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Elektroautos: German Reichweitenangst

Das Interesse an Elektromobilität wächst weltweit, mehr Autofahrer sind bereit zum Umstieg. Die Deutschen äußern sich im internationalen Vergleich aber zurückhaltender.
© Foto: VW

Die Neuzulassungszahlen von E-Fahrzeugen steigen zwar auch in Deutschland rasant. Doch noch ist für viele die Hemmschwelle beim Kauf hoch, wie eine internationale Studie zeigt.

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Obwohl Elektroautos immer beliebter werden, machen sich viele Autofahrer in Deutschland immer noch Sorgen über die Reichweite und die Lademöglichkeiten. Das zeigt eine internationale Studie von Leaseplan in Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut Ipsos. Demnach führt die Hälfte der Befragten in Deutschland die mangelnde Reichweite als Hauptgrund an, sich gegen ein E-Fahrzeug zu entscheiden. Im Durchschnitt aller in der Studie teilnehmenden Ländern liegt dieser Wert nur bei 34 Prozent. 36 Prozent sehen von einem Kauf eines Elektrofahrzeugs ab, weil aus ihrer Sicht die Infrastruktur nur unzureichend ausgebaut ist.

Grundsätzlich hat sich die Einstellung gegenüber der E-Mobilität aber gebessert. 40 Prozent der deutschen Befragten gibt an, die lokal emissionsfreie Antriebsform positiv zu bewerten. In allen untersuchten Ländern sind es sogar 65 Prozent. Für 42 Prozent der Studien-Teilnehmer aus Deutschland ziehen ein Elektroauto mittlerweile in Erwägung. Im Vergleich zu den anderen Ländern antworten die hiesigen Befragten aber sehr zurückhaltend. International ist die Akzeptanz von Elektromobilen auf einem hohen Stand (alle Länder: 61 Prozent).

Weiteres Ergebnis: Die Autofahrer sind sich zunehmend bewusst, dass "Grünes Fahren" nicht zwangsläufig mehr kosten muss als ein Diesel oder Benziner: 35 Prozent der deutschen Befragten (alle Länder: 46 Prozent) meinen, dass Elektro-Pkw nicht nur zur Bekämpfung des Klimawandels durch geringere CO2-Emissionen beitragen, sondern stimmen auch zu, dass diese Autos insgesamt mit geringeren laufenden Kosten verbunden seien (42 Prozent Deutschland / 47 Prozent alle Ländern).

Emissionsfrei im Jahr 2030

Trotz nach wie vor vorhandener Bedenken: Jeder zweite Autofahrer aus Deutschland ist sich sicher, dass im Jahr 2030 die meisten Neuwagen elektrisch oder anders emissionsfrei unterwegs sein werden. In der Gesamtheit liegt dieser Anteil sogar noch höher (58 Prozent).

"Wir sehen, dass die Autofahrer zwar bereit sind, ihren Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels zu leisten – doch neben dem hohen Kaufpreis halten Reichweitenangst und mangelhafte Ladeinfrastruktur sie noch ab", kommentierte Leaseplan-Geschäftsführer Roland Meyer die Ergebnisse aus Deutschland. Aus seiner Sicht müssen die Autohersteller ihr Angebot kontinuierlich erweitern und innovative, erschwingliche Fahrzeuge auf den Markt bringen. "Auf der anderen Seite braucht es Investitionen in universelle und nachhaltige Ladeinfrastruktur", so der Branchenexperte.

Die jetzt veröffentlichte Studie "Elektrofahrzeuge und Nachhaltigkeit" stammt aus der Reihe "Mobility Insights Report" von Leaseplan. Die jährliche Umfrage wird mit über 5.000 Autofahrern in 22 Ländern durchgeführt. (rp)

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KOMMENTARE


N.Eutrum

25.02.2021 - 11:09 Uhr

Äußerst interessant dazu auch der heutige Artikel der Welt-Online :“ Die deutsche Elektro-Euphorie endet spätestens an der Ladesäule - Tausende Betreiber, dutzende Apps und horrende Zusatzkosten“ - sehr lesenswert! Stand heute kaufen sich Kunden aufgrund der hohen Subventionen in erster Linie ein E-Auto als reines Zweit-/Stadtauto- womit es sicher auch einen gewissen Sinn macht. Dass aber der Verbrennungsmotor zeitgleich parallel politisch zu Grabe getragen wird, macht die Lage für Mittel- und Langstreckenfahrer damit nur noch aussichtsloser...


Josef K.

25.02.2021 - 19:22 Uhr

Erst wenn es genügend Ladestationen gibt man den KW Preis von weitem sehen kann ( wie halt jetzt bei den Tankstellen auch) und somit vergleichen kann und mit der EC Karte bezahlen kann ( ohne Vertrag und App) wird die Akzeptanz folgen.Die Reichweite und Ladezeit wird der Wettbewerb regeln.


automann

26.02.2021 - 09:26 Uhr

Reichweite: Es wird das E-Manko immer bleiben. Mitarbeiter von uns haben in diesem Winter den Gau mehrfach erlebt.Reichweiten anstatt 400 km maximum 135 km. Heizung war doch tatsächlich angeschaltet, Licht auch wegen der Dunkelheit, Radio unverschämterweise ebenso wg. Verkehrsmeldungen, sowie die zum Enteisen notwendige Klimaanlage, Scheibenwischer mit Scheibenwaschanlage zum Reinigen der Frontscheiben, und dann auch ncoh ne Heckscheibenheizung damit man was nach hinten sieht. Das Navigationsgerät noch nicht erwähnt? Und dann reden wir von Zukunft mit Elektro(taugennix)motoren. Ganz zu schweigen von den Fehlermeldungen und wirklichen auftretenden sonstigen Fehlern Türen die nicht mehr aufzubekommen sind bei leeren Batterie(die verlieren ja auch Kraft im Stehen, und über Tag oder Nacht, egal) usw. usw. Ein einziger Unsinn der da propagiert wird. Wer will denn sowas fahren? Man redet bei uns in der Firma über das angenehme Drittauto zum Sport ( Golfen ist ja en vogue), und zum Vorzeigen bei Bekannten und vor der Schule, wo man die Schüler ja heute mit dem Auto hinfährt. Unsäglich, einfach alles nur unsäglich.


automann

26.02.2021 - 09:33 Uhr

Ach, ja , noch etwas vergessen in meinem vorherigen Kommentar:Wenn die brennen, dann aber richtig. Ein Leiter der Berufsfeuerwehr, berichtete uns, ma hätte mehr als 10.000 in Worten ZEHNTAUSEND Liter Wasser benötigt um einen Smart zu löschen.Und anschl. musste der dann noch in einen speziellen mit Wasser gefüllten Container verladen werden, wo er dann mindestens 48 Stunden drin bleiben muss. Zeitbomben auch noch.


Jörg Banach

26.02.2021 - 09:40 Uhr

Meine Güte, nee, wenn die Menschheit schon immer so gedacht hätte, wie die German-Angst-Neurotiker, würden wir heute noch von den Bäumen schei***! Wenn man vergleichsweise nach Norwegen blickt, in die Niederlande oder auch in das Vereinigte Königreich, ist unser hiesiger "Fortschritt" eigentlich eher ein Fortkriechen, wenn nicht gar ein Weglaufen, das bei vielen voreingenommenen Fortschrittsverweigerern vorhandene armselige Halbwissen von der Youtube-Universität tut ein übriges... SO kommen wir in Deutschland nicht weiter.


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