, noch den Händlern etwas. Ohne Ertrag macht schließlich kein Geschäft Sinn.


poldi66

31.07.2014 - 14:20 Uhr

Ach Gott VW, wie peinlich!Merkt ihr eigentlich nicht, wie lächerlich ihr euch dauernd macht? Kaufen nahezu alle Marken der Welt zusammen und sind immer noch nicht Nr. 1 ;) hahahaToyota besteht aus Toyota Pkw, Lexus und ein paar LKWs in Asien!!!! Das ist KÖNNEN!!! Aber diese Großkotzigkeit ist ja mal wieder typisch deutsch...


Michael. M.

31.07.2014 - 16:46 Uhr

@poldi66. Das einzige was peinlich ist, ist Ihr Kommentar.


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