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Kommentare () Kommentare (0) 19.05.2017

Kfz-Zulassungsstellen im Test

Service wie anno dazumal

Kfz-Zulassungsstellen im Test
Service wie anno dazumal
Der ADAC hat die Wartezeit auf Zulassungsstellen untersucht.
© Foto: picture alliance / dpa

Beim Straßenverkehrsamt kann es dauern. Und auch sonst steht Kundenservice nicht überall im Fokus, wie ein ADAC-Test ergeben hat.

Der Besuch in der Kfz-Zulassungsstelle erfordert in vielen Städten Geduld. Nicht überall stimmen Kundenservice und Geschwindigkeit, wie ein Test des ADAC jetzt ergeben hat. Besonders schlecht schnitt das Straßenverkehrsamt in Hamburg Mitte ab.

In der Zulassungsstelle der Hansestadt mussten die Tester bei einer Anmeldung ohne Termin 182 Minuten auf Ihr Kennzeichen warten, 62 Minuten länger als in Düsseldorf auf Platz zwei der Negativ-Rangliste. Gerade einmal elf Minuten dauerte es in Dresden – das beste Ergebnis unter den zehn untersuchten Großstädte. Besorgt man sich vorab einen Termin, lässt sich die Wartezeit in der Regel auf vier bis 13 Minuten verkürzen; in Hamburg lag sie jedoch immer noch bei 20 Minuten.

Kritik ernteten die Ämter auch für ihre wenig bürgerfreundlichen Öffnungszeiten. Abends ist in der Regel zu, an Samstagen boten nur Wiesbaden und Potsdam Dienste an. Verbesserungsbedarf gibt es zudem bei der Beantwortung telefonischer Anfragen. In einigen Ämtern wurden sie gar nicht entgegengenommen, in anderen hing der Anrufer minutenlang und letztlich erfolglos in der Warteschleife. Antworten auf E-Mails kamen zwar schnell, waren aber häufig unvollständig.

"In vielen Zulassungsstellen hat man heute immer noch das Gefühl, als lebten wir im Jahr 1980", kritisierte ADAC-Geschäftsführer Alexander Möller. Insgesamt erhielten vier der getesteten Ämter die Note "gut", darunter Wiesbaden, Kiel, Düsseldorf und Mainz. Fünfmal gab es ein "ausreichend", Hamburg erhielt als einzige Stadt die Bewertung "mangelhaft".

Digitale Lösungen versprechen Verbesserungen

Verbesserungen für die Bürger erhofft sich der ADAC vom Ausbau der Online-Dienstleistungen ("i-kfz"). Seit Anfang 2015 können Fahrzeuge bereits online abgemeldet werden, ab Oktober ist unter bestimmten Voraussetzungen auch die Wiederzulassung von Fahrzeugen im Internet möglich. Ab Oktober 2018 sollen dann alle Zulassungen online möglich sein. Möller: "Mittel- bis langfristig sollten sich dadurch auch die Gebühren für die Bürger reduzieren." (sp-x/hh/rp)

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