GM: Tausende Angestellten bangen um Jobs

07.07.2008 09:50 Uhr
Baustelle GM: Der Autoriese kämpft mit Milliardenverlusten in den USA.
© Foto: GM

Nach einem Zeitungsbericht prüft die Opel-Mutter den Abbau tausender Stellen bei seinen Angestellten in den USA. Auch die Marken-Struktur soll weiter gestrafft werden. Kandidaten für eine Trennung könnten neben Hummer Saab und Saturn sein.

Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) prüft einem Zeitungsbericht zufolge den Abbau tausender Stellen bei seinen Angestellten und die Trennung von weiteren Marken. Die Jobstreichungen könnten vom Verwaltungsrat bereits im August abgesegnet werden, berichtete das "Wall Street Journal" am Montag unter Berufung auf unterrichtete Personen. Dabei könnten auch Vorschläge zur Straffung der Marken-Struktur zur Sprache kommen. Die Einsparpläne dürften vor allem auf das schwer verlustreiche US-Geschäft zielen. Alle Marken außer Cadillac und Chevrolet kämen auf den Prüfstand, hieß es in der Zeitung. Für die Luxus-Geländewagenmarke Hummer wird nach bisherigen Informationen bereits ein Käufer gesucht. Weitere Kandidaten könnten die schwedische Marke Saab und die US-Linie Saturn sein, unter der in Amerika unter anderem Opel-Fahrzeuge verkauft werden. GM leidet wie die anderen US-Autobauer schwer unter den rekordhohen Spritpreisen, die ihre großen Geländewagen unpopulär bei den Käufern gemacht haben. Nach Einschätzung von Analysten brauche GM bis zum Jahr 2010 zusätzliches Kapital von 10 bis 15 Milliarden Dollar, schrieb das "Wall Street Journal". Der Konzern sitze zwar auf einem Geldberg von 24 Milliarden Dollar, verbrenne aber durch das schlechte Geschäft schätzungsweise drei Milliarden im Quartal. Konzernchef Richard Wagoner will GM im Jahr 2010 aus der Verlustzone bringen. Den Kosteneinsparungen sollen auch Einschnitte bei den 76.000 Angestellten dienen, die vor allem in den USA arbeiten, hieß es. Das Management sei noch dabei, den genauen Umfang der Stellenstreichungen festzulegen, es sei aber davon auszugehen, dass es um tausende Jobs gehen werde. (dpa)

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