Praxistipp: Beim Leasing auf GAP-Falle achten

28.09.2026 06:30 Uhr | Lesezeit: 3 min
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Auto gestohlen oder Totalschaden? Dann könnte bei Leasingfahrzeugen die GAP-Falle drohen – am besten schon beim Vertragsabschluss daran denken.
©Foto: HUK-Coburg

Wer ein Auto least, schaut oft zuerst auf Monatsrate, Laufzeit und Kilometer. Was dabei leicht unter den Tisch fällt: Kommt es zu einem Unfall mit Totalschaden oder wird der Wagen gestohlen, kann es finanziell unangenehm werden. Denn wenn man weniger erhält, als die Restforderung aus der vorzeitigen Abrechnung des Leasingvertrags ausmacht, kann eine deutliche Differenz entstehen.

Genau diese Lücke deckt eine sogenannte GAP-Versicherung ab. Sie federt einen Betrag ab, der schnell in die Tausende gehen kann, und sorgt dafür, dass Leasingnehmer ihre offenen Verpflichtungen gegenüber dem Leasinggeber begleichen können, ohne selbst draufzuzahlen.

Greifbar macht das ein Beispiel: Ein zwei Jahre altes Leasingfahrzeug wird gestohlen und der Wiederbeschaffungswert beträgt 20.000 Euro. Die Restforderung beim Leasinggeber steht noch mit 24.000 Euro offen. Ohne zusätzlichen Schutz bleibt der Leasingnehmer auf den fehlenden 4.000 Euro sitzen.

Leasing mit finanzieller Sicherheit

Für Verbraucher heißt das: Eine kluge Leasingentscheidung hört nicht bei der Monatsrate auf, sondern schließt eine durchdachte Versicherung mit ein. Eine Vollkasko mit einem GAP-Baustein gehört dazu. Wo das geleaste Auto versichert wird, kann frei gewählt werden, wenn die Versicherung nicht gerade zwingend im Leasing-Komplettpaket enthalten ist. "Hier lohnt es sich, Angebote einzuholen und zu vergleichen", rät Michael Müller, Leiter Kraftfahrtabteilung bei der HUK-Coburg. Ergänzend konstatiert er: "In unserer Autoversicherung Classic ist zum Beispiel die GAP-Deckung in der Kaskoversicherung eingeschlossen." Bei geleasten E-Autos sollte man zusätzlich vor allem darauf achten, dass Schäden am Akku des Fahrzeugs mitversichert sind. Wer solche Aspekte von Anfang an mitdenkt, fährt sein Leasingfahrzeug mit finanzieller Sicherheit im Rücken.

Privatleasing bei E-Autos stark verbreitet

Immer mehr Autofahrer entscheiden sich für Leasing: 2025 wurden 23 Prozent aller privaten Neuwagen geleast. Bei den privaten E-Autos waren es laut DAT-Report 2026 sogar 45 Prozent. Bei der HUK-Coburg hat sich die Bestandszahl geleaster PKW aller Antriebsarten laut deren eigenen Angaben in den letzten zehn Jahren mehr als verdreifacht.

Mit 14,5 Mio. versicherten Fahrzeugen ist die HUK-Coburg der größte deutsche Autoversicherer und beschäftigte Ende 2025 insgesamt rund 12.000 Mitarbeiteri. Über alle Sparten hinweg betreut die fränkische Versicherungsgruppe heute mehr als 13 Millionen Kunden und wies im Vorjahr Beitragseinnahmen von 11 Milliarden Euro aus. 

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