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Studie: Autoindustrie erhöht Investitionen kräftig

VW-Werk Anting bei Shanghai: Vor allem in China haben die Autobauer in den vergangenen fünf Jahren zuletzt massiv investiert, um die dortige Nachfrage mit lokaler Produktion bedienen zu können.
© Foto: dpa

Insgesamt brummt die globale Autokonjunktur, trotz VW-Abgaskrise und China-Delle. Auch auf lange Sicht wollen die Konzerne gute Geschäfte machen – und öffnen daher ihre Geldschatulle.


Datum:
09.02.2016
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Ob neue Montagehallen oder Labors: Die Autoindustrie hat ihre Investitionen in den vergangenen Jahren einer Studie zufolge deutlich hochgeschraubt. Lagen die Ausgaben 2010 noch bei weltweit 15,3 Milliarden Euro, so wurden im vergangenen Jahr 52 Milliarden Euro in Fabriken, Forschungszentren und andere Bereiche gesteckt, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Beratungsunternehmens "Ernst & Young" hervorgeht. In dem Zeitraum gingen die Investitionen Schritt um Schritt nach oben – zuletzt lag das Plus 2015 bei fast 50 Prozent. Einzig 2013 gab es ein Minus. Zuvor hatte das "Handelsblatt" über die Studie berichtet.

Grund für die höheren Anstrengungen ist die weltweit brummende Autokonjunktur – der Markt wird größer, also strengen sich die Firmen an, um mehr abzubekommenden vom größeren Absatz-Kuchen. "Die Unternehmen haben jetzt das Geld, um langfristige Investitionen zu tätigen", sagt Studienautor Peter Fuß. Vor allem in China und den USA wurde massiv investiert, um die dortige Nachfrage mit lokaler Produktion bedienen zu können: In den vergangenen fünf Jahren waren es dort jeweils mehr als 23 Milliarden Euro. Deutschland kommt in dem Ranking mit knapp 21 Milliarden Euro auf Platz drei.

Fuß wertete diese Zahl als "Bekenntnis für den Automobilstandort Deutschland". Unkenrufe, dass der Industriestandort Deutschland wegen hoher Personalkosten auf dem absteigenden Ast sei, erwiesen sich als falsch, so der E&Y-Experte. Deutschland werde in der Autobranche vielmehr als stabiler Produktionsstandort geschätzt. Andere Staaten wie beispielsweise Brasilien gelten in Sachen Investitionen hingegen als Rohrkrepierer – wegen der dortigen Konjunkturflaute ist die lokale Nachfrage eingebrochen.

VW an der Spitze

Runtergebrochen auf die Investitionen der 16 größten Autokonzerne liegt VW den Angaben zufolge mit 35,1 Milliarden Euro auf Platz ein, gefolgt von Fiat Chrysler (24 Milliarden Euro). Daimler liegt mit 17,5 Milliarden Euro im Zeitraum 2010 bis 2015 auf Rang fünf, BMW ist mit 8,4 Milliarden Euro Achter.

Auch auf lange Sicht sieht Experte Fuß die Investitionen auf einem hohen Niveau, etwa weil der allmähliche Wandel hin zur Elektromobilität große Ausgaben erfordere. Die VW-Tochter Porsche will beispielsweise 700 Millionen Euro in den Stammsitz in Stuttgart-Zuffenhausen stecken, um einen E-Porsche herzustellen. Auch die zunehmende Digitalisierung der Fahrzeuge sowie selbstfahrende Autos sind Branchenvorhaben, die massiv Investitionen erfordern. (dpa)

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