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Renault/Dacia Partnerkongress: Höherpositionierung und neuer Vertrag

Gemeinsam aus dem Renault-Studio in Brühl, v. re.: Hans-Werner Hauth, Präsident des Verbandes der Renault und Dacia Partner, Renault Deutschland Chef Markus Siebrecht und Dacia Deutschland Chef Christophe Mittelberger.
© Foto: Martin Zimmermann/Renault

Beim Renault/Dacia Partnerkongress kündigte der Importeur die Umsetzung der Höherpositionierung in Deutschland und einen neuen Händlervertrag an. Der Händlerverband geht davon aus, dass man sich einigen wird.


Datum:
17.12.2021
Autor:
Doris Plate/AUTOHAUS
Lesezeit: 
4 min
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Renault will seine Modellpalette auch in Deutschland deutlich höher positionieren. Außerdem soll es ab 2024 einen neuen Händlervertrag geben. Das kündigte der neue Renault Deutschland Chef Markus Siebrecht am Freitag beim digitalen Renault/Dacia Partnerkongress an. Schon bis 2025 soll es nur noch zwei neue Modelle im AB-Segment geben, dafür neun im CDE-Segment. Geplant ist, dass in vier Jahren 60 Prozent der hierzulande verkauften Fahrzeuge in den Segment C, D und E positioniert sind. Derzeit liegt dieser Anteil bei 30 Prozent. Die damit verbundene Erhöhung des Durchschnittspreises um 8.000 Euro soll auch dazu führen, dass die Handelsmarge steigt, so Siebrecht.

Digitale Offensive

Siebrecht betonte, dass Renault Deutschland seine Partner weiterhin brauche. Das Netz müsse aber digitaler agieren. Er kündigte für Anfang 2022 eine Offensive in diesem Bereich an. Der Aufwand dafür werde aber deutlich geringer ausfallen als viele befürchteten.

Neuer Händlervertrag

Bereits Anfang 2022 will Renault Deutschland einen Entwurf für den neuen Händlervertrag vorlegen, der dann ab 1. Januar 2024 gelten soll. Es bleibe beim mehrstufigen und selektiven Vertriebsnetz, versicherte Siebrecht. Marge und Bonus sollten aber einheitlicher und einfacher werden. Renault/Dacia Händlerverbands-Präsident Hans-Werner Hauth kündigte an, dass der Verband die Vorschläge im März/April des nächsten Jahres bei einem hoffentlich dann wieder live stattfindenden Kongress mit seinen Mitgliedern besprechen wolle. Hauth zeigte sich gelassen angesichts der Herausforderungen: "Wir haben in den 50 Jahren unseres Bestehens drei Händlerverträge verhandelt. Wir werden uns auch beim vierten wieder verständigen können."

Renditeziel bleibt

Für den Verband sei das wichtigste Ziel "einen vernünftigen, für alle Seiten tragfähigen Kompromiss zu finden, der die Rentabilität des gesamten Netzes sicherstellt". Per Ende September lag die Durchschnittsrendite bei den Renault-Primärnetzpartnern bei 1,7 Prozent und damit knapp unter dem von Händlerverbands-Präsidenten erneut genannten Ziel von 1,8 bis zwei Prozent. Laut Hauth waren die Verhandlungen der Themen für 2022 "diesmal extrem schwierig". Er räumte ein, dass bekannt sei, dass der Hersteller unter Druck sei, um seine Strategie des rentablen Wachstums zu realisieren. Das gelte aber auch für den Handel: "Wir haben absolut nichts gegen rentables Volumen, aber bitte nicht auf unsere Kosten."

Dacia für mehr Kundenzufriedenheit

Dacia Deutschland Chef Christophe Mittelberger kündigte auf dem Kongress auch für seine Marke eine Höherpositionierung in Richtung C-Segment an. Ab Mitte 2022 werde eine neue Dacia CI eingeführt, um diesen Modellen auch einen besseren Rahmen zu bieten. Außerdem will der Importeur durch gezielte Fördermaßnahmen die Kundenzufriedenheit verbessern. Mittelberger will auch eine Laufzeitverlängerung bei den Leasingverträgen auf vier oder fünf Jahre, da man festgestellt habe, dass die Kunden nach den bisher üblichen drei Jahren nicht mehr in das Fabrikatshändlernetz kämen.  

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