Kabema und Kaitech – Dialogforum 2026 am Nürburgring
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von 14: Beim Digital-Forum 2026 von Kabema und Kaitech am Nürburgring zeigten die Experten, wie KI, Datenqualität und Prozessautomatisierung den Automobilhandel verändern. Von AI‑Roadmaps bis Vertragsmanagement reichten die Impulse für den Handel von morgen.
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von 14: Jannik von der Mark, Division Manager Business Consulting bei Kabema Consulting, legte zur AI (Artificial Intelligence, dt. Künstliche Intelligenz/KI) den roten Faden für die gesamte Veranstaltung. KI, so von der Mark, müsse zwei Dinge bringen: höheren Umsatz und eine verbesserte Effizienz. Fast zwei komplette Arbeitstage gehen pro Woche beim Verkäufer allein für administrative Arbeiten verloren. Von der Mark zeigte auf, wo KI im Autohaus besonders wirkt – siehe Chart. Die Frage ist nicht, ob KI genutzt wird, entscheidend ist, ob sie gesteuert wird (siehe Chart). Nach seiner Darstellung gehört die KI in die Geschäftsführung und ist ein Teil der Unternehmensstrategie. Von der Mark zeigte ferner die Anforderungen des EU AI Act auf.
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Marco Malz, Managing Director, legte die Roadmap 2026 vor – von kc.art Finance, KI, Power-Control-Updates, Power BI & Data as a Service sowie Academy & Consulting. Malz: "Wir sollten uns auf den Einflussbereich einer Sache konzentrieren. Und da steht der Service vorne an." Das verband Malz mit der besonderen Verantwortung des Werkstattleiters. Für professionelles Management sind die richtigen Werkzeuge die Basis für den Erfolg (siehe Chart). Es wird über KI möglich sein, Ergebnisse aufzuzeigen, deren Ursache und die erforderlichen Maßnahmen. Hierzu gehören auch Abweichungsanalysen zwischen operativem Geschäft und FiBu. Auch Prognosemodelle werden künftig in die Steuerung einfließen.
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Ben Hübner, Managing Director, hatte über den Tag gleich mehrere Vortragsteile zu bestreiten. Als Co‑Moderator wirkte Christian Steinmach mit. Erstaunlich, was binnen eines Jahres an neuen Entwicklungen hinzukommt. Hübner zeigte das am Beispiel der AI‑Modelle auf (siehe Chart). Ergo: Was heute aktuell ist, kann morgen schon veraltet sein. Inzwischen kommen dabei auch Roboter zum Einsatz. Die Aufgabe: vom Wildwuchs zu einer KPI‑gestützten KI‑Roadmap (siehe Chart). Steinmach machte vor, wie man bereits Modellbeschreibungen im Detail über KI generieren kann. Bestehende Prozesse lassen sich mit KI optimieren. Es lässt sich über KI jeder Call beantworten. Spezielle KI‑Agenten beantworten einen Großteil der Leads selbst. Auch die Telefonie im Self‑Service zeigte er auf. Besondere Herausforderung ist immer wieder, dass die Systeme intern miteinander kommunizieren können. Sein Credo: Sobald ein Anliegen im Kern datenbasiert ist, sollte die KI die erste Bearbeitungsinstanz sein.
Hübner stellte in der Folge die "k.ai in the box" vor – die AI‑Plattform für Autohäuser, die als lokale Intelligenz fungieren kann (siehe Chart). Daraus erhält der Verkäufer beispielsweise direkte Auskunft: Welcher Kunde von ihm befindet sich heute in der Werkstatt? Oder wo steht das Fahrzeug im Moment im Serviceprozess? Die Hardwarekosten für eine derartige Box liegen heute bei 2.800 Euro.
Hübners Finalausführungen galten dem Thema, wie man mit Open Source gezielt IT‑Kosten senken kann. Dazu führte der Referent zahlreiche Detailbeispiele auf, bevor er in der letzten Runde "Open Space" Rede und Antwort stand.
