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Betriebsversammlung: Opel-Chef fordert "Gewinner-Mentalität"

Will bei Opel das Steuer herumreißen: Karl-Thomas Neumann.
© Foto: Opel

Bei seiner ersten Betriebsversammlung am Stammsitz Rüsselsheim hat Karl-Thomas Neumann die Belegschaft zu mehr Zuversicht aufgerufen. Am Sanierungsplan führe aber kein Weg vorbei.


Datum:
15.03.2013
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Bei seiner ersten Betriebsversammlung am Stammsitz Rüsselsheim hat der neue Opel-Chef Karl-Thomas Neumann die Belegschaft zu mehr Zuversicht aufgerufen. "Ich möchte, dass hier wieder eine Gewinner-Mentalität einzieht", sagte Neumann am Freitag in Rüsselsheim. Er habe keinen Zweifel daran, dass Opel wieder zu alter Stärke zurückfinden werde.

Allerdings werde der Weg dorthin weder einfach noch kurz. Die Kosten müssten gedrückt und das Image aufpoliert werden. Opel fährt seit Jahren Verluste ein, die Absatzkrise in Europa verschärft das Problem der teuren Überkapazitäten zusätzlich.

Am Sanierungsplan führe daher kein Weg vorbei, betonte Neumann. Er sei sich sehr wohl bewusst, dass der Vertrag spürbare Einschnitte für alle Mitarbeiter bedeute: "Aber wir alle müssen uns bewusst sein, dass dieser Beitrag jetzt notwendig ist. Wir müssen jetzt die richtigen Weichen stellen, wir haben keine Zeit zu verlieren." 

Sparplan nimmt wichtige Hürde

Unterdessen haben die IG Metall-Mitglieder an drei Opel-Standorten dem Sanierungsplan zugestimmt. Die Belegschaften in Kaiserslautern, Dudenhofen und Rüsselsheim haben den Kompromiss von Gewerkschaft, Adam Opel AG und Gesamtbetriebsrat mit großer Mehrheit angenommen, wie der Metall-Bezirk Mitte in Frankfurt mitteilte. Damit akzeptieren sie unter anderem, dass Tariferhöhungen weiter gestundet und übertarifliche Gehaltsanteile entfallen werden. Im Gegenzug verlängert die Adam Opel AG den Kündigungsschutz um zwei Jahre bis Ende 2016.

Der Chef des IG-Metall-Bezirks Mitte, Armin Schild, sprach von einem "solidarischem Votum". Die Mitarbeiter hätten mit ihrer Abstimmung eine Zukunftsperspektive "für die Marke Opel als Ganzes und für alle deutschen Standorte" eröffnet. Nach den Angaben befürworteten in Rüsselsheim 84 Prozent, in Kaiserslautern 91 Prozent und im Testzentrum Dudenhofen 92 Prozent der IG Metaller den Kompromiss. Damit könne der Tarifvertrag nach einer Erklärungsfrist, die am 27. März endet, unterzeichnet werden.

Am Standort Eisenach sollen die Mitarbeiter in den kommenden Tagen abstimmen. Der von den Kürzungen besonders hart getroffene Standort Bochum beteiligt sich vorerst nicht. Dort kämpft der Betriebsrat um die Sicherung von Arbeitsplätzen und die Konkretisierung von Zusagen der Geschäftsleitung. Der Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel lehnt den Plan bisher ab. Zunächst soll bis Monatsende nachverhandelt werden.

Unterstützung für Bochum

Schild versprach den Kollegen im Ruhrgebiet, die IG Metall werde die Zeit zu nutzen, um für die Bochumer Beschäftigten eine Lösung zu finden: "Das Ziel der IG Metall ist und bleibt, alle Opel-Standorte in Deutschland langfristig zu erhalten und betriebsbedingte Kündigungen zu verhindern." Klar sei aber auch, dass der Tarifvertrag an den anderen Standorten auch ohne die Zustimmung aus Bochum umgesetzt werden könne. (dpa)

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