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Politik: Geplatzte Pkw-Maut kostete bislang 79 Millionen Euro

Die eigentlich für die Pkw-Maut vorgesehenen Betreiber fordern 560 Millionen Euro Schadenersatz, der Bund weist das zurück.
© Foto: picture alliance/dpa

Auch wenn sie nie eingeführt wurde, hat die Pkw-Maut bisher mit einem hohen, zweistelligen Millionen-Betrag zu Buche geschlagen. Allein in diesem Jahr entstanden Kosten von sieben Millionen Euro.


Datum:
25.09.2020
2 Kommentare

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Die geplatzte Pkw-Maut hat den Bund mittlerweile 79,3 Millionen Euro gekostet. Darunter sind sieben Millionen Euro, die bisher in diesem Jahr bis zum 18. September anfielen, wie das Bundesverkehrsministerium auf eine Grünen-Frage antwortete. Zuerst berichteten die Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft (Freitag) darüber. Allein 5,2 Millionen Euro fielen demnach in diesem Jahr bisher für Sachverständige und Gerichtskosten an. Die seit 2014 insgesamt entstandenen Kosten erhöhen sich damit weiter. Mitte Juni hatte das Ministerium eine Summe von 76,7 Millionen Euro genannt.

Der Grünen-Verkehrspolitiker Stephan Kühn sagte, die Pkw-Maut sei "einer der teuersten Rohrkrepierer der bayerischen Regionalpartei CSU" und ihres Verkehrsministers Andreas Scheuer. Der Ressortchef soll am kommenden Donnerstag (1. Oktober) erstmals im Untersuchungsausschuss des Bundestags befragt werden. Scheuer steht in der Kritik, weil er die Verträge zur Kontrolle und Erhebung der Maut Ende 2018 abschloss, bevor Rechtssicherheit bestand. Der Europäische Gerichtshof stoppte die Maut im Juni 2019. Die eigentlich vorgesehenen Betreiber fordern 560 Millionen Euro Schadenersatz, der Bund weist das zurück. Zwischen beiden Seiten hat bereits ein Schiedsverfahren begonnen. (dpa)

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KOMMENTARE


HH

25.09.2020 - 13:25 Uhr

3 Tage Österreich Urlaub und für 25 KM Autobahn knapp 10 Euro gezahlt. Tja, und hier fährt jeder so. Geiler Plan!


Dieter M. Hölzel

28.09.2020 - 08:53 Uhr

Na ja HH, der Scheuer hat es halt nur falsch angepackt. Aber Sie wissen sicher: Wenn ein Vorhaben wie die Maut gelingt, wären alle daran beteiligt. Wenn es aber schief geht, gibt es nur einen Schuldigen. Der Plan war gut, die Recherche vorher halt nicht so toll! Ich persönlich fahre nicht dahin, wo der Virus ist, laufe halt mit der Maske und Abstand rum, was mir gaaaanz normaler Menschenverstand sagt. Außerdem will ich mich von so Leuten nicht anstecken lassen die rücksichtslos andere Menschen in Lebensgefahr bringen. Ich empfinde nicht die Spur von Verlust der " Freiheit ", mein Leben ist mir lieber und ich hoffe sehr, dass Corona bald verschwindet - und die Maut ist mir auch egal.


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