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Spritpreise sind am Sinken: "Nur auf den ersten Blick eine Entspannung"

Die Preise für Kraftstoff sind aktuell am Sinken.
© Foto: Christin Klose/dpa/Themendienst/picture alliance

Für das nach wie vor sehr hohe Preisniveau gibt es neben dem Ukranine-Krieg laut einem Experten noch einen sehr gewichtigen Grund.


Datum:
27.07.2022
Lesezeit: 
3 min
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Die Spritpreise sind weiter im Sinkflug: Super E10 liegt laut ADAC wieder auf dem Niveau vor Beginn des Ukraine-Krieges Ein Liter kostete im bundesweiten Durchschnitt des Dienstags 1,75 Euro. Das ist 3,9 Cent weniger als eine Woche zuvor und exakt der Wert des 23. Februars. Damals hatten die Spannungen im Vorfeld des russischen Angriffs allerdings bereits für einen Anstieg gesorgt. Die 1,75 Euro für E10 am Dienstag waren der zweitniedrigste Tagespreis seit Kriegsausbruch.

Spritpreise im Verlauf des Jahres 2022.
© Foto: ADAC

Dieselpreis "weitaus dramatischer"

Diesel wurde auf Wochensicht ebenfalls billiger: Der Preis sank um 3,5 Cent auf 1,928 Euro je Liter. Vom Vorkriegsniveau ist der Kraftstoff damit allerdings noch weit entfernt. "Bei Diesel sieht es an der Tankstelle weitaus dramatischer aus", sagt Kraftstoffmarkt-Experte Jürgen Albrecht. Am 23. Februar hatte der Kraftstoff noch 1,663 Euro je Liter gekostet. In den Wochen nach Kriegsbeginn verteuerte sich Diesel viel stärker als E10 und überholte es im Preis.

Trotz des aktuellen Rückgangs sieht der ADAC keinen Grund für Entwarnung: "Wir haben nur auf den ersten Blick eine Entspannung, sondern vielmehr ein dramatisch hohes Preisniveau, wenn man den Steuerrabatt herausrechnet",  Die temporäre Steuersenkung sei der einzige Grund, dass man überhaupt unter zwei Euro liege.


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Spritpreise: Problem ist fehlender Wettbewerb

"Und man muss ja damit rechnen, dass sie planmäßig endet und es dann zu einer vollständigen Weitergabe der Preissteigerung kommt", warnt er. Der Steuernachlass von 35,2 Cent pro Liter Superbenzin und 16,7 Cent pro Liter Diesel gilt im Juni, Juli und August.

Als Gegenmittel für die hohen Preise - auch mit Blick auf die Zeit nach Auslaufen des Steuerrabatts, fehlt laut Albrecht vor allem Eines: "Was wir brauchen, ist mehr Wettbewerb. Der scheint sich auf den vorgelagerten Stufen der Wertschöpfungskette aber nicht einzustellen. Sonst wären die Margen in den Raffinerien nicht so beispiellos hoch wie derzeit und würden nicht noch weiter steigen", sagt er.


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