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Fahrbericht DS 3 E-Tense: Designerstück mit neuem E-Antrieb

Der DS 3 rollt ab Februar auf Wunsch in der neuen Karosseriefarbe Diva-Rot an.
© Foto: DS

Die schicke Stellantis-Marke DS macht den DS 3 fit für die zweite Lebenshälfte. Dabei belassen es die Franzosen nicht bei reiner Kosmetik und Verbesserungen beim Infotainment.


Datum:
24.01.2023
Autor:
SP-X
Lesezeit:
3 min
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Der 2019 gestartete DS 3 Crossback hat seinen Beinamen verloren. Im Zuge einer deutlichen Überarbeitung mit rund 500 neuen Teilen wurde das Einstiegsmodell des französischen Autobauers das zuvor obligatorische "Crossback" los. An den Abmessungen der Karosserie und des Innenraums hat sich durch das Facelift nichts verändert. Aber beim Antrieb des rein elektrisch angetriebenen DS 3 E-Tense übernimmt die am stärksten designorientierte Marke im Stellantis-Konzern eine Vorreiterrolle.

Im ab Mitte Februar 2023 ausgelieferten E-Tense arbeitet nämlich erstmals die zweite Evolutionsstufe des Stellanis-Elektroantriebs, die nach und nach aufs ganze Sortiment ausgerollt werden soll. Sprich: Die in Frankreich entwickelte und gebaute E-Maschine leistet jetzt um 15 kW / 20 PS mehr als der etwa auch aus dem Opel Corsa-e bekannte Antrieb, also 115 kW / 156 PS.


DS 3 E-Tense

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Drehmoment und Fahrleistungen blieben weitestgehend gleich. Weil die Kapazität des ebenfalls in Frankreich gebauten Akkus bei gleichem Format um vier auf jetzt 54 Kilowattstunden (kWh) stieg, von denen 51 kWh nutzbar sind, kommt der Kompakt-Crossover deutlich weiter. Rund 400 Kilometer Reichweite nach WLTP-Norm verspricht DS. Bisher waren es 340 Kilometer.

Bei ersten Testfahrten im Stadtverkehr, außerorts und auf einem kurzen Autobahnabschnitt verbrauchte der Franzose laut Bordcomputer rund 17 kWh pro 100 Kilometer. Bedeutet: Rund 300 Kilometer am Stück sind bei elektrogemäßer Fahrweise und Temperaturen um die 20 Grad mit dem zu 80 Prozent aus Nickel und zu je zehn Prozent aus Mangan und Kobalt bestehenden Stromspenders problemlos drin.

Mehr Kilometer pro Ladung

Die Stärkungskur ist zu spüren. Nicht dramatisch, aber speziell im Fahrmodus Eco doch recht deutlich. Der E-Tens entwickelt seine Leistung entspannter, wirkt nicht mehr so abgeschnürt wie zuvor. Das macht es leichter, nicht in Normal oder Sport zu schalten. In Kombination mit der um bis zu sieben Prozent verbesserten Aerodynamik bringt das im Alltagsbetrieb mehr Kilometer pro Ladung.

Bei den Verbrennern hat sich technisch nichts geändert, allerdings ist die Auswahl jetzt kleiner als vor dem Facelift. DS bietet neben dem mit Sechsgang-Handschalter 74 kW / 100 PS leistenden 1,3-Liter-Benziner mit drei Zylindern und dessen Variante mit Achtgang-Automatik und 96 kW / 130 PS nur noch den 1,5-Liter-Diesel mit 96 kW / 130 PS an.

Äußerlich ist das Facelift an einer neu gestalteten Front mit frischem Kühlergrill, den geänderten LED-Scheinwerfern (optional mit Matrix-Technik) und jetzt als senkrechte Striche ausgeführten Tagfahrlichtern zu erkennen. Dazu gibt es neue Farben, etwa Seiden-Grau und Diva-Rot, letztere für satte 1.300 Euro extra. Auch die Felgenauswahl wurde vergrößert.

Innenausstattung aufgefrischt

Innendrin gibt es ein neues Lenkrad mit logischerer Aufteilung der Bedientasten. Das Infotainment-System wird grundsätzlich über einen 10,3 Zoll großen Touchscreen gesteuert. Für die vernetzte Navigation und die Spracherkennung hat DS das schon aus dem DS 4 bekannte Iris-System installiert. Damit können der zentrale Bildschirm und die sieben Zoll große Instrumententafel und das Head-up-Display (mit Plastikscheibe) nach den Vorstellungen des Fahrenden formatiert werden. Apple CarPlay und Android Auto funktionieren jetzt auch ohne Kabel. Serienstandard sind unter anderem die automatische Notbremsung bis 85 km/h, der Spurhalteassistent mit Spurhaltewarnung und eine intelligente Geschwindigkeitsanpassung. Weitere Assistenten gibt es gegen Aufpreis.

DS versteht sich als von der Haute Couture inspirierte Marke. Das ist auch nach dem Facelift im Innenraum unschwer zu erkennen. Je nach Ausstattungsstufe finden sich am Armaturenbrett etwa Nappa-Leder und Perlenstickereien, Alcantara oder Stoffe in Perruzi-Bronze. Die Raute wird als typisches DS-Stilelement auch im Interieur eingesetzt. Das sieht vielleicht gut aus, ist aber nicht unbedingt ein Musterbeispiel für gute Ergonomie – etwa bei den im Mitteltunnel untergebrachten Tasten für die Fensterheber.

Pariser Mode-Flair auf 17 oder 18 Zoll großen Rädern gibt es bei DS nicht zum Spartarif. Die Preisliste startet bei 26.740 Euro beziehungsweise 30.040 Euro für die Benziner. Der Diesel kostet mindestens 32.940 Euro, der Stromer wird ab 40.540 Euro angeboten. Zum Vergleich: Der Opel Corsa-e, noch mit 100 kW / 136 PS, ist schon für gut 6.600 Euro weniger zu haben.

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