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Bugatti-Chef Winkelmann: "Die Marke hat viel Potenzial"

Bugatti-Chef Winkelmann
"Die Marke hat viel Potenzial"
Stephan Winkelmann beim wohl berühmtesten Schönheitswettbewerb für klassische Fahrzeuge in Pebble Beach
© Foto: Bugatti

Bugatti-Präsident Stephan Winkelmann über den möglichen Ausbau des Modellangebots und die Frage, wie es um Nachhaltigkeit der VW-Tochter bestellt ist.

Von Wolfgang Schäffer/SP-X

Mit dem Centodieci bringt Bugatti ein weiteres Hypercar auf den Markt. Auf dem diesjährigen Concours d'Elegance am kalifornischen Pebble Beach äußerte sich Bugatti-Präsident Stephan Winkelmann zu weiteren Modellen und stellte sich auch der Frage nach dem CO2-Ausstoß der Fahrzeuge.

Was bedeutet der Centodieci für Bugatti?

Stephan Winkelmann: Das Auto erinnert an unseren italienischen Teil der Geschichte. Der EB 110 war ein tolles Auto und seiner Zeit weit voraus. Da passt es doch im Jubiläumsjahr bestens, mit einem entsprechenden Auto an diese Epoche zu erinnern. Mit dem Centodieci zeigen wir, dass Design, Qualität und Performance ebenso wichtig sind wie Beschleunigungswerte und Höchstgeschwindigkeit.

Was ist in der Zukunft von Bugatti zu erwarten?

Die Marke hat sehr viel Potential. Ich bin davon überzeugt, dass wir ein Auto mit hoher Alltagstauglichkeit auf die Räder stellen können, ohne die Werte Bugattis zu missachten. Wir werden immer wieder von Kunden zu diesem Thema angesprochen.

Wie konkret sind die Pläne?

Wir haben eine Idee für ein rein elektrisch angetriebenes Auto. Doch noch ist in dieser Hinsicht nichts beschlossen. Sollte es dazu kommen, müssten wir Personal aufstocken, um die Produktionskapazität zu erhöhen. Um uns in Zukunft solche in der Entwicklung und Fertigung sehr teure Autos wie den Chiron oder auch den Centodieci leisten zu können, benötigen eine breitere Basis. Die wird aber auch dann noch deutlich unter 1.000 Einheiten liegen. Sollte eine Entscheidung für das E-Fahrzeug fallen, werden wir auch in diesem Segment die Werte Bugattis hochhalten und uns an die Spitze des Segments setzten.

Wie gehen Sie mit Kritik an Ihren Fahrzeugen und der Marke hinsichtlich der hohen Umweltbelastung um?

Uns ist ebenso wie unseren Kunden natürlich bewusst, dass das ein Thema ist. Nicht nur deshalb arbeiten wir daran, CO2-neutral zu werden. Das gilt zum einen für die Werke in Molsheim und Deutschland. Zudem rechnen wir den CO2-Ausstoss aller Entwicklungs- und Probefahrten sowie die Kilometer, die unsere Kunden mit ihren Fahrzeugen fahren und die statistisch festgehalten sind, zusammen, um das möglichst auszugleichen. Es gibt halt nur eine sehr limitierte Auflage an Autos von uns. Das sind 500 Einheiten beim Chiron über Lebenszeit, 40 beim Divo und zehn beim Centodieci. Die durchschnittliche Kilometerleistung der Fahrzeuge liegt bei weniger als 2.000 pro Jahr.

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Bugatti Centodieci
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