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Lärmschutz: Umweltminister gegen laute Auspuffanlagen

Laute Auspuffanlagen sollen künftig verstärkt kontrolliert werden.
© Foto: Uwe Anspach/dpa

Der saarländische Umweltminister Reinhold Jost will einen Vorschlag zum Verbot von lauten Auspuffanlagen machen. Grund sind Beschwerden über sehr hohen Verkehrslärm - insbesondere in den Sommermonaten.


Datum:
05.11.2018
5 Kommentare

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Der saarländische Umweltminister Reinhold Jost will übermäßig laute Auspuffanlagen an Autos in Deutschland verbieten lassen. Auf der kommenden Umweltministerkonferenz vom 7. bis 9. November in Bremen will er diese Forderung in einem Beschlussvorschlag zur Verbesserung des Schutzes vor Motorenlärm vorlegen. "Diese Klappenauspuffanlagen haben keine weitere Funktion als einen charakteristischen 'Sound' der Fahrzeuge beziehungsweise unnötigen, ohrenbetäubenden Lärm zu erzeugen", sagte der SPD-Politiker am Freitag.

Gerade in den Sommermonaten häuften sich die Beschwerden über unerträglichen Verkehrslärm. Neben einer rücksichtslosen Fahrweise sei auch der Einbau der sogenannten Klappenauspuffanlagen für den Lärm verantwortlich. "Wir investieren jedes Jahr bundesweit Millionen in Lärmschutzmaßnahmen, lassen es dann aber auf anderer Seite zu, dass durch technische Maßnahmen Fahrzeuge lauter als unbedingt notwendig gemacht werden", sagte Jost der Deutschen-Presse-Agentur. Dies sei "Unsinn".

Während im Rahmen der Typgenehmigung von Fahrzeugen die Geräuschemissionen geprüft werden, gebe es bei den regelmäßigen Überwachungen ohne einen entsprechenden Verdacht keine Prüfung mehr.

Serienmäßig verbaut sind die Generatoren zulässig, als Nachrüstung verboten. Geräuschkontrollen im Verkehr fänden nur vereinzelt statt. Der Beschlussvorschlag empfiehlt, die Kontrollen zu verschärfen und so Manipulationen an Motorrädern oder Autos entgegenzuwirken. (dpa)

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KOMMENTARE


Nordlicht

05.11.2018 - 11:46 Uhr

Ein sehr guter Vorschlag, der aber in der Umsetzung nur dann Sinn macht, wenn er vor allem die noch häufig viel lauteren Motorräder mit umfasst!


Heinrich Büddemann

05.11.2018 - 17:51 Uhr

Den Vorschlag des Ministers kann ich nur begrüßen, leider kommt er fast zu spät.Dazu gehört aber auch, dass der Staat ( Polizei und Staatsanwaltschaft) restritivdurchgreifen. Der Lärmpegel hat schon vieler Orts über Hand genommen.Herzlichen Glückwunsch zu dieser Entscheidung!


Oldieuli

06.11.2018 - 07:39 Uhr

Höchste Zeit, dass gegen diese Klappen-Klapper-Proll-Anlagen vorgegangenwird. Selbst für mich als hörgestürzter Autoliebhaber ist der Radau unerträglich!Den TÜV-und anderen "Prüf-Bonzen" sollte eine 24-Stunden-Beschallunggegönnt werden! Unsereins haben solche Rost-Stasis wegen eines lächerlichenLöchleins im Auspufftopf vom Hof gejagt!


Theodor Fontane

07.11.2018 - 11:28 Uhr

Neid ist bekanntlich die ehrlichste Form der Anerkennung!


Täubchen

10.11.2018 - 10:37 Uhr

@Theodor FontaneWas hat das mit Neid zu tun? Neidisch auf jemanden, der nur an sich und seine Maschine denkt, dem seine Umgebung und die Umwelt so egal sind, dass er ihr noch seinen Abdruck hinterlassen muss?Was bin ich froh, dass mir geholfen wurde, irgendwann in meiner Kindheit dieses geistige Niveau zu verlassen ...Die Initiative und richtig, wichtig und überfällig. Und jeder Umweltminister, jede Umweltministerin, der/die zu Recht dieses Amt inne hat, sollte sich anschließen und nicht wieder vor Lobbyisten einknicken. Die Grünen haben es seinerzeit im Bundesumweltministerium leider auch nicht geschafft, aber seitdem sind die Zustände stets noch schlimmer geworden.


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