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Markus Gold, Leitung Business Development bei MB‑Kunzmann in Aschaffenburg, ein digitaler Tausendsassa, bewegte sich über die Veranstaltung gleichzeitig auf mehreren Spuren. Besonderer Schwerpunkt war die Entwicklungspartnerschaft KI/AI von MB‑Kunzmann in Aschaffenburg mit Kabema. Das Zentralthema: Vertragsmanagement! Dabei geht es um die verschiedenen Händlerverträge mit den Herstellern, aber auch mit Dienstleistern, IT, Abfallmanagement, Berufsgenossenschaft u. a. Es geht grundsätzlich um eine geschlossene Verbindung. Vorteil: Wer beispielsweise die CI‑Vorgaben im Ausstellungsraum aus dem Händlervertrag abgreifen möchte, vorgegebene Öffnungszeiten, Regelungen zum 24‑h‑Service oder zu "Junge Sterne", hat innerhalb von drei Sekunden die Antwort.
In einer separaten digitalen Austauschrunde wurde abgefragt: Welchen Nutzen schaffen wir mit KI? Dann: Welches Problem möchten wir lösen? Daraus wurde ersichtlich, dass fehlendes Know‑how, unklare Prozesse, schlechte Datenqualität, fehlende Zeit/Ressourcen und unklare Strategie derzeitige Branchenrealität darstellen.
Gold stellte auch im Foyer die Plattform LEAD4Car vor, bei der Service‑Leads ge- und verkauft werden. Weitere Details unter https://lead4car.de.
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Alexander Potas, Aftersales‑Spezialist, proklamierte im Service aktive Zusatzverkäufe – und zwar bereits vor dem Werkstatttermin. Das lässt sich zielgruppenspezifisch ermitteln und je nach Standort individualisieren. Potas im Klartext: Durch die frühzeitige Einbindung des Kunden entsteht ein effizienterer und transparenterer Serviceprozess für Kunde und Autohaus.
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KaiTech fungierte einmal mehr als Partner der Veranstaltung. Über JobRouter steht hier besonderes Know‑how an Prozessautomatisierung dahinter, eigene KI‑Agenten für Echtzeitanalysen, intelligente Datenverarbeitung für bessere Entscheidungen. Ralf Kaimann, Geschäftsführer von KaiTech, und Torsten Schulze, Vertriebsleiter, stellten die Docker‑Container‑Technik vor und erläuterten die Vorteile der Containerisierung. Besonderes Highlight war die "Kfz‑Briefverwaltung". Hierzu stellte Ralf Kaimann eine Box mit Kfz‑Briefen vor und ließ die Forumsteilnehmer per "Briefwahl" deren Gesamtsumme schätzen. Es waren 94 an der Zahl. Alexander Rutz vom Mercedes-Autohaus Riess aus Tuttlingen – die Riess‑Gruppe ist Mobilitätspartner im Herzen des Donautals – war der glückliche Gewinner und brachte zur Fastenzeit eine große, süße Dimension mit nach Hause nach Tuttlingen. Die übrigen Teilnehmer wurden für ihr dezentes "Danebenschätzen" mit einem "Täfele" von Milka belohnt. Immerhin – das wurde von allen dennoch dankbar angenommen.
Danach zeigte Ben Hübner auf, wie man mit Open Source gezielt IT‑Kosten senken kann, und stellte sich als Profi im "Open Space" den noch offenen Fragen im Forum. Danach bedankten sich abschließend die Gastgeber Marco Malz, Ben Hübner und Olaf Kühle für zwei aktive KI‑Branchentage.
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Prof. Hannes Brachat beschäftigte sich in seinem Vortrag mit "Automobilen Randnotizen". Dazu gehörte die gegenwärtige Krise der europäischen Automobilindustrie, u.a. Mercedes‑Benz. Brachat: "Trennt sich BMW, trennt sich VW/Audi von seinen Niederlassungen? Wirklich nicht! Weshalb muss ausgerechnet eine Niederlassung wie MB München, die 2026 ihr 100‑jähriges Jubiläum am Standort ihres Hauptwettbewerbers BMW feiert, verkauft werden? Da wird Tafelsilber verscherbelt!"
