Gemeinsam mit Bürgermeister Marc Schrameyer und Autohausinhaber Thomas Bäumer haben EWE Go und Hochtief einen neuen Schnellladepark in Ibbenbüren eröffnet. Am Standort stehen nun 12 Ladepunkte mit bis zu 400 kW Leistung zur Verfügung, wodurch Ladevorgänge je nach Fahrzeug in rund 15 bis 30 Minuten möglich sind. Die Anlage wird vollständig mit Ökostrom betrieben und ist barrierearm gestaltet. Der Ladepark liegt verkehrsgünstig nahe der Autobahn und richtet sich sowohl an Anwohner als auch an Durchreisende.
Mit der Eröffnung verbindet das Autohaus Bäumer zugleich sein 25-jähriges Standortjubiläum. Vertreter der Stadt und der beteiligten Unternehmen betonten die Bedeutung solcher Projekte für den Ausbau der Elektromobilität im Alltag. Insbesondere auch kleinere Städte gelten dabei als wichtige Bausteine der Verkehrswende. Ziel ist es, ein flächendeckendes, zuverlässiges Ladeangebot zu schaffen und die Nutzung von Elektrofahrzeugen weiter zu erleichtern.
Thomas Bäumer von der Autohaus Bäumer GmbH sieht darin einen E-Schub für die Region: "Wir freuen uns, einen so hochwertigen Ladepark zu haben und sind sicher, dass er noch viele hier vor Ort vom Thema E-Mobilität überzeugen wird."
"Auch kleinere Städte wie Ibbenbüren spielen eine entscheidende Rolle im Gelingen der Verkehrswende", sagte Geschäftsführer Kevin Tortora von der EWE Go Hochtief.
Besondere Bauweise
Grüner Strom ist klimafreundlich, grüner Bau noch besser. Beim neuen Schnellladepark auf eigenem Grund hat das Autohaus Bäumer in Ibbenbüren auf EWE Go und Hochtief gesetzt. Bereits das Fundament der Anlagen werde unter ressourcenschonenden Bedingungen gefertigt, heißt es in einer Mitteilung.
Für die Fundamente kommt der Beton aus den Niederlanden von der Firma Bosch Beton zum Einsatz, die sich auf umweltschonende Produktionsverfahren spezialisiert hat. Die Dachkonstruktion liefert die RSB Rudolstädter Systembau.
Ressourcenschonende Produktion
Die Fertigung der Bauteile erfolgt emissionsarm. Nach Unternehmensangaben stammt der Strom für die Dachproduktion zu rund einem Drittel aus eigener Solarenergie, bei der Betonfertigung vollständig. Auch das benötigte Wasser wird über eigene Regenauffangsysteme bereitgestellt. Planung, Logistik und Rohstoffbeschaffung sind ebenfalls auf einen sparsamen Ressourceneinsatz ausgelegt.
CO2-reduzierter Beton mit langer Lebensdauer
Die eingesetzte Betonmischung enthält etwa 50 Prozent weniger Zement als herkömmliche Varianten. Dadurch sinken die CO2-Emissionen um rund 100 Kilogramm pro Kubikmeter. Laut Hersteller bleibt die Stabilität erhalten. Die Fundamente sind auf eine Nutzungsdauer von 50 bis 100 Jahren ausgelegt. Der Transport erfolgt per E-Lkw, womit sich der CO2-Ausstoß im Vergleich zu konventionellen Fahrzeugen etwa halbieren lässt.
Für die Stützenkonstruktion wird sogenannter GreenSteel verwendet, der im Elektrostahlverfahren mit CO2-armen Energiequellen produziert wird. Ergänzt wird die Konstruktion durch Schichtholz, das Kohlenstoff speichert und wiederverwendbar ist. Auf den Dächern installierte PV-Module stammen von der Sonnenstromfabrik aus Wismar und werden vollständig in Deutschland hergestellt.