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Elektroautos: Fahrzeuge mit maximalem Umweltbonus

Den e.Go Life gibt es künftig für 10.760 Euro brutto.
© Foto: e.Go Mobile AG

Der aufgestockte Umweltbonus lässt die E-Auto-Preise auf das Niveau von Verbrenner-Modellen purzeln. Zahlreiche Modelle sind schon heute für den Maximal-Bonus qualifiziert, viele folgen in den kommenden Monaten.

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Elektroautokäufer erhalten künftig bis zu 6.000 Euro Netto-Zuschuss von Staat und Industrie. Darauf haben sich beide Seiten nun bei einem Spitzentreffen im Kanzleramt verständigt. Voraussetzung für den Maximalrabatt, der sich inklusive Mehrwertsteuer auf 7.140 Euro beläuft, ist ein Nettolistenpreis unterhalb von 40.000 Euro (brutto: 47.600 Euro). Die Kosten für den Erwerb eines Stromers sinken dadurch im besten Fall auf vierstelliges Niveau.

Rund 20 elektrische Großserien-Pkw mit einem Nettolistenpreis unterhalb von 40.000 Euro sind aktuell verfügbar, mindestens ein halbes Dutzend weiterer kommt in den nächsten Monaten dazu. Auswahl ist also durchaus vorhanden. Im Detail reicht das Angebot vom Kleinstwagen für den Stadtverkehr bis zu Kompaktautos für die Mittelstrecke. Nicht unter die 40.000-Euro-Grenze schaffen es hingegen die Modelle von Tesla sowie die Luxus-SUV der deutschen Hersteller.

Zum Preisbrecher wird durch den aufgestockten Umweltbonus der e.Go Life – schon heute mit einem Grundpreis von 17.900 Euro brutto einer der günstigsten Stromer auf dem deutschen Markt. Künftig ist der Kleinstwagen mit seinen in der Basisausführung rund 100 Kilometern Reichweite schon für 10.760 Euro zu haben. Alternativ stehen in der Kleinstwagenklasse auch die frisch geliftete E-Modelle von Smart mit Maxi-Bonus zur Verfügung. Fortwo und Forfour sollen bis zu 159 Kilometer weit kommen und rund 22.000 Euro kosten, wenn sie im kommenden Jahr verfügbar werden. In ähnlichen Preisregionen tummelt sich das E-Kleinstwagentrio aus dem VW-Konzern: VW Up, Seat Mii und Skoda Citigo kommen pro Akkufüllung rund 260 Kilometer weit.

Maximale Förderung auch für BMW i3 

Eine Klasse höher findet sich mit dem BMW i3 ein deutscher Elektro-Pionier, der bislang mit einem Listenpreis von 38.000 Euro extrem teuer war für einen Kleinwagen. Der Umweltbonus drückt ihn nun in verträglichere Gefilde, ohne ihn wirklich günstig zu machen. Mit knapp 360 Kilometern Reichweite, Premiumflair und originellem Öko-Innenraum zahlt er die Investitionen jedoch zumindest teilweise zurück. Schon einiges günstiger, wenn auch längst nicht so edel, ist der Renault Zoe, der inklusive Batterie für 300 Kilometer ab 29.900 Euro zu haben ist. Damit spielt der Franzose in Regionen, in denen auch die technisch verwandten Newcomer Opel Corsa-e und Peugeot e-208 fahren, die für Anfang 2020 angekündigt sind. Die Reichweite soll jeweils bei 330 Kilometern liegen. Nach Abzug des Förderrabatts liegen alle drei nur noch knapp über der 20.000-Euro-Grenze – ein Preis der auch für einen gut ausgestatteten und motorisierten Verbrenner-Kleinwagen durchaus nicht überzogen wäre.

In der Kompaktklasse dürfte der für den Frühling angekündigte VW ID.3 die interessanteste Alternative für Bonus-Jäger sein. Die Basisversion mit 330 Kilometern Reichweite kostet laut Liste 29.900 Euro, liegt dank Umweltbonus künftig in der Praxis auf dem Niveau eines ordentlich ausgestatteten VW Golf mit konventionellem Motor. Wichtigste Alternative im klassischen Kompaktsegment ist der Nissan Leaf, der bei 36.800 Euro Listenpreis startet und bis zu 385 Kilometer weit kommt. Wem Limousinen nicht modern genug sind, findet auch einige kleine Crossover wie den Kia e-Soul für 34.000 Euro oder den Hyundai Kona Elektro für 34.600 Euro, beide mit rund 300 Kilometern Basis-Reichweite. Preise unter 30.000 Euro sind also auch für mittelstreckentaugliche E-Autos künftig kein Problem mehr.

Auch wer oberhalb der 47.600-Euro-Grenze kauft, geht nicht automatisch leer aus. Bis zu einer Grenze von 77.350 Euro brutto ist ein Zuschuss von 5.950 Euro (5.000 Euro netto) vorgesehen. Erst in der Luxusliga darüber gibt es kein Geld mehr vom Staat. Darüber hinaus sollen auch Plug-in-Hybride künftig stärker gefördert werden. In Kraft treten soll die Neuregelung noch im November. (SP-X)

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