Brandbrief zum neuen Vertrag: Stellantis-Händlerverband verweigert Empfehlung
Der Vorstand des Stellantis-Händlerverbands kann seinen Mitgliedern derzeit keine positive Empfehlung zur Unterzeichnung des neuen Vertrags geben. Demnach bleiben zentrale wirtschaftliche, rechtliche und datenschutzrechtliche Fragen ungeklärt.
Der Konflikt um den neuen Händlervertrag bei Stellantis spitzt sich zu. In einem Schreiben an seine Mitglieder erklärt der Vorstand des Verbands der Stellantis Konzernhändler und -Servicebetriebe, dass er derzeit keine positive Empfehlung zur Unterzeichnung des Vertragswerks geben kann. Zugleich fordert er eine Verlängerung der Frist über den 31. Oktober 2026 hinaus.
Der Vorstand begründet seine Kritik mit einer Reihe offener wirtschaftlicher, rechtlicher und datenschutzrechtlicher Fragen. Wesentliche Einwände des Handels seien trotz mehrerer Schreiben seit Anfang August bislang unbeantwortet geblieben. "Partnerschaft setzt Dialog voraus", schreiben die Verbandsvertreter. "Genau das vermissen wir." Nach mehreren Eingaben an Stellantis und einer eigenen Informationsveranstaltung habe man vorgeschlagen, die offenen Punkte gemeinsam mit dem Handel zu diskutieren. Stattdessen sei auf das Hersteller-Webinar vom 1. Oktober verwiesen worden. Aus Sicht des Vorstands blieben dort jedoch gerade die entscheidenden Fragen unbeantwortet.
Kritik an CI-Investitionen
Scharf kritisieren die Verbandsvertreter den zunehmenden Zeitdruck. "Offene Fragen werden nicht beantwortet – gleichzeitig läuft die Unterzeichnungsfrist weiter", heißt es in dem Schreiben. Nach Einschätzung des Vorstands entsteht bei vielen Mitgliedern dadurch der Eindruck, über das Vertragswerk entscheiden zu sollen, obwohl zentrale Streitpunkte noch ungeklärt seien...
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