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Kreise: VW-Kooperation mit Magna könnte 2017 glücken

Eine Zusammenarbeit zwischen Volkswagen und dem Autozulieferer Magna im Osnabrücker VW-Werk könnte 2017 Realität werden.
© Foto: Magna Steyr

Das VW-Werk in Osnabrück ist ein Spezialist für Kleinserien und Cabrios. Doch Sorgen zur Auftragslage begleiten die Fabrik seit Jahren. Nun ist ein möglicher Ausweg im Gespräch - mit einem externen Partner.


Datum:
07.01.2016
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Eine Zusammenarbeit zwischen Volkswagen und dem Autozulieferer Magna im Osnabrücker VW-Werk könnte laut Unternehmenskreisen frühestens 2017 Realität werden. Es gehe um eine Kooperation, die in einem oder eineinhalb Jahren starten könnte, so sie denn überhaupt zustande komme, sagten zwei mit den Verhandlungen vertraute Personen am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. "Derzeit geht es um die Frage: Kriegt Magna überhaupt den Auftrag und zu welchen Konditionen", sagte ein Insider. Aus IG-Metall-Kreisen hieß es, dass bei allen Plänen weder das Einkommensniveau noch die Zahl der Jobs im Osnabrücker VW-Werk zur Debatte stünden. In der niedersächsischen Stadt arbeiten rund 2300 Menschen in dem VW-Werk. 

Die "Neue Osnabrücker Zeitung" (NOZ) hatte am Donnerstag zuerst über die Gespräche berichtet, wonach die anhaltend schlechte Auslastung des Werkes der Hintergrund für die Sondierungen sei. VW hatte das Werk vor rund sechs Jahren nach der Insolvenz des Cabriospezialisten Karmann übernommen. Es gehört seither zum VW-Konzern. Anders als die übrigen westdeutschen VW-Fabriken (Emden, Wolfsburg, Salzgitter, Braunschweig, Hannover und Kassel) fällt es aber nicht unter den Haustarif der 120 000 VW-Mitarbeiter, sondern unter den Flächentarif. 

Ein Verkauf des Werkes an Magna stehe nicht zur Debatte. "Osnabrück gehört zu Volkswagen und wird auch weiterhin zu VW gehören", sagte der Sprecher der VW-Arbeitnehmervertretung, Gunnar Kilian, der "NOZ".

Der kanadisch-österreichische Zulieferer Manga ist als sogenannter Auftragsfertiger bekannt. Dabei arbeitet er als Generalunternehmer auf Kundenwunsch von der Idee bis zum fertigen Fahrzeug. Der VW-Konzern kennt im internationalen Verbund seiner zwölf Marken schon seit Jahren eine flexible Verschiebung von Werkskapazitäten. So baute Seat in Spanien schon Audis, VW in Bratislava Karosserien des SUV Porsche-Cayenne oder die VW-Nutzfahrzeuge in Hannover fertigten und lackierten Karosserien der Porsche-Limousine Panamera.

Der schwäbische Sportwagenhersteller kennt auch die konzernfremde Auftragsfertigung und ließ schon Boxster und Cayman von Valmet in Finnland bauen. In Russlands lassen die Wolfsburger beim Autoriesen GAZ in Nischni Nowgorod auch schon VW-Pkw und Skodas bauen, wobei das eher als Kooperation und nicht als reine Fremdfertigung angelegt war. (dpa)

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