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Auktionsportal von Ingo Software: Alternativer Absatzkanal

Auktionsportal von Ingo Software
Alternativer Absatzkanal
V.l.n.r.: Walter Hofmann, Markus Füßl und Ron Saller
© Foto: Ingo Software

Mit Kfz-auktionsportal.de bietet Ingo Software bereits seit zehn Jahren gewerbliche Online-Versteigerungen von Fahrzeugen zum Pauschalpreis an. Gerade in diesen Zeiten eine interessante Alternative.

Von AUTOHAUS-Redakteur Felix Altmann

Das Thema Corona beherrscht den Autohandel, die Folgen sind noch lange nicht abzusehen. Für Händler werden alternative Vertriebswege immer wichtiger, denn bisher lief der Verkauf weitestgehend über den persönlichen Kontakt. AUTOHAUS sprach mit Walter Hofmann, Geschäftsführung, Markus Füßl, Prokurist, und Ron Saller, Vertrieb, von Ingo Software unter anderem darüber, warum der Online-Handel auch im B2B-Geschäft immer mehr an Bedeutung gewinnt.

AUTOHAUS: Worin bestehen die Vorteile einer reinen Online-Auktion?

Markus Füßl: Der Vorteil einer Auktion besteht darin, dass durch das Bieten auf ein Fahrzeug für die Firmenleitung ein transparentes Preisfindungssystem geschaffen wird, denn der Verkauf findet nicht mehr im Vieraugen-Gespräch zwischen Verkäufer und Aufkäufer statt. Gleichzeitig wird bei einer Auktion für gewöhnlich ein höherer Preis erzielt als bei einem Verkauf beim Händler vor Ort. Ein weiterer Vorteil: Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Krise, ist, dass bei der Online-Auktion kein persönlicher Kontakt notwendig ist. Ersteigert ein Bieter ein Fahrzeug, kommt ein gültiger Kaufvertrag zustande, und es muss nur noch beim Anbieter abgeholt werden.

Ron Saller: Ich stehe in regelmäßigem Austausch mit unseren Anbietern. Alle haben mit den Folgen von Corona zu kämpfen. Deshalb gibt es viele positive Reaktionen auf das Portal, weil es als alternativer Absatzkanal die Folgen der Krise abfedern kann.

M. Füßl: Die Händler können über uns auch ihren Fuhrpark besser verwalten und nicht nur ältere Fahrzeuge anbieten, die nicht mehr für das Kundengeschäft verwendet werden, sondern auch Pakete mit neueren Fahrzeugen einstellen. Die Händler sitzen im Moment auf ihren Fahrzeugbeständen und können so nicht nur ein einzelnes Fahrzeug, sondern gleich mehrere auf einmal verkaufen.

Walter Hofmann: Dazu kommt, dass das Einstellen eines Fahrzeugs auf unserem Auktionsportal den Anbieter nur 59 Euro pauschal unabhängig vom Verkaufserlös und von der Dauer der Auktion kostet. Das ist ein sehr faires Angebot und meines Wissens einzigartig in Deutschland. Dazu kommt die vollständige Transparenz, denn der Händler weiß bei jedem Auto genau, wie es verkauft worden ist. Und er kann den gesamten Erlös für sich behalten.

Über Kfz-auktionsportal.de werden jährlich zwischen 3.000 und 4.000 Fahrzeuge versteigert.
© Foto: Ingo Software

AH: Wie viele Händler nutzen aktuell das Portal?

M. Füßl: Wir sind ein rein gewerbliches Portal. Zurzeit haben wir rund 4.000 Bieter im System registriert. Die Anbieterzahl, in erster Linie Markenhändler, beläuft sich auf 600. Insgesamt werden über unser Portal zwischen 3.000 und 4.000 Fahrzeuge pro Jahr versteigert.

AH: Welche Voraussetzungen muss ein Händler erfüllen, um bei Ihnen ein Fahrzeug zu versteigern?

M. Füßl: Alle unseren Anbieter sind zertifiziert und müssen dazu ihren Gewerbeschein einreichen. Als Anbieter zugelassen sind entweder Händler oder seit Kurzem gewerbliche Kfz-Verkäufer.

R. Saller: Der Einstieg für das Anbieten ist jetzt deutlich leichter geworden. Nutzer, die bisher nur auf Fahrzeuge geboten haben und jetzt Anbieter werden wollen, werden streng geprüft. Wenn jemand in der Vergangenheit unangenehm aufgefallen ist oder gegen Nutzungsregeln verstoßen hat, kommt er nicht als Anbieter in Betracht.

AH: Wie sehen Sie die Entwicklung des Portals in den kommenden Jahren?

W. Hofmann: Unser Portal gibt es jetzt seit zehn Jahren und es gewinnt im Zuge der Corona-Krise durch ständige Verfügbarkeit und das kontaktlose Verkaufen immer mehr an Bedeutung. Dazu entwickeln wir das Portal ständig weiter, um auch in Zukunft dem Anspruch unserer Nutzer gerecht zu werden. Zum einen verhandeln wir mit einem Spediteur, durch den sich die Nutzer ersteigerte Fahrzeuge deutschlandweit bringen lassen können. Zum anderen planen wir eine Versicherung, mit der sich ein Bieter gegen nicht dokumentierte Schäden am Fahrzeug absichern kann.

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