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Zukunft im Autohaus: "Der Handel muss die digitalen Geschäftsfelder besetzen"

© Foto: harbucks / stock.adobe.com

Die Online-Veranstaltung "Zukunftsfähige Geschäftsmodelle im Autohaus" gab einen Ausblick darauf, wie Geschäftsmodelle im Autohandel optimiert werden können.


Datum:
18.05.2022
Autor:
Stefan Schmid/AUTOHAUS
Lesezeit: 
3 min
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"Die Elektromobilität ist da und geht nicht wieder weg", stellte Carsten Beuß Hauptgeschäftsführer des baden-württembergischen Kfz-Gewerbes, bei der Online-Veranstaltung "Zukunftsfähige Geschäftsmodelle im Autohaus" gleich zu Beginn klar. Bei den Fahrzeugherstellern sei die Umstellung der Werke bereits in vollem Gange, "bis 2030 werden rund 75 Prozent  der verkauften Fahrzeuge elektrisch sein". Für die Wertschöpfung heißt das: weniger Teile und weniger Wartungsbedarf.

Neue Wettbewerber und Geschäftsfelder

Auch die aufkeimenden Agentursysteme betrachtete Beuß skeptisch, da Wettbewerber nun nicht mehr die Händler von Nebenan, sondern die Hersteller selbst seien. Was bleibt, ist die Flucht nach vorne: "Der Handel muss die digitalen Geschäftsfelder besetzen und selbst in die ist Hand nehmen." Dazu brauche es Geschlossenheit und den Mut, die neuen Geschäftsfelder nicht, wie in der Vergangenheit, extern zu vergeben."

"Datentechnische Emanzipation des Handels“ 

Einen guten Grund, die neuen digitalen Geschäftsfelder in die eigene Hand zu nehmen, lieferte Dr. Jörg v. Steinaecker: Daten. In Ihnen sieht der Geschäftsführer von Steinaecker Consulting großes Potential für den Autohandel, schließlich können damit neue Geschäftsmodelle auf ihre Tragfähigkeit hin untersucht und der Kunde besser verstanden werden. Wer seine Kundendaten im Haus behalten will, müsse sich damit allerdings auch auseinandersetzen und im Zweifel auch Geld in die Hand nehmen.

Auch das Autohaus als Mobilitätsdienstleister sei eine Möglichkeit, die Wertschöpfung zu verbessern. "Wie weit man das treiben möchte, ist aber eine sehr individuelle Entscheidung", so Steinaecker.

Die Basis hierfür schlummert laut Katja Rhotert von der rhotert Unternehmensberatung in den Büchern. "Jeder einzelne Betrieb braucht belastbare Zahlen, um in dieser Transformation die richtigen Entscheidungen treffen zu können." Auf diese Weise, erklärt die Expertin, lassen sich bestehende Geschäftsmodelle analysieren und Prozesse optimieren.

THG-Quotenhandel als zusätzliche Einnahmequelle für Autohäuser

Ein immer beliebter werdendes Geschäftsmodell, ist der THG-Quotenhandel. Christoph Stricker vom Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe, erklärte deshalb die gesetzlichen Rahmenbedingungen wie man als Händler am THG-Quotenhandel partizipieren könne. Hierfür stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung: Entweder durch den Betrieb öffentlicher Ladesäulen, oder mithilfe von Elektroautos. Bei Vorführ-, Miet- und Abo-Fahrzeugen könne man, je nach Fahrzeugkategorie, bereits mit mehreren hundert Euro rechnen.

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