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Prüfdienst: GTÜ warnt im Mängelreport vor mangelhaften Fahrzeugen

Die Prüfingenieure von GTÜ-Geschäftsführer Rainer de Biasi haben im vergangenen Jahr 3,7 Millionen Hauptuntersuchungen durchgeführt und ausgewertet.
© Foto: GTÜ GmbH

Fast jeder fünfte Wagen, der 2011 bei der GTÜ zur Hauptuntersuchung vorfuhr, bekam wegen erheblicher technischer Probleme keine Plakette. Vor allem der schlechte Zustand älterer Fahrzeuge ist alarmierend.


Datum:
26.03.2012
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Immer mehr Autos mit großen Mängeln sind nach Angaben von Experten auf den Straßen unterwegs. Im vergangenen Jahr bekamen 19,5 Prozent aller Fahrzeuge, die bei der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) zur Hauptuntersuchung angemeldet wurden, wegen erheblicher Defekte keine Plakette. Das sei der höchste Wert seit 14 Jahren, berichtete die bundesweit tätige Sachverständigenorganisation am Freitag in Stuttgart. 2010 hatte die Mängelquote schon bei fast 19 Prozent gelegen.

Insgesamt hatte die GTÜ im vergangenen Jahr 3,7 Millionen (Vorjahr: 3,6) Fahrzeuge bei der Hauptuntersuchung kontrolliert. Nicht einmal jeder zweite Wagen (48,3 Prozent) war komplett frei von technischen Fehlern. Am häufigsten traten Mängel an der Beleuchtung und Elektrik (24,1 Prozent) auf. Dahinter folgten die Gruppen "Bremsanlage" (18,8 Prozent), "Achsen/Räder/Reifen/Aufhängungen" (17,2 Prozent) sowie "Umweltbelastungen" (15,9 Prozent).

"Die Jahr für Jahr steigenden Mängelzahlen (...) erhöhen nicht nur das sicherheitstechnische Risiko, sondern auch das Unfallrisiko zahlreicher Pkw auf unseren Straßen", sagte Rainer Süßbier, Technischer Leiter der GTÜ. Viele Autofahrer würden am regelmäßigen Service in der Werkstatt sparen und notwendige Reparaturen auf die lange Bank schieben.

Hohes Alter – viele Mängel

Besonders alarmierend sei der schlechte technische Zustand vieler älterer Fahrzeuge, hieß es weiter. In der Altersgruppe über neun Jahre wiesen 2011 rund 70 Prozent der Pkw Mängel auf. Rund 28 Prozent dieser Fahrzeuge hatten gravierende Schäden oder waren verkehrsunsicher. Schwächen zeigten die Wagen vor allem an Bremsen, Achsen, Rädern und Reifen.

Süßbier veranschaulichte die Unterschiede zwischen neuen und alten Pkw: Bei bis zu drei Jahren alten Autos spürten die GTÜ-Prüfer im vergangenen an 100 Pkw rund 22 Mängel auf – in der Altersgruppe über neun Jahre waren es 231 Probleme.

Stärker als der Markt

Laut GTÜ-Geschäftsführer Rainer de Biasi hatten die freiberuflichen Sachverständigen 2011 viel zu tun. Bei der Zahl aller geprüften Fahrzeuge legten die Stuttgarter im Vergleich zum Vorjahr von 5,6 auf 5,9 Millionen zu. Bei einem positiven HU-Gesamtmarkt (plus 4,2 Prozent) wuchs die Gesellschaft überproportional um 6,1 Prozent. Ihr Marktanteil liegt damit aktuell bei 14,2 Prozent.

Zum Vergleich: Die großen Mitbewerber Dekra und die TÜVs rutschten mit drei Prozent Wachstum unter den Gesamtmarkt oder stagnierten mit 4,2 Prozent auf diesem Niveau. Im deutschen Kfz-Überwachungsgeschäft ist die GTÜ mit knapp 2.200 Partnern und Ingenieuren die Nummer drei. (rp/dpa)

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