-- Anzeige --

Igedos-Mitgliederversammlung: Harte Zeiten für Opel-Werkstätten und -Vermittler

Igedos-Vorsitzender Rolf Höschele: "Die Marktbearbeitung durch uns muss noch professioneller werden."
© Foto: Doris Plate/AUTOHAUS

Vertragskündigung, rückläufige Marktanteile, ungewohnt lange Lieferzeiten bei Ersatzteilen, Kostenerhöhungen in den Betrieben – die Opel-Servicebetriebe und -Vermittler haben es derzeit nicht leicht. Es gibt aber Alternativen.


Datum:
31.01.2019
4 Kommentare

-- Anzeige --

Von AUTOHAUS-Redakteurin Doris Plate

Es ist noch nicht lange her, dass die Opel-Servicebetriebe die CI-Umrüstung mit teilweise erheblichen Investitionen abgeschlossen haben. Dann kam aber im Frühjahr 2018 die Netzkündigung zum 30. April 2020. Die neuen Verträge liegen – anders als bei den Opel-Vertragshändlern – für die Autorisierten Opel Vermittler (AOV) und die Opel-Servicespezialisten (OSP) noch nicht vor.

Rolf Höschele erwartet diesbezüglich einige Änderungen. Der Vorsitzende der Interessengemeinschaft der Opel-Spezialisten (Igedos) sagte auf der Mitgliederversammlung seiner Organisation am Donnerstag in Bad Kissingen: "Wenn man dann noch die kommenden Veränderungen durch die Elektro-Mobilität vor Augen hat, mit entsprechenden Investitionen und einer vorhersehbaren Reduzierung unserer Service-Erträge, dann könnte einem Angst und Bang werden."

Zukunftsaussichten

Positiv aufgenommen wurde zwar, dass Opel schon mitgeteilt hat, dass das zweistufige Vertriebssystem bestehen bleibt. Die Spatzen pfiffen es aber von den Dächern, dass unter der PSA-Führung AOV-Betriebe mit einer zu geringen Verkaufszahl keinen AOV-Vertrag mehr erhalten sollen, so Höschele. Igedos-Vorstandsmitglied Heiko Haase ergänzte, dass in den neuen Vertragshändler-Verträgen von Opel solche AOV-Standorte bereits in der Anlage aufgeführt seien. 


Igedos-Mitgliederversammlung 2019

Bildergalerie

Viele OSP und AOV fragen sich offenbar, ob sie unter den zu erwartenden Rahmenbedingungen den neuen Vertrag annehmen wollen. Zum Beispiel werden angesichts der für 2020 angekündigten Einführung von Elektrofahrzeugen von Opel, möglicherweise erhebliche Investitionen in Ladestationen befürchtet. Zwar sei die Verpflichtung zur Errichtung einer bestimmten Anzahl vom Hersteller erst einmal zurückgezogen worden. Höschele fragte aber, warum überhaupt eine Festlegung im Vertrag nötig sei: "Wir hatten bislang auch keine Verpflichtung Benzin oder Diesel in unseren Betrieben zu verkaufen." Igedos werde sich jedenfalls bemühen, die Verpflichtung zu verhindern.

Angespannte Kostensituation

Denn die Kostensituation in den Betrieben ist ohnehin durch Einsparungen des Herstellers angespannt. Schadensteuerung und Teilehandel im Internet setzen die Erträge zusätzlich unter Druck. Höscheles Schlussfolgerung: "Die Marktbearbeitung durch uns muss noch professioneller werden." Und: Den Auswirkungen des rückläufigen Marktanteils von Opel könnte eine stärkere Öffnung für Fremdfabrikate sowohl im Verkauf als auch im Service entgegenwirken. Auf der Tagung stellten sich mit ELN und Eurorepar dafür geeignete Partner vor. Ohnehin ist nach dem bisherigen und dem aktuellen Vertrag den OSP der Verkauf von Neuwagen der eigenen Marke verboten.

Was sonst noch auf der Händlertagung besprochen wurde, lesen Sie in AUTOHAUS 4/2019, das am 18. Februar erscheint.

-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --

KOMMENTARE


Annotator

31.01.2019 - 16:37 Uhr

Die Kostensituation dürfte wohl nicht NUR bei den OPEL Betrieben angespannt sein.Und von unsinnigen Verkaufsverboten halte ich sowieso nichts. Auf kleine Betriebe zu verzichten ist ein fataler Fehler, nur glaubt es da Oben Niemand.


Michael

31.01.2019 - 19:14 Uhr

Opel hat sicherlich in den letzten Jahren nicht alles richtig gemacht aber inzwischen haben sie aber so finde ich sehr Attraktive Fahrzeuge im Programm die sowohl Technisch und Wertig erscheinen. Ich habe mir einen Astra gekauft und bin bis jetzt zufrieden und auch weil es in meiner Nähe noch Händler gibt wo ich den Service usw. erledigen kann ohne eine halbe Weltreise machen zu müssen und ich hoffe das bleibt so denn ansonsten sehe ich mich beim nächsten Kauf gezwungen die Marke zu wechseln.


Thomas

01.02.2019 - 06:28 Uhr

Ich werde meinen nächsten Kundendienst in einer Freien Werkstatt machen. Beim letzten Mal jetzt im Januar wurden Zündkerzen gewechselt. 4 Stück Incl. Einbau und Steuer 150 €. Sind die Ersatzteile vergoldet oder was. Brauchen sich nicht wundern wenn keiner mehr sein Auto zum " freundlichen Opel Händler" bringt.


Aschm

04.02.2019 - 11:27 Uhr

@ Thomas: Sicherlich nicht für 4 Zündkerzen.. da steht noch mehr auf der Rechnung... Sucharbeiten.. Diagnose.,..was auch immer. Aber gehen Sie ruhig zum freien Handel, bei evtl. Kulanzen oder Garantie bleiben Sie aber auch bitte dort.


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

-- Anzeige --

NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Auto News für die Automobilbranche: AUTOHAUS ist eine unabhängige Abo-Fachzeitschrift für die Automobilbranche und ein tagesaktuelles B2B-Online-Portal. AUTOHAUS bietet Auto News, Wirtschaftsnachrichten, Kommentare, Bilder und Videos zu Automodellen, Automarken und Autoherstellern, Automobilhandel und Werkstätten sowie Branchendienstleistern für die gesamte Automobilbranche. Neben den Auto News gibt es auch Interviews, Hintergrundberichte, Marktdaten und Zulassungszahlen, Analysen, Management-Informationen sowie Beiträge aus den Themenbereichen Steuern, Finanzen und Recht. AUTOHAUS bietet Auto News für die Automobilbranche.