Der Abschied vom Taxi‑Geschäft, die auslaufende A‑Klasse, "Electric only", "Luxury‑Hype" und das milliardenschwere Mitarbeiter‑Reduktionsprogramm bildeten weitere kritische Stationen. "Ein klarer und gesunder Hausverstand, gepaart mit praktischer Vernunft, würde da schon im Ansatz bessere Strategien auflegen. Der Rückzug aus der Sackgasse ist angetreten. 40 neue Modelle in den kommenden Jahren sind die Hoffnungsträger – ab 2027!"
Die Mitarbeiter seien das Herzstück eines jeden erfolgreichen Autohauses, betonte Brachat. Die zentrale Herausforderung bestehe darin, die Stärke eines jeden Mitarbeiters mit KI sinnvoll zu kombinieren. "Es gibt nichts – auch im Autohaus –, das man nicht besser machen kann. Oder anders: Es sollte das Bestreben sein, sich permanent verbessern zu wollen." Dahinter stehe das Phänomen "Wertschätzung": Achtung! Aufmerksamkeit!
Am Kabema‑Forum nahmen auch Monika Tichatschke, Assistentin des Geschäftsführers Robert Seidel im Autohaus Hornung in Garmisch‑Partenkirchen, sowie Max Jank, Leiter Verkauf Innendienst, teil. Brachat wusste um deren ersten Platz in der MB‑Organisation in Sachen Kundenzufriedenheit 2025 und bat um die Darstellung, wie dieses "Produkt" im Alltag gelingt. Dazu wäre eine separate Ausführung angebracht!
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von 14: Olaf Kühle, Head of Sales (o. l.), und Marco Malz, Managing Director, begrüßten an der geselligen Abendtafel im "Bitburger Gasthaus" ihre Forums‑Gäste, die nachmittags zuerst am Kabema‑Team‑Cup auf der überdachten Ring‑Kartbahn teilgenommen oder an der Besichtigungstour am Nürburgring teilgenommen hatten. Kühle und Malz stellten den Rennfahrer Christian Menzel vor, der im Dialog mit Lars Hieronymus, geschäftsführender Gesellschafter von Mercedes‑Servicepartner Hartmann in Grevenbroich, eine fundierte Moderation hinlegte. Christian Menzel, eine Motorsport‑Legende, heute Partner und Markenbotschafter von Rowe, war wohl mit jeder deutschen Rennserie unterwegs – Formel 3, DTM, Carrera Cup, Nürburgring‑Langstrecken‑Serie, Kart u.a. Er lebt seit vielen Jahren in der Nähe des Nürburgrings und weiß höchst farbig und humorvoll Anekdote an Anekdote zu reihen. Die digitalen Kabema‑Fans hörten da gerne zu.
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Kabema versprühte nicht nur mit einem grandiosen Buffet, sondern über die gesamte Tagung hinweg großzügige Gastfreundschaft. Marco Malz eröffnete ein reichliches, professionell aufbereitetes "Rennfahrer‑Buffet". Im Hintergrund sitzt der Moderator Lars Hieronymus.
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Die einen trafen sich am ersten Tag ab 14 Uhr auf der Ring‑Kartbahn, die anderen zur Besichtigung des Nürburgrings. Managing Director Ben Hübner lief dabei zu emotionaler Hochform auf. Er freute sich u. a. über die drei Erstplatzierten des Kabema‑Team‑Cups, die einen Pokal erhielten. Die räumliche Dimension dieser Kartbahn wie auch die Ausstattung der einzelnen Go‑Karts werden allen Teilnehmern in bester Erinnerung bleiben.
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Erstaunlich, wie und in welcher Geschwindigkeit die digitale Transformation unaufhaltsam fortschreitet – und das in hoher Komplexität. Diese lässt sich am besten über die richtigen Mitarbeiter und gute Informationen bewältigen. Qualifizierte Daten sind die gewichtige Basis für das Ganze. Dann folgt die praktische Umsetzung: die Integration in die einzelnen Systeme. Die Mercedes-Benz‑Partner haben mit Kabema einen professionellen Digitalpartner! Kabema agiert mit seiner Offerte herstellerunabhängig, um den jeweiligen individuellen Digital‑Level in den Autohäusern auf die nächste Stufe zu heben.
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