Vatikan flottet Fiat Tipolino ein: Winzling-Stromer für den Zwergenstaat

02.07.2026 10:22 Uhr | Lesezeit: 3 min
So fährt Fiat jetzt im Vatikan vor.
© Foto: Timo Bürger

Mit 20 vollelektrischen Topolino unterstützt Fiat die interne Mobilität der Vatikanstadt. Gleichzeitig nutzt die Marke den Auftritt in Rom, um ihre Strategie für kompakte Stadtmobilität zu schärfen.

Die Vatikanstadt ist nur knapp einen Quadratkilometer groß und zählt weniger als 1.000 Einwohner. Dennoch gibt es zwischen Petersdom, Petersplatz, Apostolischem Palast, Vatikanischen Museen und Sixtinischer Kapelle zahlreiche Wege, die täglich zurückgelegt werden müssen. Möglichst leise, lokal emissionsfrei und platzsparend – genau dafür liefert Fiat nun eine passende Lösung.

Der italienische Hersteller hat dem kleinsten Staat der Welt zunächst 20 vollelektrische Fiat Topolino übergeben. Die Fahrzeuge sollen die interne Mobilität im Vatikan unterstützen und fügen sich in die Umweltstrategie des Stadtstaates ein. Für kurze Wege, enge Gassen und sensibles Umfeld ist der elektrische Kleinstwagen prädestiniert.


Fiat Micromobility

Fiat Topolino Bildergalerie

Die Übergabe in Rom nutzte Fiat zugleich, um seine Kompetenz im Bereich Mikromobilität zu unterstreichen. Bei einer eigenen Veranstaltung präsentierte die Marke ihre Vision für kompakte urbane Mobilität und ihre wachsende Rolle in diesem Segment. „Unsere Mission war immer dieselbe: Mobilität einfacher, intelligenter und zugänglicher zu machen“, sagte Olivier François, CEO von Fiat und Global CMO von Stellantis. Mit Topolino, Tris und der Zukunftsvision Multiplina wolle Fiat ein Ökosystem für die Städte von morgen schaffen.

Der Topolino ist ein Leichtfahrzeug und darf bereits ab 15 Jahren gefahren werden, nötig ist nur der AM-Führerschein (der "Rollerführerschein"). Die Höchstgeschwindigkeit bei 45 km/h, die Leistung bei umgerechnet gut acht PS. In Rom zeigte Fiat nun das Sondermodell Topolino Sport, das Elemente des historischen Vorgängers zitiert.

Vielseitiger Fiat Tris

Ein weiterer Baustein ist der weiterentwickelte Fiat Tris, der als elektrischer Nachfolger der klassischen Ape verstanden werden kann. Das Dreirad wurde als globales Projekt entwickelt und soll vor allem die Nachfrage nach effizienten, nachhaltigen Lösungen für die letzte Meile bedienen. Neben klassischen Transportaufgaben will Fiat den Tris künftig auch stärker in Lifestyle- und Branchenlösungen einbinden – etwa für Hotellerie, Gastronomie und Freizeitangebote. Auf dieser Idee fußt die Tris-Studie "Dolcevita", eine Art offenes Shuttle, die nun auch präsentiert wurde.

Fiat Topolino wird zum Monsterlino

Auch der Topolino selbst wurde weiterentwickelt. Die Modellpalette erhält neue Designvarianten, darunter die Farbe Corallo, die Dolcevita-Karosserie, den Topolino Sport sowie die Topolino Vilebrequin Collector’s Edition. Ergänzt wird das Angebot durch ein ungewöhnliches Zubehör aus der Partnerschaft mit dem Audio-Spezialisten Monster: Die Monsterlino-Lautsprecher lassen sich magnetisch am Fahrzeug befestigen, nach der Fahrt abnehmen und auch am Smartphone nutzen.


Fiat 500 Hybrid (2026)

Fiat 500 Hybrid vor Graffitiwand Bildergalerie

Für 2028 kündigt Fiat zudem ein neues Modell an. Der neue Ableger des Topolino soll vier Sitzplätze und mehr Stauraum bieten – und damit die Mikromobilitätsstrategie der Marke weiter ausbauen.

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