Autoscout24: Preise steigen im neuen Jahr weiter an

01.02.2016 15:04 Uhr
Autoscout24: Preise steigen im neuen Jahr weiter an
Im Januar sind die Preise von Gebrauchtwagen um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat leicht angestiegen.
© Foto: www.autoscout24.de

Der Durchschnittspreis im Autoscout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index (AGPI) liegt damit im Januar bei 18.055 Euro. Oldtimer legten mit 3,7 Prozent mit Abstand am deutlichsten zu.

Im Januar sind die Preise von Gebrauchtwagen um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat leicht angestiegen. Der Durchschnittspreis im Autoscout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index (AGPI) liegt damit im Januar bei 18.055 Euro. Oldtimer legten mit 3,7 Prozent mit Abstand am deutlichsten zu.

"Händlern von Old- und Youngtimern bieten wir ab sofort auch eine Marktorientierung. Der von uns erstellte Preis-Index bietet die Möglichkeit, Entwicklungen zeitnah zu analysieren", sagte Stephan Spaete, Senior Vice President Sales & Operations. "Die Nachfrage nach Old- und Youngtimern steigt nicht zuletzt aufgrund der Finanz- und Bankenkrise seit Jahren kontinuierlich. Während gerade Neuwagen und junge Gebrauchte mit dem Wertverlust zu kämpfen haben, können sie eine attraktive Form der Geldanlage sein." So kosteten im Januar Oldtimer (über 30 Jahre alte Autos) im Schnitt fast 400 Euro mehr als zum Beispiel ein bis drei Jahre alte Gebrauchte. Und Fahrzeuge zwischen zehn und 20 Jahren sind im Schnitt günstiger als ein über 20 Jahre alter Youngtimer.

Die bis zu zwölf Monate alte Gebrauchtwagen verloren 0,6 Prozent von Dezember auf Januar (Durchschnittspreis: 25.860 Euro). Positiv entwickelten sich preislich mit plus 0,7 Prozent Gebrauchtwagen im Alter von ein bis drei Jahren (24.254 Euro). Die drei- bis fünfjährigen Gebrauchten blieben mit einem Plus von 0,1 Prozent (18.547 Euro) nahezu unverändert. Ähnlich erging es mit minus 0,1 Prozent den gebrauchten Fahrzeugen im Bereich von fünf- bis zehn Jahren (11.320 Euro) und den zehn- bis 20 Jahre alte Fahrzeugen (plus 0,1 Prozent, 4.379 Euro). Anders im neuen Segment der Youngtimer (20 bis 30 Jahre): Diese schnitten im Januar mit minus 1,5 Prozent (6.446 Euro) am schlechtesten ab, wohingegen die erstmals gelisteten Old timer mit plus 3,7 Prozent (24.623 Euro) trotz Wintereinbruch am meisten zulegten.

Angebotsentwicklung: Nur zwei Alterssegmente mit Bestandsaufbau

Das Angebot in den meisten Segmenten war im Januar vom Bestandsabbau geprägt. Der Jahresendspurt bei den Tageszulassungen ließ ein Absacken bei den bis zu einem Jahr alten Fahrzeugen bereits erwarten (minus 1,9 Prozent). Positiv entwickelten sich einzig Ein- bis Dreijährige (plus 1,0 Prozent) und die drei- bis fünf Jahre alten Gebrauchten (plus 2,3 Prozent). Hingegen verringerte sich das Angebot bei den fünf bis zehn Jahre alten Gebrauchtwagen (minus 1,6 Prozent) ebenso wie die Altersklasse der zehn bis 20 Jahre alten Fahrzeuge (minus 2,8 Prozent). Einen noch stärkeren Rückgang verzeichneten die neuen Kategorien Youngtimer (minus 5,0 Prozent) und die klassischen Oldtimer mit minus 6,2 Prozent. Deren Saison beginnt üblicherweise erst später im Jahr, wenn die steigenden Temperaturen die Lust am Oldtimerfahren erhöhen.

Nachfrageentwicklung: Durchweg zweistelliger Anstieg

Dass die Nachfrage im ersten Halbjahr 2016 anziehen würde, hatten 75 Prozent der 550 im Auftrag von Autoscout24 im Spätherbst befragten Händler bereits vermutet. Dass der Anstieg gleich zu Jahresanfang so extrem ausfallen würde, wohl weniger. So legte die Nachfrage nach "neuwertigen" Gebrauchten im Alter von bis zu zwölf Monaten um 18,3 Prozent zu. Über ein Viertel mehr Zugriffe (plus 25,4 Prozent) verzeichneten die Ein- bis Dreijährigen. Nicht viel weniger Zuwachs verbuchten Fahrzeuge im Alter von drei bis fünf Jahren (23,7 Prozent). Ebenfalls überdurchschnittlich beliebt waren im Januar fünf- bis zehnjährige Gebrauchtfahrzeuge (18,6 Prozent) sowie Gebrauchte im Alter von zehn bis 20 Jahren (plus 15,6 Prozent). In diesen positiven Zyklus reihten sich auch die neu hinzu gekommenen Alterssegmente nahtlos ein: Youngtimer-Nachfragen stiegen um 12,2 Prozent, die nach Oldtimern sogar um 16,3 Prozent.

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