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Leaseplan-Verkauf: Frisches Geld für Volkswagen

Der Verkauf der Leaseplan-Anteile spült VW viel Geld in die Kassen.
© Foto: LeasePlan

Wie erwartet stößt der Autobauer seinen 50-Prozent-Anteil am weltgrößten Fuhrparkmanagementspezialisten Leaseplan ab. Der Deal bringt 2,2 Milliarden Euro ein.


Datum:
21.03.2016
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Der VW-Konzern hat seinen milliardenschweren Anteil am Leasing-Weltmarktführer Leaseplan wie erwartet verkauft. Der Deal spült 2,2 Milliarden Euro in die VW-Kasse und sei seit Montag unter Dach und Fach, teilte der Konzern mit. Ein Konsortium von Investoren sei der neue Besitzer. Der Autobauer hielt 50 Prozent an LeasePlan.

Insgesamt ist der Deal 3,7 Milliarden Euro schwer, wegen interner Verrechnungsmodalitäten entfällt aber mit 2,2 Milliarden Euro mehr als die Hälfte auf die Wolfsburger. Den Verkauf hatte VW schon im vergangenen Sommer vor der Abgaskrise angekündigt. Die andere Hälfte an dem Weltmarktführer für Leasing- und Fuhrparkmanagement besaß mit Fleet Investments eine Investmentfirma des deutschen Bankiers Friedrich von Metzler. Der Konzern verbucht die 2,2 Milliarden Euro Plus in seinem Autobereich.

2004 waren die Wolfsburger bei LeasePlan eingestiegen, und Anfang 2009 hatten sie noch über eine Komplettübernahme verhandelt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Konzernkreisen hatte sich Volkswagen seinerzeit auch bei Leaseplan eingekauft, um den Dienstleister als Absatzkanal einzusetzen. Die Niederländer sind jedoch nur bedingt an Marken des VW-Konzerns gebunden und bieten auch Fahrzeuge der Konkurrenz an. Ohne eine Mehrheitsbeteiligung fehlte VW der Durchgriff für eine stärkere Beeinflussung der Vertriebspolitik bei Leaseplan, zumal das Management dort stets eigenständig blieb.

Inzwischen leistet der VW-Konzern Leasing- und Flottenangebote auch selber intern mit seiner Finanztochter in viel größerem Umfang als früher. Der damalige VW-Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch erklärte im Sommer 2015 zu dem geplanten Verkauf: "Mit dem Ausbau des eigenen Flottenmanagements (...) ist nach unserer Meinung jetzt der geeignete Zeitpunkt gekommen, LeasePlan in neue Hände zu geben."

Zweites Gegengwicht

Dem VW-Konzern drohen mit dem Abgas-Skandal Milliardenkosten. Bisher hat der Autobauer 6,7 Milliarden Euro für den Rückruf manipulierter Dieselfahrzeuge und damit verbundene Kosten zurückgestellt. Für die Rechtsrisiken, die der Konzern zuletzt noch nicht bewerten konnte, gibt es noch keine Rücklagen. Der Leaseplan-Verkauf ist für VW nun ein zweites wichtiges Gegengewicht binnen weniger Monate: Im Herbst 2015 brachte der Verkauf von Suzuki-Anteilen 1,5 Milliarden Euro. (dpa)

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