Jahresauftakt: Verkaufserlös sichert VW schwarze Zahlen

22.04.2009 11:47 Uhr
VW-Chef Martin Winterkorn setzt große Hoffnungen in die neue "Up"-Familie.
© Foto: ddp / Torsten Silz

Umsatz, Absatz und Ergebnis gingen in den ersten drei Monaten wegen der weltweiten Branchenkrise kräftig zurück. Dank des Verkaufs der brasilianischen Lkw-Sparte schafften die Wolfsburger dennoch den Sprung in die Gewinnzone.

Der VW-Konzern hat nur durch den Verkauf des brasilianischen Lkw-Geschäfts einen Verlust im ersten Quartal verhindert. Umsatz, Absatz und Ergebnis gingen in der dramatischen weltweiten Branchenkrise im Vergleich zum Vergleichszeitraum kräftig zurück. Unterm Strich stand aber immer noch ein Gewinn 243 Millionen Euro, wie Europas größter Autobauer am Mittwoch in Wolfsburg am Vortag der Hauptversammlung mitteilte. Den kompletten Quartalsbericht will VW am 29. April vorlegen. Im den ersten drei Monaten 2009 erzielte VW bei einem Umsatz von 24 Milliarden Euro (minus 11,2 Prozent) ein operatives Ergebnis von 312 Millionen Euro, nach 1,3 Milliarden im Vergleichszeitraum. Der Konzerngewinn brach um fast 74 Prozent ein. Der im ersten Quartal abgeschlossene Verkauf des Geschäfts mit schweren Lkw und Bussen an den Münchener MAN-Konzern habe zum operativen Ergebnis rund 600 Millionen Euro beigetragen, heißt es in den Eckdaten. Ohne diese Transaktion wäre VW in die Verlustzone gerutscht. VW-Chef Martin Winterkorn erklärte, die weltweit dramatisch verschlechterten Rahmenbedingungen gingen auch an Volkswagen nicht spurlos vorbei. Der Absatz sei in den ersten drei Monaten um fast 16 Prozent zurückgegangen, die Produktion um rund ein Viertel gekürzt und damit der Lagerbestand deutlich reduziert worden. Dennoch habe VW besser abgeschnitten als die Konkurrenz. "Mit unserer jungen und umweltfreundlichen Modellpalette haben wir unseren weltweiten Marktanteil ausgebaut und sind dabei finanziell solide aufgestellt", betonte Winterkorn. Der weltweite Pkw-Markt war um knapp 21 Prozent geschrumpft. Besser als der Gesamtmarkt Ziel für 2009 bleibe, besser als der Gesamtmarkt abzuschneiden, betonte Winterkorn. Eine verlässliche Aussage über den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres sei wegen der großen Schwankungen auf dem Markt nicht möglich, heißt es in den Eckdaten über die Geschäftsentwicklung. Aufgrund des äußerst schwachen Geschäfts in den ersten drei Monaten sei jedoch unverändert davon auszugehen, dass das Ergebnisniveau des Vorjahres nicht erreicht werden kann. 2008 hatte VW nach Rekordzahlen bei Ergebnis, Umsatz und Absatz unterm Strich rund 4,7 Milliarden Euro Gewinn verbucht - 13,7 Prozent mehr als im Vorjahr.

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