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Tchibo/Sixt-Aktion: "Für Fiat ist es ein Experiment"

Tchibo/Sixt-Aktion
"Für Fiat ist es ein Experiment"
Maria Grazia Davino: "Wir haben alles gegeben"
© Foto: FCA Germany

FCA Germany-Chefin Davino kann den Unmut der Händler über die Vertriebskooperation mit Sixt Leasing und Tchibo nur in Teilen verstehen. Sie betont die Chance auf Zusatzgeschäfte.

Maria Grazia Davino, Vorsitzende der FCA Germany AG, hat die Bedeutung der Online-Vertriebsaktion mit Sixt Leasing und Tchibo für die Marke Fiat betont. "Unser Einsatz ist hoch", sagte Davino im Gespräch mit AUTOHAUS. "Ich wollte die Aktion, die mir aus meinem Management-Team vorgeschlagen wurde, denn wir haben meiner Meinung nach das richtige Produkt dafür." Für ein kleines Fabrikat wie Fiat sei ein solches Vermarktungsmodell ein "Experiment, um neue Wege gehen zu können". Dafür brauche man auch erfahrene Partner aus dem Digital-Bereich. Davino: "Wenn nicht wir kooperieren würden, hätte sich Sixt Leasing eine andere Marke gesucht. Das wollte ich nicht."

Seit Dienstag bietet der Kaffeeröster Tchibo auf seiner Internetseite ein exklusives Privatkundenleasing für den Kleinwagen Fiat 500 an. Leasinggeber ist Sixt Leasing, die Auslieferung und Rücknahme der Fahrzeuge erfolgt über teilnehmende Fiat-Autohäuser. Aus Händlerkreisen hatte es Kritik an den Konditionen und Modalitäten der Aktion gegeben, insbesondere an der unzureichenden Marge.

Den Unmut von Handelsseite kann Davino nur bedingt nachvollziehen. "Wir haben alles gegeben, was wir konnten", so die Managerin. Sie sehe zwar gewisse Nachteile. "Doch die vielen Vorteile überwiegen." Diese habe man dem Fiat-Händlerverband in zwei Gesprächen klar und transparent kommuniziert.

"Haken" für neue Kunden

In dem Zusammenhang verwies die Deutschland-Chefin auf mögliche Zusatzgeschäfte, die die Autohäuser mit einem Anschlussvertrag, mit Werkstattleistungen oder im Zubehörverkauf realisieren könnten. "Wichtig ist der Kontakt mit dem Kunden." Die aufmerksamkeitsstarke Aktion liefere dem Handel den "Haken", um sich neue Kunden zu angeln und durch entsprechende Services an sich zu binden. Eine Chance biete zudem die Weitervermarktung der Leasingrückläufer. Sixt Leasing nehme nur einen Teil der Fahrzeuge zurück, hieß es.

Roberto Debortoli, Brand Country Manager Fiat/Abarth, unterstrich, dass der Importeur darauf bestanden habe, die Vertriebsaktion nur gemeinsam mit dem Handelsnetz durchzuführen. "Das war Bedingung." Nach den Angaben der FCA-Verantwortlichen machen letztlich 50 Händler mit. (rp)

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