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DIQ: Forderung nach mehr Sicherheit in Fernbussen

DIQ-Geschäftsführer Thomas Koch beim 2. DIQ-Symposium in Bonn zum Thema "Sicherheit in Omnibussen". Das DIQ ist jetzt auch Mitglied im Verkehrssicherheitsrat.
© Foto: DIQ

Das Deutsche Institut für Qualitätsförderung e. V. (DIQ) begrüßte die Entscheidung des Bundesrates zur Liberalisierung im Fernbuslinienverkehr – eine Voraussetzung dafür sei jedoch deren Sicherheit. Zudem ist das DIQ seit Oktober Mitglied im Deutschen Verkehrssicherheitsrat.


Datum:
09.11.2012
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Das Deutsche Institut für Qualitätsförderung e. V. (DIQ) begrüßt die Entscheidung des Bundesrates zur Liberalisierung im Fernbuslinienverkehr. Es müsse sich jetzt zeigen, ob durch die neu entstehenden Buslinien ein für die Reisenden positiver Wettbewerb mit der Bahn entstehe, so DIQ-Geschäftsführer Thomas Koch. Eine elementare Voraussetzung für die neuen Mobilitätsmöglichkeiten mit Omnibussen sei jedoch deren Sicherheit.

Forderungen des 2. DIQ-Symposiums gewinnen an Aktualität

In Anlehnung an das im September zur Sicherheit in Omnibussen in Bonn durchgeführte 2. DIQ-Symposium weist das Institut auf die vielen Facetten dieses Themas hin. Zu den rund 2,7 Milliarden Menschen, die alleine im ersten Halbjahr 2012 den Bus als Fortbewegungsmittel nutzten, werden durch die neuen Fernbuslinien sicherlich viele hinzukommen.

Die Forderungen des DIQ-Symposiums betrafen unter anderem die Aus- und Weiterbildung der Fahrer. Sie müsse kontinuierlich auf der Höhe der Zeit gehalten und qualitativ immer weiter verbessert werden. Wichtig sei dabei unter anderem die immer wieder von der Polizei bemängelte Einhaltung der Lenkzeiten und anderer Vorschriften für die gewerbliche Personenbeförderung. Die konsequente Wartung und die damit verbundene einwandfreie Technik der Fahrzeuge sei für die Sicherheit auf den Fernreiselinien ebenfalls unabdingbar.

Verbesserungsbedarf bei Fernbussen

Im Rahmen der Fachtagung wurden darüber hinaus schlimme Verstöße bei Fernbussen angemahnt. So liege etwa bei den vom Verschleiß betroffenen Teilen wie Fahrwerk und Bremsen einiges im Argen. Vernachlässigt werden nach Aussage des Instituts auch sogenannte Betriebsmittelverluste, wie der Verlust Öl. Dies könne unter Umständen sehr schnell zum Fahrzeugbrand mit unabsehbaren Folgen führen.

Was moderne Bustechnik leisten kann, machten die Vertreter der Industrie beim DIQ-Symposium deutlich: Von der Effizienz in Fragen des Energieverbrauches und der Schadstoffminimierung bis hin zu den modernen, die Sicherheit betreffenden Assistenzsysteme seien die Busse auf der Höhe der Zeit. Das DIQ wies in diesem Zusammenhang ebenfalls auf die Ausstattung von Fernreisebussen mit Sicherheitsgurten für die Passagiere hin. Wichtig sei hier vor allem, dass die Reisenden explizit auf die Anschnallpflicht hingewiesen würden.

Man wisse sehr wohl um die politischen und wirtschaftlichen Spannungsfelder, in denen sich die Busunternehmen befänden, betonte Koch weiter. Auf keinen Fall dürfe daraus aber die Konsequenz entstehen, dass man zum Nachteil der Sicherheit für Reisende und Personal in Omnibussen entscheide. Nur mit konsequent gewarteten und sicheren Fahrzeugen sowie mit gut ausgebildeten Fahrern stellten die neuen Fernbuslinien einen Zugewinn an Mobilität zum Wohle der Allgemeinheit dar – so, wie auch von Verkehrsminister Peter Ramsauer gewünscht.

Mitglied im Deutschen Verkehrssicherheitsrat

Seit Oktober dieses Jahres ist das DIQ zudem Mitglied im Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR), wie das Institut aktuell mitteilte. Der Hauptausschuss des DVR hatte der Mitgliedschaft einstimmig zugestimmt. "Wir sehen in unserer Mitarbeit im DVR einen wichtigen Bestandteil unserer Arbeit für die Verkehrssicherheit", hob Koch hervor. Man werde als neues Mitglied im DVR konstruktiv mitarbeiten. Der DIQ-Geschäftsführer verwies des Weiteren auf die bisherigen Aktivitäten des Instituts für die Sicherheit auf unseren Straßen.

Vor einer großen Zuhörerschaft hat das DIQ bereits zwei Symposien durchgeführt. 2011 war in Schweinfurt die Fußgängersicherheit Thema. Zum 2. DIQ-Symposium hatte der Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrates, Dr. Walter Eichendorf, die Teilnehmer in das Thema Omnibussicherheit eingeführt. Bei beiden Veranstaltungen standen hochklassige Referenten dem fachkundigen Publikum Rede und Antwort.

Aktuell unterstützt das DIQ mit sogenannten "unangekündigten Nachkontrollen" die Technische Fahrzeugüberwachung bei ihren Qualitätssicherungsmaßnahmen. Ein weiteres Projekt wird demnächst die Durchführung eines Fahrsicherheitstrainings für Land- und Forstmaschinen sein.
(lk/sh)

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