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Inselstreit: Nissan verabschiedet sich von Jahreszielen

Die anti-japanische Stimmung in China und die europäische Absatzkrise setzen auch Nissan zu.
© Foto: Imago/AFLO

Für das Geschäftsjahr 2012/13 schraubte der Renault-Partner seine Erwartungen bei Absatz, Umsatz und Gewinn zurück. Gründe sind die anti-japanische Stimmung in China und die europäische Absatzkrise.


Datum:
06.11.2012
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Die anti-japanische Stimmung in China und die europäische Absatzkrise belastet auch Nissan. Nach Toyota schraubte am Dienstag der Konkurrent die Prognose deutlich herunter. Für das am 31. März 2013 endende Geschäftsjahr rechne der Konzern mit einem weltweiten Absatz von 5,08 statt 5,35 Millionen Autos, teilte Nissan mit. Im Geschäftsjahr 2011/12 hatte der Autobauer durch die Folgen der Tsunami- und Atom-Katastrophe einen Dämpfer erhalten und gut 4,8 Millionen Wagen abgesetzt.

Im Gegensatz zu Toyota kappte Nissan bei der Vorlage der aktuellen Quartalszahlen aber auch seine Gewinnziele. Unter dem Strich erwartet der Konzern nun 320 Milliarden Yen (3,1 Milliarden Euro) Überschuss – nach bislang 400 Milliarden. Das wären sogar sechs Prozent weniger als im Katastrophen-Jahr 2011/12. Toyota hatte seine Gewinnerwartungen wegen guter Fortschritte bei der Kostenersparnis sogar leicht erhöht.

Die größten Absatzkorrekturen nahm Nissan mit minus 13 Prozent bei den Planungen für China vor, wo das Unternehmen im ersten Halbjahr noch ordentlich zugelegt hatte. Dort werden aber seit September japanische Produkte von vielen Chinesen boykottiert, weil beide Staaten um eine unbewohnte Inselgruppe im Pazifik streiten. Im Oktober sei der Absatz in China dadurch bereits um gut 40 Prozent gesunken, hieß es.

Allerdings korrigierte Nissan die Erwartungen in allen Weltregionen nach unten. Für Europa rechnet der Konzern mit 5,6 Prozent weniger Verkäufen als bislang geplant. Der weltweite Umsatz werde mit 9,8 Billionen Yen knapp fünf Prozent unter den ursprünglichen Erwartungen liegen. (dpa)

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