Keine Insolvenz, aber Restrukturierung: Autohaus Schade auf Sparkurs

23.02.2026 10:57 Uhr | Lesezeit: 4 min
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Geschäftsführer Holger Schade und sein Sohn Mika Schade stellen die Händlergruppe neu auf.
© Foto: Autohaus Schade

126 Jahre Tradition, jetzt eine große Neuausrichtung: Die Schade‑Gruppe startet ein umfassendes Programm zur Sicherung ihrer Zukunftsfähigkeit – von Kosten und Prozessen bis zur Digitalisierung.

Die Schade-Gruppe richtet sich strategisch neu aus. Mit einer umfassenden Restrukturierung will das traditionsreiche Familienunternehmen seine Strukturen an den tiefgreifenden Wandel der Automobilbranche anpassen.

"Wir kämpfen nicht ums Überleben, wir gestalten unsere Zukunft", sagte Inhaber und Geschäftsführer Holger Schade am Montag in Eisennach. Die Neuausrichtung sei angesichts veränderter Kundenbedürfnisse, steigender Kosten und eines angespannten Marktumfelds notwendig. Die "Thüringer Allgemeine" (TA) hatte zuerst über die Restrukturierung berichtet.

Der Händler, der in Hessen und Thüringen Marken wie Mercedes-Benz, Hyundai, Skoda, Xpeng und Daimler Truck vertritt, betonte ausdrücklich, dass die Maßnahmen ohne Insolvenzverfahren umgesetzt werden. Man arbeite mit externer Restrukturierungsexpertise, der Prozess erfolge jedoch "aus eigener Kraft". Ziel sei es, das Unternehmen langfristig stabil und wettbewerbsfähig aufzustellen.

Niedrigere Kosten, effizientere Prozesse

Im Zentrum der Restrukturierung stehen nach Firmenangaben eine Optimierung des Portfolios, die Konzentration auf margenstärkere Bereiche, die Anpassung von Fixkosten und eine effizientere Prozesslandschaft. Zudem sollen digitale Kommunikations‑ und Servicewege ausgebaut werden.

Für die Umsetzung hat das Unternehmen ein internes Projektmanagement aufgesetzt, das zahlreiche Teilprojekte steuert und deren Fortschritt digital überwacht. "Zur erfolgreichen Umsetzung der Restrukturierung haben wir ein internes Projektmanagement installiert …", sagte Mika Schade, der als Projektmanager PMO die Aufgabe übernommen hat, alle Maßnahmen zu koordinieren.

Dem Bericht der "TA" zufolge geht es auch um einen Personalabbau und einen Verzicht auf Teile der Vergütung. Laut Schade wurden gruppenweit 50 Mitarbeitende freigestellt. Das sei "schmerzhaft, aber erforderlich, um das Unternehmen langfristig wirtschaftlich stabil aufzustellen", so der Händler gegenüber der Zeitung. Geplant seien die Einschnitte bis Ende 2027. Insgesamt beschäftig Schade rund 600 Mitarbeitende.

Einschätzung und Ausblick

Schade gibt sich laut "TA" optimistisch. Er rechne damit, dass die Schritte greifen und "einen erfolgreichen Geschäftsverlauf unseres Familienunternehmens gewährleisten werden". Der Autohandel stehe vor weiteren großen Veränderungen.


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