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Kommentare () Kommentare (0) 08.11.2018

Pkw-Neuzulassungen

Privat- und Flottenmarkt auf Talfahrt

Pkw-Neuzulassungen
Privat- und Flottenmarkt auf Talfahrt
Lieferprobleme und Tageszulassungs-Schwemme: Das Neuwgen-Geschäft mit Privatkunden ging im Oktober am stärksten zurück.
© Foto: Peugeot
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Die Verzögerungen bei der WLTP-Zertifizierung haben das Pkw-Geschäft auch im Oktober geprägt. Besonders betroffen waren die Neuzulassungen der privaten und gewerblichen Endkunden.

Die Turbulenzen der WLTP-Einführung haben den deutschen Automarkt weiterhin fest im Griff. Nach einem Rekordhoch im August und dem schlechtesten September seit 33 Jahren fiel das Oktober-Ergebnis mit 252.628 Neuwagen und einem Minus von "nur" 7,4 Prozent relativ moderat aus. Doch es ist zu beachten, dass der Oktober 2018 zwei Arbeitstage mehr hatte als im Vorjahr. Arbeitstäglich bereinigt brachen die Neuzulassungen des vergangenen Monats mit 12,3 Prozent ein. Das zeigen aktuelle Auswertungen der AUTOHAUS Neuzulassungsdatenbank und von Dataforce.

Den stärksten Rückgang musste im Oktober der Teilmarkt "Privat" verkraften, der besonders unter der mangelnden Lieferbarkeit von Euro 6c homologierten Neuwagen einiger großer Hersteller und der vorausgegangenen Schwemme an Tageszulassungen leidet. In Verbindung mit den momentan fehlenden Dieselprämien wuchs das bereinigte Defizit zum Oktober 2017 daher auf 14,9 Prozent (91.621 Einheiten) an.

Nicht viel besser entwickelte sich der relevante Flottenmarkt. Hier bezifferte Dataforce das bereinigte Minus auf 14,3 Prozent. Insgesamt wurden im Oktober 63.436 neue Firmenwagen angemeldet. Als Ursachen nannten die Frankfurter Branchenbeobachter etwa, dass sich die Fuhrparkleiter schon vor der verbindlichen Einführung des neuen Abgastests mit den benötigten Fahrzeugen eingedeckt hatten. Zudem seien Unternehmen aufgrund langfristiger Lieferverträge sowie einer stärkeren Markenbindung seltener bereit, auf ein anderes Fabrikat umzusteigen. "Viele der im Flottenmarkt starken Hersteller und Importeure konnten im Oktober nur einen Teil ihrer Modelle liefern", hieß es.

Vermieter-Segment stabil

Deutlich im Minus waren auch die beiden Vertriebskanäle "Fahrzeugbau" (23.382 Einheiten) und "Fahrzeughandel" (48.084). Die Eigenzulassungen der Autobranche schrumpften um 11,2 bzw. 10,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Unter den einzelnen Marktsegmenten ließen allein die Autovermieter aufhorchen: Diese meldeten bei den Zulassungsstellen 5,1 Prozent mehr Neuwagen (26.105) als im Oktober 2017. Arbeitstäglich bereinigt wird daraus mit minus 0,5 Prozent ein stabiler Wert. (rp)


Wie schlagen sich die Volumenfabrikate? Welche Marke hat im Premium-Segment die Nase vorne? Wie viele Zulassungen erreichen Nischenanbieter wie Tesla oder Rolls-Royce? Was sind die gefragtesten Modelle? Das können Sie Monat für Monat kostenlos in der Neuzulassungsdatenbank von AUTOHAUS abrufen! Magazin-Abonnenten steht eine exklusive Recherche nach Teilmärkten, Bundesländern, Kraftstoffen, Farben und Hubräumen zur Verfügung.

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