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DUH: Hoher CO2-Ausstoß bei Politiker-Dienstwagen

Der Anteil an Plug-in-Hybriden bei Autos von Politikern ist gestiegen - und somit auch der CO2-Ausstoß, kritisiert die DUH.
© Foto: REMINDFILMS/stock.adobe.com

Die Deutsche Umwelthilfe hat 233 Dienstwagen von Politikern untersucht. Demnach sind diese Autos zum großen Teil klimaschädlich und stoßen zu viel CO2 aus. Das sei auch dem gestiegenen Anteil an Plug-in-Hybriden geschuldet.


Datum:
08.09.2021
Autor:
dpa
Lesezeit: 
4 min
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Die Dienstwagen vieler Politikerinnen und Politiker sind nach Ansicht der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zu großen Teilen klimaschädlich. Dabei sei die Anzahl der Plug-in-Hybride - die sowohl mit Sprit als auch Elektroantrieb fahren und von der DUH als "Klimakiller" bezeichnet werden - von 43 Prozent im Vorjahr auf 51 Prozent in diesem Jahr gestiegen. "Anstatt sich für wirklich klimafreundliche Dienstwagen zu entscheiden, geben sich insbesondere die Mitglieder dieser Bundesregierung nur einen grünen Anstrich", sagte die stellvertretende Geschäftsführerin der DUH, Barbara Metz. Die DUH veröffentlicht das Ranking in regelmäßigen Abständen, mittlerweile bereits zum 15. Mal.

So untersuchte die DUH zwischen April und August dieses Jahres 233 Dienstwagen von 238 Spitzenpolitikerinnen und -politikern aus Bund und Ländern. Für die Statistik sei mit Zahlen zum Ausstoß von Abgasen beim "realen Fahrbetrieb" und nicht mit Herstellerangaben gerechnet worden, hieß es in der Mitteilung. Grundlage dafür seien Berechnungen der Nonprofit-Organisation "International Council on Clean Transportation" (ICCT) gewesen. Hatte ein Politiker mehrere Fahrzeuge zur Verfügung, wurde jenes mit dem höchsten CO2-Ausstoß gewertet, die tatsächlich gefahrenen Kilometer blieben aber unberücksichtigt. Das Ergebnis: Nur 16 von 233 Dienstwagen halten den EU-Grenzwert von 95 Gramm CO2 pro gefahrenem Kilometer ein.

In der EU gelten seit 2020 verschärfte Vorgaben für den CO2-Ausstoß von Fahrzeugen. Branchenweit soll der durchschnittliche Flottenwert für Neuwagen - von Übergangsregelungen abgesehen - 95 Gramm pro gefahrenem Kilometer nicht überschreiten. Das heißt aber nicht, dass jedes einzelne neue Auto diesen Wert einhalten muss.

In der DUH-Auswertung fallen etwa alle Bundeskabinettsmitglieder wegen eines hohen CO2-Ausstoßes auf. So hat der Wagen von Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) mit 242 Gramm CO2 pro Kilometer noch die vergleichsweise geringsten Emissionen. Den größten Verbrauch im Bundeskabinett hat Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) mit 283 Gramm. Die Dienstwagen von Kanzlerin Angela Merkel, Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, Gesundheitsminister Jens Spahn (alle CDU), Innenminister Horst Seehofer (CSU), Finanzminister Olaf Scholz und Außenminister Heiko Maas (beide SPD) wurden wegen ihrer schweren Panzerung wie bereits in vergangenen Jahren nicht gewertet.

Im Vergleich der an Landesregierungen beteiligten Parteien schneiden die Grünen mit einem realen Ausstoß von 199 Gramm CO2 pro Kilometer noch am besten ab, Schlusslicht sind die Freien Wähler mit 255 Gramm CO2.

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