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VW-und Audi-Händlerverband: Brutaler Restwerteverfall bei Audi

Händlerverbandspräsident Michael Lamlé: "Diese Entwicklung ist dramatisch."
© Foto: Bernd Dohrmann / AH

Besonders die Exklusivbetriebe haben unter der Misere zu leiden. Die Rendite fiel von 0,4 im Vorjahr auf jetzt minus 0,4 Prozent. Exklusive VW-Händler konnten die Rendite hingegen von 0,5 Prozent auf 1,6 Prozent steigern.


Datum:
11.11.2009
1 Kommentare

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Der brutale Verfall der Restwerte hat sich deutlich auf das Betriebsergebnis der Audi-Händler ausgewirkt. Besonders die Exklusivbetriebe haben unter der Misere zu leiden. Die Rendite ist von 0,4 im Vorjahr auf jetzt minus 0,4 Prozent gesunken. "Diese Entwicklung ist dramatisch. Die Häflte der exklusiven Betriebe schreibt rote Zahlen", stellte Präsident Michael Lamlé am Mittwoch auf der Mitgliederversammlung des VW-und Audi-Händlerverbands (VAHV) in Berlin vor rund 650 Teilnehmern fest. Das Ausnahmejahr 2009 hat sich allerdings unterschiedlich auf das Ergebnis der Volkswagen- und Audi-Händler-Partner ausgewirkt. Mit einer deutlichen Steigerung der Rendite auf 1,6 Prozent (Vorjahr 0,5 Prozent) konnten die exklusiven Volkswagen-Händler an der Umweltprämie partizipieren. Die spürbare Entlastung bei den Verlusten mit Leasingrückläufern lautet die zentrale Forderung der Veranstaltung. Laut Lamlé will der Konzern ein Unterstützungspaket im November noch verkünden, um dann den Partnern eine Lösung zu präsentieren. Der Präsident geht davon aus, dass die Banken per Vereinbarung dann auf die künftige Erfüllung der Rücknahmeverpflichtung drängen werden. Völlig überrascht wurde nicht nur der Verband von der Beendigung des Gebrauchtwagenbezugsrecht durch die Servicepartner. Künftig kann nur noch über die Vertragshändler gekauft werden. Rechtlich könne dagegen nichts unternommen werden, erklärte Michael Lamlé. Allerdings werde man dafür sorgen, dass die betroffenen 300 von 1.200 Werkstätten Einblick in die GW-Systeme und die gleichen Finanzierungskonditionen erhalten werden. Dieser Vorgang hat für eine große Verunsicherung bei den Servicebetriebe gesorgt. Verhandlungen über neue Audi-Servicepartnerverträge Ziemlich belastet hat die Händlervertreter nach eigenen Angaben die Verhandlungen über die neuen Audi-Servicepartnerverträge. Der Verband konnte hier zahlreiche Forderungen abmildern bzw. auf den Status des alten Vertrags von 2003 zurückstellen, beispielsweise die Ausweisung des Motoröls als Originalteil oder der nicht GVO-konforme Bezug von Originalteilen zu 100 Prozent. Eine nicht markenexklusive Direktannahme ist künftig vorgeschrieben bzw. muss fristgerecht gebaut werden. (rm)

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KOMMENTARE


Stephan Visontay

15.11.2009 - 01:00 Uhr

Vor wenigen Tagen das gleiche Thema, allerdings im Zusammenhang mit Mercedes angesprochen, bin ich der Meinung, dass unsere hochbezahlten, sogenannten Topmanager nichts aus der derzeitigen Krise gelernt haben bzw. für ihre Fehler oder noch besser, groben Fehlentscheidungen diese herhalten muss. Glücklicherweise sinkt auch in Deutschland die Zahl derjenigen, die mit mehr als gewöhnungsbedürftigen, neuen Modellen zu vollkommen überzogenen Preisen zum Erwerb dieser bewegt werden können und sich auch nicht mit irgendwelchem "Premium"-Gerede überzeugen lassen. Ich selbst musste jahrelang E-Klasse und 5-er als Geschäftswagen fahren, habe bei beiden Modellen mehr Zeit in der Werkstatt als auf der Autobahn verbracht. Soviel zu unserer vielgelobten deutschen Wertarbeit, aber wer gibt schon gerne zu, dass er mit seinem 60-90 Tausend-Euro-Auto nur Probleme hat. Statt sich mit irgendwelchen Finanztricks, wie z. B. überhöhten Leasingrestwerten alles schönzurechnen, müssten eher die Neuwagenpreise drastisch reduziert werden. Wenn ich bedenke, dass diese deutschen Premium-Hersteller ihre Fahrzeuge in den USA ( laut ihrer Aussage immernoch der wichtigste Absatzmarkt ) zu wesentlich günstigeren Preisen anbieten um diese dann noch günstiger verkaufen zu können, finde ich fast schon unverschämt, zu welchen Preisen diese, teilweise auch noch günstiger ausgestatteten Fahrzeuge hierzulande verkauft werden. Überhaupt scheint Deutschland ein gutes Pflaster für vollkommen überhöhte Preise zu sein, was ja auch die Energiepreise zeigen. Also, statt lautem Gejammere mit Verweis auf Krise und Schreien nach Hilfen aus Steuergeldern, runter mit den Neuwagenpreisen ( und auch mit den Managergehältern, erfolglose Manger brauchen keine Millionengehälter und noch schlimmer, Millionabfindungen! ). Es kann nicht sein, dass ein Durchschnittsverdiener in Deutschland sich nicht mal einen Mittelklassewagen, oder ein noch drastischeres Beispiel, einen X1 ( der kleinste Geländewagen von BMW! ), der mit ein wenig Ausstattung gleich bei 50-60 Tausend Euro liegt, leisten kann.


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